Doug Capone von der University of Southern California in Los Angeles und seine Kollegen berichten, dass der Amazonas und andere große Flusssysteme durch ihren Nährstoffeintrag die Kohlenstoffaufnahme der tropischen Ozeane überraschend stark fördern.
Die aus den Flüssen geschwemmten Eisen- und Phosphatverbindungen treiben insbesondere in den Tropen das Wachstum von dort lebenden diazotrophen (=Diazotrophie nennt man die Stickstofffixierung durch zelluläre Organismen, die keinen Zellkern besitzen) Mikroorganismen an, die dann verstärkt Stickstoff und Kohlenstoff aus der Atmosphäre binden und in organische Materie umsetzen.....
Geschrieben von Nature / spektrumdirekt am Freitag, 22. Februar 2008. Bisher wurde dieser Artikel 60 mal aufgerufen
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Eine neue Theorie erklärt, warum junge ozeanische Kruste tiefer als ältere Kruste in den Mantel absinkt. Forscher um Saskia Goes vom Imperial College in London hatten dazu die Subduktionsprozesse an aktiven Plattenrändern im Pazifischen Ozean im Modell nachgestellt.
Junge ozeanische Krustenstücke, die an der Westküste Zentralamerikas unter die kontinentale Platte abtauchen, reichen mit mehr als 700 Kilometer sehr tief in den Erdmantel. Außerdem sinken sie mit mehr als acht Zentimetern pro Jahr ungewöhnlich schnell ab.
Derart junge ozeanische Kruste ist mit einem Alter von weniger als 60 Millionen Jahren noch biegsamer als ältere Kruste, erklären die Wissenschaftler. Kommen die jungen Platten in die Übergangszone zwischen oberem und unterem Mantel....
Geschrieben von MARUM – Zentrum für Marine Umweltwissenschaften am Mittwoch, 13. Februar 2008. Bisher wurde dieser Artikel 45 mal aufgerufen
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Ein neues Ökosystem, das eventuell zu den ältesten Lebensbereichen überhaupt gehört, beschreibt Prof. Jörn Peckmann vom MARUM – Zentrum für Marine Umweltwissenschaften in einem jetzt erschienenem Artikel im Fachjournal Geobiology. Er und sein Team fanden mineralische Ablagerungen in ehemaligen Hohlräumen von vulkanischem Gestein, die sich am besten dadurch erklären lassen, dass Mikroben in dem Gestein gelebt haben. Die Proben stammen aus Gesteinen, die am Meeresboden als Lava ausgetreten sind, jetzt aber im Rheinischen Schiefergebirge zutage treten.
"Mikroben sind hart im Nehmen, sie leben selbst dort, wo man es wirklich nicht vermuten würde“, so der Geologe Jörn Peckmann vom MARUM an der Universität Bremen. "Ein solcher Ort ist mitten im Gestein.“ Doch wie kommen die Mikroben dorthin? Wenn aus einem untermeerischen Vulkan Lava austritt, so kühlt das Meerwasser die Lava schnell ab. Es entstehen so genannte....
Geschrieben von Spiegel Online am Montag, 4. Februar 2008. Bisher wurde dieser Artikel 61 mal aufgerufen
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In den Tiefen des Atlantiks liegt Lost City, eine bizarre Welt aus hoch aufragenden Kalksteinen. Chemische Reaktionen produzieren dort Kohlenwasserstoffe, die Grundbausteine des Lebens. Hier, so vermuten Forscher, könnte einst das irdische Leben entstanden sein.
3700 Kilometer östlich von Florida, in fast 800 Metern Tiefe, gibt es eine fremdartige Welt auf dem Boden des Atlantiks: Lost City, die verlorene Stadt, nennen die Wissenschaftler die im Jahr 2000 entdeckte bizarre Landschaft aus weißlichen, bis zu 60 Meter hohen Kalksteinfelsen. Forscher vermuten, dass an Orten wie diesem einst das Leben auf der Erde entstanden sein könnte - und haben dafür jetzt neue Indizien gefunden.
In Lost City gibt es hydrothermale Quellen, aus denen bis zu 90 Grad heißes Wasser entweicht. Damit ist es bei weitem kälter als das 400 Grad heiße Wasser der Schwarzen Raucher - anderen Tiefsee-Quellen, die ihre Farbe Eisen- und Schwefel-Verbindungen verdanken, die wie dunkler Rauch aussehen.....
Geschrieben von IFM GEOMAR am Montag, 28. Januar 2008. Bisher wurde dieser Artikel 60 mal aufgerufen
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Die Prozesse, die sich an den Grenzen von Kontinentalplatten abspielen, sind offenbar komplexer als bisher gedacht. Darüber berichten Kieler Wissenschaftler am 27. Januar in der Onlineausgabe der internationalen Wissenschaftszeitschrift "Nature". Untersuchungen einer internationalen Forschergruppe vor der Küste Mittelamerikas zeigen, dass es beim Abtauchen des Meeresbodens unter den amerikanischen Kontinent zu bisher unerkannten Fließrichtungen im Mantel kommt. Diese Bewegungen gibt es nicht nur quer zur Küste wie bisher geglaubt, sondern auch parallel zum aktiven Vulkanbogen entlang des Kontinents. Die neu entdeckten Bewegungen im Mantel sind möglicherweise eine Folge der Wanderung der Subduktionszone relativ zum Kontinent. Die Erkenntnisse aus der neuen Studie erfordern eine Modifikation bisheriger geologischer Modelle, die auch als Basis für Risikoabschätzungen für Erdbeben und Vulkaneruptionen dienen. Weiterhin haben diese neuen Erkenntnisse....
Geschrieben von Nature / spektrumdirekt am Freitag, 11. Januar 2008. Bisher wurde dieser Artikel 64 mal aufgerufen
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Mit Hilfe von Seismometern ist es Geologen erstmals gelungen, das hydrothermale System so genannter Schwarzer Raucher - heißer Tiefseequellen - von der Herkunft des Wassers bis zu dessen neuerlichen Austritt zu entschlüsseln.
Die Studien von Maya Tolstoy von der Columbia-Universität in New York und ihren Kollegen werfen dabei das bislang gezeichnete Bild der Hydrothermalquellen über den Haufen: Laut bisheriger Annahmen presst der hohe Druck das Wasser durch große Bruchlinien in das Gestein, die sich an den Flanken des mittelozeanischen Rücken befinden. Anschließend soll oberflächennaher Vulkanismus das Nass aufheizen, weshalb es aufsteigt und in den zentralen Bereichen des Rückens wieder austritt....
Geschrieben von Marum & DFG-Forschungszentrum Ozeanränder am Freitag, 11. Januar 2008. Bisher wurde dieser Artikel 45 mal aufgerufen
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Natürliche Methaneis-Kristalle erreichen Durchmesser von ca. 0,6 Millimeter, während im Labor erzeugte Methaneisproben nur etwa 0,04 Millimeter groß sind. „Wir waren von den Ergebnissen völlig überrascht – anhand von im Labor erzeugten Kristallen dachten wir, das natürliche Kristalle viel kleiner sind“, so Stephan Klapp. „Anscheinend verändern sich die Kristalle nach ihrer ersten Bildung noch und wachsen. Vielleicht ist es sogar möglich, dass die Größe etwas über das Alter von Methaneis verrät“, mutmaßt der Geologe.
Methaneis ist ein wichtiger Teil im globalen Kohlenstoffkreislauf. Die schieren Mengen, die im Meeresboden lagern, enthalten mehr Energie als alle Öl-, Kohle- und Gasvorräte der Welt zusammen. Gleichzeitig ist das in ihm enthaltene Methan 30-Mal klimaschädlicher als Kohlendioxid, wenn es in die Atmosphäre gelangt. Von daher ist es wichtig, dass wir so viel wie möglich über diesen Stoff erfahren. Dazu gehört auch die Kenntnis seiner Kristallstruktur. Denn dieses Wissen hilft, zu verstehen, wie sich Methaneis bildet, wie es wächst und welche Prozesse in seiner Umgebung ablaufen....
Geschrieben von IFM-GEOMAR / M. Siedler – Aqua-Globe am Donnerstag, 10. Januar 2008. Bisher wurde dieser Artikel 57 mal aufgerufen
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Wenn sich Methangas im Meeresgrund der Tiefsee, unter dem dort herrschenden hohen Druck und den niedrigen Temperaturen mit Wasser verbindet und zu Eis erstarret, spricht man von Methanhydrat. Methanhydrat ist also ein gefrorenes Gas-Wasser-Gemisch im Meeresgrund oder auch in den Steilwänden der Kontinentalhänge und von unterseeischen Bergen.
Dieses Gas-Wasser-Eis wirkt in den kleinen Zwischenräumen der einzelnen Sand- und Schlammstücke im Meeresgrund, wie Zement zwischen den Backsteinen einer Mauer und macht den Meeresgrund und die Steilhänge fest und stabil.
Bildet sich das Methanhydrat zwischen den Körnchen jedoch schon bevor diese sich richtig gesetzt und verdichtet haben, verhindert es, dass die Körnchen richtig dicht beieinander liegen können. Wenn das Gashydrat nun durch steigende Temperaturen (z. B. durch wärmeres Wasser oder weniger Druck) schmilzt, werden der Meeresgrund und die Steilhänge der Unterwasserberge weich....
Geschrieben von GeoForschungsZentrum Potsdam am Mittwoch, 19. Dezember 2007. Bisher wurde dieser Artikel 46 mal aufgerufen
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Das Tsunami-Frühwarnsystem für den Indischen Ozean (GITEWS) befindet sich auf gutem Weg, wichtige Meilensteine wie die Entwicklung der automatischen Erdbebenauswertesoftware SeisComP3, sowie die Unterwasserkommunikation zur Übertragung der Druckdaten vom Ozeanboden an ein Warnzentrum sind bereits entwickelt. Auch liegen Berechnungen von Ozeanmodellen inklusive der Quellmodellierungen vor und stehen in einer Datenbank zur Verfügung. Der Betriebsstart Ende 2008 kann somit in Angriff genommen werden. Dieses positive Fazit zieht das GITEWS-Konsortium deutscher Geo- und Meereswissenschaftler anlässlich des bevorstehenden dritten Jahrestages der Katastrophe vom 26.12.2004.
Direkt nach der Katastrophe, die seinerzeit nahezu einer Viertelmillion Menschen das Leben kostete, erteilte die Bundesregierung der Helmholtz-Gemeinschaft, vertreten durch das GeoForschungZentrum Potsdam (GFZ) den Auftrag zur Entwicklung eines Tsunami-Frühwarnsystems...
Geschrieben von Gregory Moore (Japan Agency for Marine Earth Science and Technology) / Ute Kehse - wissenschaft.de am Dienstag, 20. November 2007. Bisher wurde dieser Artikel 66 mal aufgerufen
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Im Nankai-Graben vor der Küste Japans ereignen sich immer wieder schwere Erdbeben. Nun haben amerikanische und japanische Forscher herausgefunden, welcher Teil der Störung für einen verheerenden Tsunami im Jahr 1944 verantwortlich war, bei dem 1.200 Menschen starben.
Die Forscher um Gregory Moore blickten mit Hilfe besonders genauer dreidimensionaler seismischer Messungen in die Erdkruste vor der Insel Honshu. Die verwendeten Techniken werden bei der kommerziellen Erdölsuche routinemäßig eingesetzt. An der untersuchten Störungszone, dem Nankai-Graben, taucht die philippinische Platte unter die eurasische Platte ab. Solche sogenannten Subduktionszonen....
Geschrieben von Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung am Freitag, 16. November 2007. Bisher wurde dieser Artikel 61 mal aufgerufen
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Ein neu entwickeltes Bodendruck-Messsystem soll Tsunamis schon kurz nach ihrer Entstehung auf der hohen See erkennen, um Vorwarnzeiten zu optimieren und Fehlalarme zu vermeiden. Wissenschaftler der Arbeitsgruppe „Marine Messsysteme“ des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung in der Helmholtz-Gemeinschaft leiten das Teilprojekt und haben das Messsystem im November 2007 in der Tiefsee vor den Kanarischen Inseln erfolgreich getestet. Damit ist ein weiterer Meilenstein bei der Entwicklung des Tsunami-Frühwarnsystems...