Erstmals konnte ein internationales Forscherteam in der Tiefe des eisbedeckten Arktischen Ozeans Anzeichen von explosivem Vulkanismus nachweisen. Wie die Wissenschaftler einer von der amerikanischen Woods Hole Oceanographic Institution (WHOI) geleiteten Expedition zum Gakkel-Rücken in der aktuellen Ausgabe des Fachjournals Nature berichten, entdeckten sie mit einer speziell entwickelten Kamera in 4000 Meter Wassertiefe ausgedehnte Ascheschichten am Meeresboden, die auf einen gigantischen Vulkanausbruch hindeuten.
„An Land sind explosive Vulkanausbrüche nichts Ungewöhnliches und stellen eine große Bedrohung für ganze Landstriche dar“, erläutert Dr. Vera Schlindwein vom Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung in der Helmholtz-Gemeinschaft, die als Geophysikerin an der Expedition teilnahm und mit ihrem Team seit vielen Jahren die Erdbebenaktivität im Arktischen Ozean untersucht.....
Geschrieben von IFM-GEOMAR und Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung am Dienstag, 27. Mai 2008. Bisher wurde dieser Artikel 40 mal aufgerufen
Sollten Sie einen defekten Link in unseren Artikeln finden, benachrichtigen Sie uns bitte unter
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie es sehen können
Emissionen des Treibhausgases Kohlendioxid beeinflussen unser globales Klima. Sie verändern jedoch nicht nur die Atmosphäre sondern auch die Ozeane, mit potentiell dramatischen Auswirkungen auf die marine Lebewelt. Ein durch Messdaten bereits belegter Prozess ist die zunehmende Versauerung der Weltmeere. Viele Organismen sind direkt betroffen durch den schleichenden Anstieg eines der wichtigsten Parameter ihres Lebensraums, den Säuregrad des Wassers. EPOCA (European Project on Ocean Acidification) ist ein EU-weiter Zusammenschluss von 27 Instituten, der sich die Erforschung dieser weit reichenden Veränderung des größten Ökosystems der Welt zum Ziel gesetzt hat.
Eine am 10. Juni 2008 in Nizza, Frankreich beginnende Tagung gibt den Auftakt für eine weltweit einmalige Vernetzung der Forschungsaktivitäten zu Ozeanversauerung. Prof. Ulf Riebesell, Meeresbiologe am Leibniz-Institut für Meereswissenschaften (IFM-GEOMAR) in Kiel....
Geschrieben von Erwan Roussel (Université de Bretagne Occidentale, Brest) et al.: Science, Bd. 320 / wissenschaft.de am Freitag, 23. Mai 2008. Bisher wurde dieser Artikel 45 mal aufgerufen
Sollten Sie einen defekten Link in unseren Artikeln finden, benachrichtigen Sie uns bitte unter
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie es sehen können
Mehr als 1.600 Meter unter dem Meeresboden und damit viel tiefer als bisher angenommen wachsen und gedeihen Mikroorganismen. Das haben französische und britischer Forscher bei der Untersuchung von Bohrkernen entdeckt, die bis zu 111 Millionen Jahre alte Sedimente enthielten. In allen Proben entdeckten die Wissenschaftler Mikroben, die offenbar trotz der widrigen Bedingungen einen aktiven Stoffwechsel besitzen und sich auch vermehren. Die tiefste Stelle, an der bisher Leben unter dem Meeresgrund entdeckt wurde, lag lediglich bei 843 Metern, schreiben die Forscher um Erwan Roussel von der Université de Bretagne Occidentale in Brest. Die Erweiterung des besiedelten Gebiets sei vor allem deswegen interessant, weil vermutlich etwa zwei Drittel aller einfach gebauten Mikroorganismen der Erde in den Sedimenten unter dem Ozeanboden leben.
Roussel und sein Team analysierten neun Bohrkerne aus dem Meeresboden vor der Küste Neufundlands, die aus Tiefen von 860 bis 1.626 Metern stammten und zwischen 46 bis 111 Millionen Jahre alt waren. Die tiefste....
Geschrieben von Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung am Donnerstag, 22. Mai 2008. Bisher wurde dieser Artikel 51 mal aufgerufen
Sollten Sie einen defekten Link in unseren Artikeln finden, benachrichtigen Sie uns bitte unter
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie es sehen können
Mit dem Neubau wird die Fläche der 1924 gegründeten Wattenmeerstation um 60 Prozent erhöht. Auf 2500 Quadratmetern werden moderne Labors und Büros für bis zu 80 Wissenschaftler, Techniker, Gastforscher und Studenten bereitgestellt. Die Biologen und Geologen an der Wattenmeerstation erforschen die Auswirkungen von Umweltveränderungen auf die Küstengebiete der Nordsee aber auch weltweit. Das Verständnis von Biodiversität und Funktion von Küstenökosystemen soll dazu beitragen, einen nachhaltigen Nutzen und Umgang mit den sensiblen Küsten zu erreichen.
Die Küste ist eine empfindliche Landschaft, eingebettet in ein komplexes Ökosystem. Für den Menschen ist sie ein attraktiver Lebensraum, aber auch Wirtschaftsstandort und Erholungsfläche. Meeresspiegelanstieg, milde Winter, Stürme, eingeschleppte Tier- und Pflanzenarten, sowie die verstärkte Nutzung durch den Menschen verändern die Küstenlandschaften zunehmend. Die Biologen und Geologen der Wattenmeerstation Sylt untersuchen....
Geschrieben von Technische Universität München am Donnerstag, 15. Mai 2008. Bisher wurde dieser Artikel 47 mal aufgerufen
Sollten Sie einen defekten Link in unseren Artikeln finden, benachrichtigen Sie uns bitte unter
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie es sehen können
Sogenannte "Folgenskeptiker" unter den Klimakritikern bezweifeln die vom Weltklimarat vorhergesagten Auswirkungen des Klimawandels. Mit einer jetzt veröffentlichten Meta-Analyse von 29.000 langjährigen Beobachtungsreihen zu den bisherigen Auswirkungen der Temperaturerhöhung auf Pflanzen, Tiere und menschliche Gesundheit konnten jedoch Wissenschaftlerinnen des Wissenschaftszentrum Weihenstephan der Technischen Universität München die globalen Spuren des Klimawandels in der Natur eindeutig nachweisen. (Veröffentlichung in Nature, Bd. 453, S. 353 - 357, 15. Mai 2008) Die Erwärmung der Erdatmosphäre werde in Wirklichkeit moderat sein und kaum Auswirkungen auf Natur und Mensch haben, so äußern sich immer wieder einzelne Klimakritiker. Fast sämtliche weltweit forschenden Klimatologen sind dagegen einhellig von einer Temperaturerhöhung durch vom Menschen freigesetzte Treibhausgase und deren Folgen überzeugt. Über die regionalen Folgen des bisherigen Temperaturanstiegs .....
Geschrieben von Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung - UFZ / idw am Mittwoch, 14. Mai 2008. Bisher wurde dieser Artikel 48 mal aufgerufen
Sollten Sie einen defekten Link in unseren Artikeln finden, benachrichtigen Sie uns bitte unter
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie es sehen können
Erstmals ist es gelungen, syntrophisch lebende (also sich gegenseitig fütternde) Tiefsee-Mikroorganismen, die den Austrag von Methan aus dem Ozeanboden in die Atmosphäre entscheidend verringern, aufzureinigen und ihre Genome zu sequenzieren. Wissenschaftler des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) in Leipzig und des California Institute of Technology (Caltech) in Pasadena untersuchten Mikroorganismen, die unter Ausschluss von Sauerstoff (anaerob) Methan oxidieren und damit einen wichtigen Baustein im globalen Kohlenstoffkreislauf darstellen. Diese Methan oxidierenden Mikroorganismen "fressen" mehr als 80 Prozent des Methans - ein 20fach stärkeres Treibhausgas als Kohlendioxid - welches sich kontinuierlich aus riesigen Methanhydrat-Lagern im Ozeanboden löst. Obwohl die Bedeutung dieser Mikroorganismen für das Klima der Erde seit 1999 bekannt ist und verschiedenste Forschergruppen weltweit an der Isolierung dieser Gemeinschaften von Archaeen-Bakterien arbeiten, war dies bisher nicht gelungen. Die Forscher um Dr. Annelie Pernthaler vom UFZ entwickelten ein neues molekularbiologisches Verfahren, um ausgewählte Spezies an Mikroorganismen von hochkomplexen natürlichen Gemeinschaften zu trennen, um diese dann isoliert genauer zu untersuchen. Die Ergebnisse sind überraschend....
Geschrieben von Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren / idw am Dienstag, 22. April 2008. Bisher wurde dieser Artikel 66 mal aufgerufen
Sollten Sie einen defekten Link in unseren Artikeln finden, benachrichtigen Sie uns bitte unter
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie es sehen können
Wissenschaftler um Dr. Gerhard Dieckmann vom Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung in der Helmholtz-Gemeinschaft haben das seltene Mineral Ikait im antarktischen Meereis gefunden, das eine wichtige Funktion im globalen Kohlenstoffkreislauf besitzt. Die Identifikation dieses Minerals gelang den Helmholtz-Kollegen vom Forschungszentrum Karlsruhe an der Synchrotronstrahlungsquelle ANKA.
Das Mineral Ikait ist eine besondere Form von Kalziumkarbonat, nach dem Forscher in polaren Gewässern seit Jahrzehnten gesucht haben. Die Bildung von Kalziumkarbonat beeinflusst den Austausch von Kohlendioxid zwischen Meereis und Ozean und über Zwischenprodukte möglicherweise auch den Ozonhaushalt über dem Meereis. Die Bremerhavener Forscher entdeckten die Kristalle auf zwei Antarktis-Expeditionen (2006 und 2007) zusammen mit Ihren Kollegen vom Institut für Ocean Sciences in Bangor, Wales....
Geschrieben von M. Siedler - Aqua-Globe-Project / MARUM am Mittwoch, 16. April 2008. Bisher wurde dieser Artikel 82 mal aufgerufen
Sollten Sie einen defekten Link in unseren Artikeln finden, benachrichtigen Sie uns bitte unter
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie es sehen können
Seit nunmehr vier Jahren verfolgt das Aqua-Globe-Project das Ziel Meereswissenschaften auch für den Laien sichtbar und verständlich zu machen. Dazu wurden in den vergangenen Jahren eine große Anzahl Grafiken, Animationen und Videos (z.B. im Downloadbereich oder im Aqua-Life-Lexikon) von uns angefertigt.
Nun hat dieses Prinzip auch bei den Wissenschaftlern selbst gefallen gefunden. Als erstes Institut präsentiert nun das Marum in Bremen wissenschaftliche Kurzfilme, die dem interessierten Besucher der Website einen Einblick in die Arbeit der Wissenschaftler verschaffen sollen.
Auf einer Pressekonferenz, die am 15. April 2008 in Berlin stattfand, startete der Präsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft DFG, Prof. Matthias Kleiner, das Projekt Science TV.....
Geschrieben von Frauenhofer Gesellschaft am Montag, 7. April 2008. Bisher wurde dieser Artikel 104 mal aufgerufen
Sollten Sie einen defekten Link in unseren Artikeln finden, benachrichtigen Sie uns bitte unter
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie es sehen können
Wasser reinigen und desinfizieren ohne Chemie – diamantbeschichtete Elektroden machen es möglich. Wie das geht, wird auf der EXPO 2008 (14. Juni – 14. September) in der nordspanischen Stadt Zaragoza vorgestellt.
Glitzernde Diamanten sind bislang vor allem als wertvoller Schmuck bekannt. Doch die Edelsteine helfen auch, Abwasser zu reinigen und Wasser zu desinfizieren. Der Trick: An mit leitfähigem Diamant beschichteten Elektroden bilden sich im Wasser Hydroxylradikale. Dieses hochwirksame Oxidationsmittel vernichtet alle kohlenstoffhaltigen Substanzen – also die organische Schmutzfracht von Lösungsmitteln bis zu Bakterien und Pestiziden. Zurück bleiben nur harmlose Salze und Kohlendioxid, das als Gas entweicht.
"Auf diese Weise lässt sich problemlos keimfreies Wasser erzeugen", erläutert Dr. Matthias Fryda.....
Geschrieben von Mitteilung der Universität von Washington, Seattle / Markus Zens - ddp/wissenschaft.de am Montag, 7. April 2008. Bisher wurde dieser Artikel 89 mal aufgerufen
Sollten Sie einen defekten Link in unseren Artikeln finden, benachrichtigen Sie uns bitte unter
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie es sehen können
Taucher finden ersten Vertreter einer neuen Familie der Armflosser
Vor Indonesien haben Taucher einen Fisch entdeckt, der zu einer bislang unbekannten Familie der Armflosser gehören könnte: Der Fisch besitzt beinartig geformte Flossen, mit denen er in kleine Spalten in Korallenriffen kriecht, und viele rüschenartige Hautfalten. Auffällig seien aber vor allem die nach vorne gerichteten Augen des Fisches, erklärt der amerikanische Biologe Ted Pietsch von der Universität von Washington. Damit besitzt der Fisch wahrscheinlich ein Sichtfeld, das dem des Menschen ähnelt, erläutert der Wissenschaftler. Anhand von Bildern identifizierte er das Tier als Vertreter einer bislang unbekannten Fischfamilie. Für genauere Analysen sei aber zunächst ein Exemplar des Fisches nötig, das genauer untersucht werden könne, legt Pietsch dar. Einen offiziellen Namen hat der neue Fisch bisher allerdings noch nicht....
Geschrieben von Argonne National Laboratory / pressetext am Freitag, 4. April 2008. Bisher wurde dieser Artikel 98 mal aufgerufen
Sollten Sie einen defekten Link in unseren Artikeln finden, benachrichtigen Sie uns bitte unter
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie es sehen können
Wasserstoff - als alternatives Antriebsmittel zu Benzin und Diesel - aus Algen zu gewinnen ist das Ziel eines Forschungsteams im Argonne National Laboratory des US-Umweltministeriums unter Leitung des Chemikers David Tiede. Einige Algenarten tragen das Enzym Hydrogenase in sich, das aus positiv geladenen Wasserstoffionen kleine Mengen molekularen Wasserstoffs produzieren kann. "Wir glauben, dass es ein fundamentaler Vorteil ist, Wasserstoff als regenerativen Brennstoff photosynthetisch herzustellen", so Tiede. Dieser Vorgang sei im Vergleich zur Herstellung von Ethanol aus Getreide thermodynamisch wesentlich günstiger einzuschätzen, da zur Wasserstoffgewinnung aus Algen keine weitere künstliche Energiezufuhr benötigt werde. Tiede und sein Team suchen derzeit eine Möglichkeit, jenen Teil des Hydrogenase-Enzyms zu isolieren, der Wasserstoff produziert, und den Photosyntheseprozess in Gang zu bringen, um so größere Mengen an Wasserstoff zu erhalten. "Die Biologie macht es möglich, aber....