Dorschkrise, Pipelinekontroverse, Sauerstoffkollaps Weltkriegsmunitionskalamitäten, - die Ostsee steht ökologisch schwer unter Beschuss und gehört vielleicht zu Europas schwierigsten wie größten Umweltproblemen. Um das kleine Nebenmeer überleben zu lassen, muss dies wohl von mindestens zwei Seiten angegangen werden.
Der Streit eskalierte letztes Jahr: Naturschützer, Fischereiexperten und die Europäische Union warnten die polnische Regierung im September 2007 eindringlich, sich endlich dem Schutz des Dorsches anzunehmen. Doch trotz eines geltenden Verbots der EU liefen Boote aus den Häfen von Darlowo und Gdyina aus, um den Brotfisch der Ostsee-Fischer zu fangen - allen geltenden Quoten und Bestimmungen zum Trotz. Polen hatte bereits zuvor die vereinbarten Fangmengen deutlich überschritten, obwohl der Dorsch als gefährdet gilt. Sein Bestand schrumpfte schließlich während der letzten Jahrzehnte auf nur noch ein Drittel der ursprünglichen Größe, und die gefangenen Fische werden immer kleiner und jünger, so dass die Fischer bereits die Kernsubstanz der Art angreifen und die zwingend nötige Erholung der Bestände immer stärker riskieren und erschweren....
Geschrieben von Frauenhofer Gesellschaft am Montag, 7. April 2008. Bisher wurde dieser Artikel 48 mal aufgerufen
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Wasser reinigen und desinfizieren ohne Chemie – diamantbeschichtete Elektroden machen es möglich. Wie das geht, wird auf der EXPO 2008 (14. Juni – 14. September) in der nordspanischen Stadt Zaragoza vorgestellt.
Glitzernde Diamanten sind bislang vor allem als wertvoller Schmuck bekannt. Doch die Edelsteine helfen auch, Abwasser zu reinigen und Wasser zu desinfizieren. Der Trick: An mit leitfähigem Diamant beschichteten Elektroden bilden sich im Wasser Hydroxylradikale. Dieses hochwirksame Oxidationsmittel vernichtet alle kohlenstoffhaltigen Substanzen – also die organische Schmutzfracht von Lösungsmitteln bis zu Bakterien und Pestiziden. Zurück bleiben nur harmlose Salze und Kohlendioxid, das als Gas entweicht.
"Auf diese Weise lässt sich problemlos keimfreies Wasser erzeugen", erläutert Dr. Matthias Fryda.....
Geschrieben von Manfred am Montag, 11. September 2006. Bisher wurde dieser Artikel 353 mal aufgerufen
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WASSER – es riecht nicht, ist farblos und es schmeckt eigentlich – ja eigentlich nach nichts.
Trotzdem aber ist es neben der Luft zum Atmen unsere zweitwichtigste Lebensgrundlage. Wir trinken es, wir waschen uns damit und baden darin. Ohne Wasser könnten wir nicht überleben – und dennoch ist es für uns so überaus selbstverständlich, dass wir uns kaum noch Gedanken über den Zustand und den Gebrauch von Wasser machen.
Hier bei uns in Deutschland ist Wasser allerorts ganz selbstverständlich. Wir können es überall in Flaschen kaufen. Wir brauchen nur den Wasserhahn in der Wand aufdrehen und schon läuft Trinkwasser allererster Güte und scheinbar unerschöpflich aus der Wand oder es fällt einfach vom Himmel.
Aber wussten Sie auch, dass unser Lebenselixier WASSER ein echter Alleskönner ist?
Geschrieben von Tanja Krämer, Freie Wissenschaftsjournalistin - spektrumdirekt am Dienstag, 25. März 2008. Bisher wurde dieser Artikel 71 mal aufgerufen
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Der Verbrauch von Wasser nimmt weltweit stetig zu. Weil die Ressourcen jedoch begrenzt sind, warnen Experten eindringlich vor einer zunehmenden Wasserknappheit, die auch die Industrienationen erreichen wird. Neue Techniken sollen hier Abhilfe schaffen. Doch reichen sie aus, um die Probleme zu bewältigen?
Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier gilt nicht gerade als Schwarzmaler. Doch was er im Sommer 2007 in einer Rede anlässlich des Forums "Globale Fragen" in Berlin ausführte, war doch mehr als erschreckend: "Die Zukunft sieht dramatisch aus", sagte der SPD-Politiker: "Die Weltbank rechnet bis 2050 mit einem Rückgang der verfügbaren Menge von Trinkwasser pro Kopf um mehr als die Hälfte."
Schon heute ist die Trinkwasserlage in vielen Teilen der Welt äußerst angespannt...
Geschrieben von Spiegel online am Donnerstag, 20. März 2008. Bisher wurde dieser Artikel 74 mal aufgerufen
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Sauberes Wasser ist für Milliarden Menschen unerreichbar - schwere Krankheiten und Tod sind die Folge. Die Uno will die Zahl der Menschen ohne Zugang zu Trinkwasser bis 2015 halbieren. Experten bezweifeln, ob dies noch zu schaffen ist.
Die Zahlen sind erschreckend: Mehr als eine Milliarde Menschen hat keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser, 2,6 Milliarden müssen ohne sanitäre Einrichtungen leben. "Täglich sterben 5000 Kinder unter fünf Jahren an Durchfallerkrankungen, weil sie und ihre Eltern nicht wissen, dass unsauberes Wasser krank macht und den Tod bedeuten kann", teilte die Welthungerhilfe am Mittwoch in Bonn mit. Die Organisation forderte zum Weltwassertag am 22. März deshalb mehr Einsatz für Sanitärversorgung und Hygiene. Experten verwiesen darauf, dass sich die Versorgungslage bei Wasser durch Klimawandel und Bevölkerungswachstum in den kommenden Jahrzehnten nochmals deutlich verschärfen wird.....
Geschrieben von Sience Magazine / spektrumdirekt am Montag, 3. März 2008. Bisher wurde dieser Artikel 92 mal aufgerufen
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Bakterien und andere biologische Partikel dienen in Wolken als Kristallisationskeime für Eiskristalle, die dann als Niederschlag fallen. Eine Untersuchung in frisch gefallenem Schnee offenbart nun, dass die winzigen Partikel weit verbreitet sind und ihre Aktivität als Gefrierkerne insbesondere in vergleichsweise warmen Wolken eine wichtige Rolle spielt.
Da bisherige Technologien nicht in der Lage sind, aktive Kristallisationskeime bei Temperaturen von über minus 10 Grad Celsius direkt in der Atmosphäre nachzuweisen, hatten Brent Christner von der Louisiana State University und seine Kollegen 19 Schneeproben in Montana, Yukon, Frankreich und der Antarktis gesammelt....
Geschrieben von New Scientist / Ulrich Dewald - wissenschaft.de am Mittwoch, 27. Februar 2008. Bisher wurde dieser Artikel 98 mal aufgerufen
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Wasserdruck im Gestein ist für die Erschütterungen instabiler Zonen verantwortlich
Der gewaltige Wasserdruck in wassergefüllten Hohlräumen im Gestein ist Ursache dafür, dass starker Regen Erdbeben auslösen kann. Das schließt der Geologe Steve Miller von der Universität Bonn aus einem Rechenmodell, in dem er den Druck in einem sogenannten Karstsystem bestimmte, in das große Wassermengen eindringen. Die Kraft des Wasser in einem solchen von Klüften und Höhlen durchzogenen System kann tatsächlich so groß werden, um in einem tektonisch instabilen System Erdbeben auszulösen, konnte Miller zeigen.
Bereits vor zwei Jahren hatten deutsche Wissenschaftler Daten vorgestellt, nach denen starke Regenfälle...
Geschrieben von Spiegel Online am Dienstag, 19. Februar 2008. Bisher wurde dieser Artikel 99 mal aufgerufen
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Es ist eine teuflische Verkettung, über die wenig diskutiert wird: Der zunehmende Wassermangel auf der Erde wird zur ernsten Gefahr für die Energieversorgung von Entwicklungs- und Industrienationen. Forscher in den USA suchen nun nach Auswegen aus der doppelten Versorgungskrise.
Peter Gleick ist überzeugt, dass die anderen etwas übersehen. Etwas Entscheidendes, das ebenso brisant sein könnte wie die globale Erwärmung. Das der Welt direkt vor Augen steht - und vielleicht gerade deshalb nicht erkannt wird.
"Wasser und Energie sind untrennbar miteinander verbunden", ruft Gleick seinem Publikum bei der Jahrestagung des US-Forschungsverbands AAAS in Boston zu. "Und fast nie werden sie von der Politik gemeinsam behandelt. Das wird zwangsläufig zur Zerrüttung der Wasser- und der Energieversorgung führen."
Mit dieser Einschätzung ist Gleick nicht allein. Mit ihm auf dem AAAS-Podium sitzen Vince Tidwell von den regierungseigenen Sandia National Laboratories, Lisa Epifanie vom US- Energieministerium und Michael Webber vom Center for International Energy & Environmental Policy im texanischen Austin. Vier Fachleute, eine Meinung....
Geschrieben von Potsdam Institut für Klimaforschung am Montag, 4. Februar 2008. Bisher wurde dieser Artikel 113 mal aufgerufen
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Der Klimawandel setzt eine grundlegende Annahme des Wassermanagements außer Kraft: Der heutige Umgang mit der Ressource Süßwasser basiert auf der Annahme, dass Faktoren wie Niederschlag und Abflussmengen von Gewässern innerhalb fester Grenzen schwanken. Doch der menschliche Einfluss auf das Klima der Erde verändert die Durchschnitts- und die Extremwerte dieser Faktoren, sodass dieses Prinzip der so genannten Stationarität nicht länger gelte, berichten Wissenschaftler in der aktuellen Ausgabe des Magazins „Science“. „Die Stationarität ist tot: Wohin im Wassermanagement?“ haben die Forscher um Christopher Milly vom US-amerikanischen Geological Survey (USGS) ihren Artikel überschrieben.
Wie die Autoren in ihrem Artikel beschreiben, lässt der Anstieg der durchschnittlichen Lufttemperatur mehr Wasser verdunsten und verstärkt ...
Geschrieben von SPIEGEL ONLINE am Donnerstag, 8. November 2007. Bisher wurde dieser Artikel 211 mal aufgerufen
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Überschwemmte Wohngebiete, Seuchen, Millionen Flüchtlinge - der Meeresspiegel wird als Folge der Erderwärmung ansteigen. Küstengebiete weltweit werden so überflutet. Ein Aspekt ist dabei noch völlig unberücksichtigt geblieben: das eindringende Salzwasser, das die Trinkwasservorräte mindert.
Dass der Klimawandel immer höhere Pegelstände zur Folge hat, wird von kaum noch einem Wissenschaftler bestritten. Infolge der Erderwärmung schmelzen gigantische Gletscher etwa auf Grönland ab - das Wasser fließt ins Meer und lässt die Meeresspiegel steigen. Nur über konkrete Zentimeter- oder Meterangaben streiten sich die Fachleute noch....
Geschrieben von Beate Willms / taz am Freitag, 26. Oktober 2007. Bisher wurde dieser Artikel 184 mal aufgerufen
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Im Jahr 2025 könnten mehr als 1,8 Milliarden Menschen an Wasserknappheit leiden, so die UN. Schon jetzt sterben jährlich Millionen an Umweltverschmutzungen.
Wasserknappheit ist neben dem Klimawandel die größte ökologische Bedrohung für die Menschheit. Davor warnt der vierte Bericht zum Globalen Zustand der Umwelt (Geo-4), den Vertreter des UN-Umweltprogramms Unep am Donnerstag in 26 Ländern vorgestellt haben. "Wenn sich die Trends fortsetzen, werden 2025 1,8 Milliarden Menschen in Regionen mit absolutem Wassermangel leben", sagte Unep-Mitarbeiterin Elizabeth Migongo-Bake in Berlin. "Verschmutztes Wasser ist heute schon die wichtigste Einzelursache für Erkrankungen und vorzeitige Todesfälle."....