Die Aktivitäten des Menschen auf der Erde führen nicht nur zu einem Anstieg der Kohlendioxidkonzentrationen, die wiederum für die Klimaerwärmung verantwortlich gemacht werden, auch die Emissionen von Stickstoffverbindungen steigen immer stärker an. Wie auch beim Kohlendioxid wird ein Teil dieser Stickstoffverbindungen vom Ozean aufgenommen und umgesetzt. Eine neue internationale Studie unter Beteiligung Kieler Meeresforscher, die am 16. Mai in der amerikanischen Fachzeitschrift „Science“ erscheint, zeigt, dass dieser zusätzliche Stickstoff aus der Atmosphäre im Ozean als Dünger fungiert. Er verstärkt dort die biologische Produktion, führt aber auch zu weiteren Rückkopplungen in Ozean und Atmosphäre.
Durch neue Datenanalysen hat eine Forschergruppe mit 30 Wissenschaftlern aus 11 Ländern den aktuellen Kenntnisstand über den atmosphärischen Stickstoffeintrag in den Ozean zusammengetragen. Die Kernaussagen der Veröffentlichung sind:
Geschrieben von Nikolai Maximenko (University of Hawaii) et al.: Geophysical Research Letters / wissenschaft.de am Donnerstag, 17. April 2008. Bisher wurde dieser Artikel 22 mal aufgerufen
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Die Weltmeere ähneln ein wenig dem Planeten Jupiter: Wie in der Atmosphäre des Gasriesen gibt es auch in den Ozeanen merkwürdige, in Ost-West-Richtung verlaufende Streifen, berichtet das Wissenschaftsmagazin "New Scientist". Wie das jetzt erst von amerikanischen Forschern entdeckte Muster entsteht, ist noch nicht bekannt.
Die Streifen sind jeweils 150 Kilometer breit und ähneln sich in entgegengesetzte Richtungen bewegenden Laufbändern: In einem Band bewegt sich das Wasser nach Osten, im nächsten nach Westen. Die Strömungsgeschwindigkeit beträgt aber nur 36 Meter pro Stunde, stellten die Forscher um Nikolai Maximenko von der University of Hawaii fest....
Geschrieben von Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde am Donnerstag, 7. Februar 2008. Bisher wurde dieser Artikel 40 mal aufgerufen
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Am Samstag, den 9. Februar verlässt das Forschungsschiff Maria S. Merian seinen Heimathafen Rostock in Richtung Las Palmas auf Gran Canaria. Rund 10 Tage braucht es für die Strecke. Die 22-köpfige wissenschaftliche Besatzung unter der Leitung von Dr. Falk Pollehne, Meeresbiologe am IOW, wird erst dort an Bord gehen. Ihre Arbeitsgeräte haben die Wissenschaftler jedoch bereits in diesen Tagen verladen. Von Las Palmas startet die Merian am 19. Februar und wird für den Abschnitt bis Namibia rund 3 Wochen benötigen.
Das wissenschaftliche Thema der Fahrt dreht sich um die Frage, welche Rolle Auftriebsgebiete (das sind Meeresregionen, in denen aufgrund von Strömungen nährstoffreiches, kaltes Tiefenwasser an die Oberfläche kommt und hier meist zu einer explosionsartigen Entwicklung des Lebens führt) im globalen Stickstoffkreislauf spielen. Untersucht werden dabei ozeanische Gebiete mit unterschiedlicher Sauerstoffversorgung - angefangen mit einer Auftriebsregion vor der Küste Mauretaniens mit einem nur geringen Sauerstoffdefizit in Bodennähe, über den so genannten "Angola-Dom", in dem der Sauerstoff bereits deutlich reduziert ist, bis hin zu den Auftriebsgebieten vor Namibia, in denen ausgeprägter Sauerstoffmangel am Boden zu Faulschlamm-Bildung führt. In diesen verschiedenen Seegebieten werden die Wissenschaftler an Bord der Merian untersuchen, wie Bakterien und Algen unter wechselnden Sauerstoffbedingungen mit dem jeweiligen Nährstoffangebot umgehen....
Geschrieben von IFM-GEOMAR am Montag, 3. Dezember 2007. Bisher wurde dieser Artikel 71 mal aufgerufen
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Die Zirkulation im Arktischen Ozean, wie wir sie heute kennen, stellt, verglichen mit der geologischen Vergangenheit, eine Ausnahmesituation dar. Dies zeigten Wissenschaftler des Leibniz-Instituts für Meereswissenschaften (IFM-GEOMAR) in Kiel anhand von geochemischen Analysen an Meeressedimenten aus dem zentralen Arktischen Ozean. Während des überwiegenden Teils der letzten 15 Millionen Jahre wurde demnach die Zirkulation stark durch die Bildung von Meereis beeinflusst und nicht, wie heute, durch einfließendes Wasser aus dem Atlantik bestimmt. Das legt auch nahe, dass das Bildungsgebiet des Nordatlantischen Tiefenwassers, das für die globale Zirkulation und den Wärmeaustausch zwischen niedrigen und hohen Breiten von großer Bedeutung ist, in diesen Zeiten weiter im Süden lag und den Arktischen Ozean daher nicht so stark beeinflussen konnte....
Geschrieben von Eidgenössiche Technische Hochschule Zürich am Mittwoch, 24. Oktober 2007. Bisher wurde dieser Artikel 100 mal aufgerufen
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Könnte die atmosphärische CO2-Konzentration drastischer ansteigen als bisher angenommen? Dafür gibt es zahlreiche Hinweise, wie Klimaforscher der ETH Zürich in einem Artikel im Fachmagazin "Nature" darlegen.
In den Meeren ist die CO2-Konzentration sechzigmal höher als in der Atmosphäre. Im globalen Kohlenstoff-Kreislauf bindet das Meer einen Teil des atmosphärischen CO2, gibt aber auch wieder CO2 in die Atmosphäre ab. Etwa die Hälfte des menschlichen CO2-Ausstosses wird auf natürliche Art und Weise von den Meeren absorbiert. Umso wichtiger ist es zu verstehen, wie der CO2-Austausch zwischen Ozean und Atmosphäre funktioniert. Neuste Forschungsergebnisse zeigen nun, dass während der Eiszeit mehr CO2 im Ozean gespeichert werden konnte als heute....
Geschrieben von Sabine Ranke-Heinemann / Australisch-Neuseeländischer Hochschulverbund / Institut Ranke-Heinemann am Dienstag, 25. September 2007. Bisher wurde dieser Artikel 113 mal aufgerufen
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Durch Wind erzeugte Meereswellen gehören zu den komplexesten Studienthemen in der Physik. Australische Wissenschaftler haben nun erstmalig den beim Brechen von Wellen auftretenden Energieverlust untersucht.
Für Dr. Alexander Babanin vom Centre for Sustainable Infrastructure der Swinburne University in Australien und Professor Ian Young ist die aktuelle Untersuchung Bestandteil ihrer umfangreichen Studien zu den drei Hauptprozessen in der Evolution einer Welle - der eigentlichen Wellengenerierung durch den Wind, der Interaktion der Wellen untereinander...
Geschrieben von Max-PlankInstitut für Meteorologie / Hamburg am Samstag, 18. August 2007. Bisher wurde dieser Artikel 227 mal aufgerufen
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Seit Jahren wird darüber diskutiert, ob der Golfstrom der Nordeuropa mit karibischer Wärme versorgt und für unser mildes Klima verantwortlich vor dem Zusammenbruch steht. Nun hat ein internationales Wissenschaftler-Team mit einem speziellen Netz von Messgeräten, ein Jahr lang die Schwankungen in der Stärke der Fließgeschwindigkeiten und durchfließenden Wassermassen beobachtet und die Ergebnisse in der Zeitschrift „Sience“ veröffentlicht....
Geschrieben von Florida Sate University / Übersetzung und Erweiterung M. Siedler / Aqua-Globe am Montag, 13. August 2007. Bisher wurde dieser Artikel 121 mal aufgerufen
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In der Mitte des Atlantiks, auf halbem Weg zwischen New York und Portugal, zieht sich in 1500 bis 3000 m Tiefe das größte Gebirge der Erde von Norden nach Süden. Seine Länge beträgt rund 16.000 km und reicht von Island bis zum Südpolarmeer. Seine höchsten Gipfel, zu denen z. B. Island und die Azoren gehören, ragen noch weit über 2500 m über den Meeresspiegel hinaus.
In den Schluchten dieses gewaltigen Gebirges gibt es sehr starke Strömungsturbulenzen die für eine Vermischung von kaltem Tiefseewasser mit dem wärmeren Oberflächenwasser sorgen. Wie stark diese Strömungen tatsächlich sind, haben amerikanische und französische Meeresforscher nun in einer dreiwöchigen Forschungsreise im Gebiet der Azoren ermittelt....
Geschrieben von IFM-GEOMAR / Kiel am Dienstag, 31. Juli 2007. Bisher wurde dieser Artikel 114 mal aufgerufen
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Eine neue Studie deutscher und russischer Wissenschaftler, die seit fast vier Jahrzehnten regelmäßig zu Temperaturmessungen in den Südatlantik fahren, zeigt: Das kälteste Wasser, das dort am Boden der Tiefsee vorkommt, wird immer wärmer. Unklar ist noch, ob dieser Trend seinen Ursprung in der Antarktis hat und wie er sich langfristig auf die globale Ozeanzirkulation auswirken wird....
Geschrieben von Martin Visbek / Leibnitz Institut für Meereswissenschaften / Kiel am Dienstag, 24. Juli 2007. Bisher wurde dieser Artikel 115 mal aufgerufen
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Drei Meeresforscher glauben, eine Erklärung für ein 33 Jahre altes Phänomen in der Antarktis gefunden zu haben. Damals wurde auf Satellitenbildern ein mehrjähriges riesiges Loch im Winter-Eis des Weddell-Meeres entdeckt, für dessen Erscheinen die Wissenschaft bislang keine Erklärung hatte. Die Forscher stellten jetzt ein Modell auf, das starke Klimaschwankungen in der Antarktis für das Phänomen verantwortlich macht.
Satellitendaten von der Eisbedeckung der Antarktis zeigten 1974 erstmals ein riesiges Loch, welches sich über 250.000 Quadratkilometer erstreckte. Dies entspricht in etwa der Fläche aller westlichen Bundesländer zusammen. Forscher tauften es damals die “Weddell Polynya” ....
Geschrieben von SPIEGEL ONLINE am Montag, 23. Juli 2007. Bisher wurde dieser Artikel 117 mal aufgerufen
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Wurde Großbritannien wirklich wegen einer Flut zur Insel? Ja, sagen britische Forscher - und liefern erstmals wissenschaftliche Daten zum Beweis. Karten des Meeresgrunds zufolge gab es sogar zwei Trennungsfluten.
Die 3D-Karte des Ärmelkanals zeigt es eindeutig. Sie wurde zusammengestellt aus hochauflösenden Sonar-Daten, und für Sanjeev Gupta vom Imperial College in London liefert sie den Beweis: Durch eine Riesen-Flutwelle soll Großbritannien zum größten Eiland Europas, zur achtgrößten Insel der Welt geworden sein.....