Glasfasern als Lichtleiter sind offenbar keine Erfindung der letzten Jahrzehnte. Schwämme (Porifera), die entwicklungsbiologisch ältesten, mehrzelligen Tiere, sind in der Lage, mit Hilfe von amorphen Silikatstrukturen Licht weiterzuleiten. Schon vor über zehn Jahren erregten Funde photosynthetisch aktiver Organismen im Inneren von Schwämmen Aufmerksamkeit. Bis dahin war noch nicht zu erklären, wie diese Organismen im Inneren von Schwämmen ohne Licht überleben konnten. Bereits damals stellten die Meeresbiologen Elda Gaino und Michele Sara aus Genua (Italien) die These auf, dass eventuell Licht ins Innere der Schwämme geleitet wird. Marine Zoologen der Universität Stuttgart und des Leibniz-Instituts für Meereswissenschaften an der Universität Kiel haben nun im Rahmen des Forschungsprojektes BIOTECmarin den Nachweis erbracht, dass.....
Geschrieben von Universität Wien am Freitag, 24. Oktober 2008. Bisher wurde dieser Artikel 3 mal aufgerufen
Sollten Sie einen defekten Link in unseren Artikeln finden, benachrichtigen Sie uns bitte unter
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie es sehen können
Pflanzliche Rohstoffe für die Produktion von Biotreibstoffen stehen aufgrund der Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion nicht unbegrenzt zur Verfügung. Ein Team um Michael Schagerl vom Department für Meeresbiologie der Universität Wien hat einen potenziellen Rohstoff für Biodiesel gefunden, der keine Agrarflächen benötigt und auch nicht mit Feldfrüchten und Getreide in Konkurrenz steht: Algen.
ForscherInnen der Universität Wien sind auf der Suche nach Mikroalgen, die sich für die Biodieselgewinnung eignen könnten. Unter der Leitung von Michael Schagerl und in Kooperation mit der Firma BDI ? BioDiesel International AG werden Algen von verschiedensten Biotopen isoliert, kultiviert und schließlich auf ihren Fettgehalt untersucht. Die Öleinlagerung dient bei vielen Schwebealgen als Überlebensstrategie.....
Geschrieben von Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung am Donnerstag, 16. Oktober 2008. Bisher wurde dieser Artikel 4 mal aufgerufen
Sollten Sie einen defekten Link in unseren Artikeln finden, benachrichtigen Sie uns bitte unter
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie es sehen können
Einer großen internationalen Forschergruppe ist es gelungen, das Genom einer Alge aus dem Meer zu entschlüsseln. Wie jetzt im Wissenschaftsmagazin nature berichtet, handelt es sich dabei um die Kieselalge Phaeodactylum tricornutum („The Phaeodactylum genome reveals the evolutionary history of diatom genomes“ nature online, 15. Oktober 2008). Die an dem Forschungsprojekt beteiligten Wissenschaftler des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung in der Helmholtz-Gemeinschaft haben sich vor allem mit der Evolution dieser Kieselalge beschäftigt.
Seit einigen Jahren wird verstärkt das Erbgut von Organismen aus dem Meer untersucht. Zunächst nur das von Bakterien, die ein relativ kleines Genom besitzen. Mittlerweile stehen aber auch die Mikroalgen, die zum so genannten Phytoplankton zählen und an der Basis der Nahrungskette im Meer stehen, im Fokus der Forscher. Die vielleicht wichtigste Gruppe, die Kieselalgen, oder auch Diatomeen, spielen eine besondere Rolle. Diese Algen sind.....
Geschrieben von Spiegel online am Montag, 21. Juli 2008. Bisher wurde dieser Artikel 18 mal aufgerufen
Sollten Sie einen defekten Link in unseren Artikeln finden, benachrichtigen Sie uns bitte unter
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie es sehen können
Vor der isländischen Küste blüht der Ozean: Einzellige Algen vermehren sich in der Wärme des Sommers rasend schnell. Es dauert nicht mehr lange, dann werden die bunten Flecken zur Todeszone.
Nicht nur an Land bringt der Frühling und der Sommer blühende Farbenpracht mit sich - auch im Wasser wird es bunter: Einzellige Algen vermehren sich sprunghaft, wenn Temperaturen und Sonneneinstrahlung steigen, es kommt zu Algenblüten im Ozean.
So wie hier, im Nordatlantik zwischen Island und Grönland, wo dieses Phänomen regelmäßig auftritt. Der Nasa-Satellit "Aqua" hat die tiefgrüne bis hell-türkise Farbenpracht am 10. Juli 2008 mit seinem Spektroradiometer fotografiert. Für viele Meeresbewohner bringt die Algenblüte.....
Geschrieben von Argonne National Laboratory / pressetext am Freitag, 4. April 2008. Bisher wurde dieser Artikel 54 mal aufgerufen
Sollten Sie einen defekten Link in unseren Artikeln finden, benachrichtigen Sie uns bitte unter
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie es sehen können
Wasserstoff - als alternatives Antriebsmittel zu Benzin und Diesel - aus Algen zu gewinnen ist das Ziel eines Forschungsteams im Argonne National Laboratory des US-Umweltministeriums unter Leitung des Chemikers David Tiede. Einige Algenarten tragen das Enzym Hydrogenase in sich, das aus positiv geladenen Wasserstoffionen kleine Mengen molekularen Wasserstoffs produzieren kann. "Wir glauben, dass es ein fundamentaler Vorteil ist, Wasserstoff als regenerativen Brennstoff photosynthetisch herzustellen", so Tiede. Dieser Vorgang sei im Vergleich zur Herstellung von Ethanol aus Getreide thermodynamisch wesentlich günstiger einzuschätzen, da zur Wasserstoffgewinnung aus Algen keine weitere künstliche Energiezufuhr benötigt werde. Tiede und sein Team suchen derzeit eine Möglichkeit, jenen Teil des Hydrogenase-Enzyms zu isolieren, der Wasserstoff produziert, und den Photosyntheseprozess in Gang zu bringen, um so größere Mengen an Wasserstoff zu erhalten. "Die Biologie macht es möglich, aber....
Geschrieben von Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung am Mittwoch, 26. März 2008. Bisher wurde dieser Artikel 43 mal aufgerufen
Sollten Sie einen defekten Link in unseren Artikeln finden, benachrichtigen Sie uns bitte unter
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie es sehen können
Im Oberflächenwasser der Ozeane sorgen Mikroalgen, das so genannte Phytoplankton, für die Nahrungsgrundlage der marinen Artengemeinschaft. Als Energiequelle für ihr Wachstum nutzen sie das Sonnenlicht, um Kohlendioxid (CO2) zu organischen Verbindungen wie Zucker umzuwandeln. Über diesen Prozess der Photosynthese bindet das Phytoplankton große Mengen an CO2 und beeinflusst maßgeblich das Klima auf unserem Planeten. Der vom Menschen verursachte Klimawandel hat große Veränderungen für die Ökosysteme der Meere zur Folge. Der Anstieg im atmosphärischen CO2-Gehalt erhöht die CO2-Konzentrationen im Meerwasser und verringert damit seinen pH-Wert - die Meere werden saurer („Ozeanversauerung“). Die zunehmende Erwärmung des Oberflächenwassers beeinflusst die Durchmischungstiefe, das Lichtklima und den Nährstoffeintrag aus tieferen Wasserschichten.....
Geschrieben von Spiegel Online am Donnerstag, 7. Februar 2008. Bisher wurde dieser Artikel 40 mal aufgerufen
Sollten Sie einen defekten Link in unseren Artikeln finden, benachrichtigen Sie uns bitte unter
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie es sehen können
Planktonalgen sind in Zeiten des Klimawandels nicht mehr nur reine Forschungsobjekte - sie werden auch als Speichermedium für das Treibhausgas Kohlendioxid zunehmend interessant. Erstmals gelang es nun einem internationalen Forscherteam des Alfred-Wegener-Instituts (AWI), den kompletten Lebensraum zwischen der Algenblüte an der Wasseroberfläche und dem Meeresboden in 3000 bis 4000 Meter Tiefe zu untersuchen.
Die Meeresbiologen um Ulrich Bathmann an Bord des deutschen Forschungseisbrechers "Polarstern" hatten einen 700.000 Quadratkilometer großen Teppich aus Planktonalgen vor der Antarktis untersucht. Die Algen binden während der Blüte das Kohlendioxid aus der Atmosphäre. Wissenschaftler halten es für denkbar, auf diese Weise gezielt das Treibhausgas Kohlendioxid aus der Atmosphäre im Ozean zu speichern. Vor einigen Jahren war es AWI-Wissenschaftlern bereits im Südatlantik gelungen, durch das Ausstreuen von Eisenoxid das Planktonwachstum deutlich zu fördern....
Geschrieben von SPIEGEL ONLINE am Montag, 26. November 2007. Bisher wurde dieser Artikel 80 mal aufgerufen
Sollten Sie einen defekten Link in unseren Artikeln finden, benachrichtigen Sie uns bitte unter
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie es sehen können
Es sind Ausbrüche des Lebens, die andere das Leben kosten: Algenblüten sind spontane Massenvermehrungen von Kleinstlebewesen. Wo sie auftreten, entsteht eine Todeszone, aus der kein Fisch lebend herauskommt. Ein Satellitenbild zeigt jetzt eine besonders große Algenblüte.
Der blaugrüne Fleck besitzt eine gewaltige Ausdehnung: Über mehr als 100 mal 200 Kilometer erstreckt sich die Algenblüte vor der Küste Namibias. Mehrere Tage lang gedieh sie und ist bereits wieder im Vergehen. Aufgenommen wurde sie vom "Aqua"-Satellit der US-Raumfahrtbehörde Nasa....
Geschrieben von IFM-GEOMAR am Montag, 12. November 2007. Bisher wurde dieser Artikel 84 mal aufgerufen
Sollten Sie einen defekten Link in unseren Artikeln finden, benachrichtigen Sie uns bitte unter
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie es sehen können
Das Plankton, die mikroskopisch kleinen Organismen im Meer, erhöht seine CO2 Aufnahme mit steigenden Konzentrationen des Gases und trägt somit dazu bei, den Treibhauseffekt zu vermindern. Eine internationale Forschergruppe unter Leitung des Leibniz-Instituts für Meereswissenschaften (IFM-GEOMAR) in Kiel konnte diesen Effekt erstmals für eine natürliche Planktongemeinschaft nachweisen. In Simulationen des zukünftigen Ozeans haben die Forscher eine bis zu 39% erhöhte CO2 Aufnahme gemessen. Die unerwartete Hilfe im Klimaschutz ist allerdings mit erheblichen Risiken und Nebenwirkungen für die marinen Ökosysteme verbunden. Eine verstärkte CO2 Aufnahme durch das Meeresplankton beschleunigt die Versauerung der tiefen Ozeane, führt dort zu verstärkter....
Geschrieben von Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) am Mittwoch, 11. April 2007. Bisher wurde dieser Artikel 141 mal aufgerufen
Sollten Sie einen defekten Link in unseren Artikeln finden, benachrichtigen Sie uns bitte unter
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie es sehen können
Die aus den Tropen stammenden Cyanobakterien (”Blaualgen”) der Art „Cylindrospermopsis raciborskii“ haben sich bis in die Seen Norddeutschlands ausgebreitet. Das entdeckte eine Forschergruppe des Berliner Leibniz-Instituts für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB).
Die Wissenschaftler um Claudia Wiedner vom IGB fanden heraus, dass sich die winzigen Einwanderer in Gewässern der Berliner Region weiter ausgebreitet haben als bisher angenommen wurde. Der Klimawandel begünstige die Entwicklung, vermuten die Forscher. Sie konnten insgesamt drei Arten tropischer Cyanobakterien im vergleichsweise kalten Norden nachweisen....
Geschrieben von IFM-GEOMAR am Donnerstag, 7. Dezember 2006. Bisher wurde dieser Artikel 116 mal aufgerufen
Sollten Sie einen defekten Link in unseren Artikeln finden, benachrichtigen Sie uns bitte unter
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie es sehen können
Im Ozean gibt es noch viel zu entdecken, denn viele Lebensräume sind hier weitgehend unerforscht. Allerdings ist es sehr selten, eine neue Art von Kalk bildenden Foraminiferen zu finden, die am Meeresboden des oberen Ozeans lebt. Weltweit ist dies zuletzt vor genau zehn Jahren geschehen. Der Grund: Diese einzelligen Organismen sind schon seit Jahren sehr gut untersucht.....