Ein Froschei lebt gefährlich: Im Wasser lauern Räuber, an Land droht Austrocknung durch die Sonne. Je nachdem, welches Risiko größer ist, platziert eine Froschart ihren Nachwuchs im oder über dem Nass. Eine Wahl, die sonst kein Wirbeltier hat. Der freie Fall steht am Anfang ihres Lebens. Denn Kaulquappen des neotropischen Bromelien-Laubfrosches (Dendropsophus ebraccatus) schlüpfen aus Eiern, die an Blättern oberhalb der Wasseroberfläche kleben. So vermeiden die Frösche, dass ihr Nachwuchs bereits als Laich zur Mahlzeit schwimmender Fressfeinde wird. Der Nachteil der Strategie besteht allerdings darin, dass die Eier sehr trockenheitsresistent sein müssen.
Verblüfft beobachteten Justin Touchon und Karen Warkentin von der Boston University jedoch im Jahre 2006, wie D. ebraccatus in einem der prallen Sonne ausgesetzten Teich in einem alten Steinbruch seine Eier direkt im Wasser platzierte - ganz entgegengesetzt....
Geschrieben von IFM-GEOMAR am Montag, 19. Mai 2008. Bisher wurde dieser Artikel 4 mal aufgerufen
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Die Aktivitäten des Menschen auf der Erde führen nicht nur zu einem Anstieg der Kohlendioxidkonzentrationen, die wiederum für die Klimaerwärmung verantwortlich gemacht werden, auch die Emissionen von Stickstoffverbindungen steigen immer stärker an. Wie auch beim Kohlendioxid wird ein Teil dieser Stickstoffverbindungen vom Ozean aufgenommen und umgesetzt. Eine neue internationale Studie unter Beteiligung Kieler Meeresforscher, die am 16. Mai in der amerikanischen Fachzeitschrift „Science“ erscheint, zeigt, dass dieser zusätzliche Stickstoff aus der Atmosphäre im Ozean als Dünger fungiert. Er verstärkt dort die biologische Produktion, führt aber auch zu weiteren Rückkopplungen in Ozean und Atmosphäre.
Durch neue Datenanalysen hat eine Forschergruppe mit 30 Wissenschaftlern aus 11 Ländern den aktuellen Kenntnisstand über den atmosphärischen Stickstoffeintrag in den Ozean zusammengetragen. Die Kernaussagen der Veröffentlichung sind:
Geschrieben von Dr. Lothar Stramma - IFM-GEOMAR am Montag, 5. Mai 2008. Bisher wurde dieser Artikel 6 mal aufgerufen
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Meereswissenschaftler sind einer weiteren alarmierenden Veränderung auf die Spur gekommen. In einigen Regionen des Weltozeans nimmt der Sauerstoffgehalt ab, der die Lebensgrundlage für marine Organismen darstellt. Als Ursache für den Rückgang werden durch den globalen Klimawandel verursachte Umweltveränderungen angenommen. In der jetzt in dem renommierten Wissenschaftsjournal „Science“ veröffentlichten Studie unter Leitung von Dr. Lothar Stramma vom Kieler Leibniz-Institut für Meereswissenschaften (IFM-GEOMAR) konnte mit Hilfe von Beobachtungsdaten gezeigt werden, dass der Sauerstoffgehalt der tropischen Ozeane in den letzten 50 Jahren unterhalb der durchmischten Deckschicht im Bereich 300 bis 700 m Tiefe abgenommen hat. Da insbesondere große Meereslebewesen Gebiete mit geringem Sauerstoffgehalt meiden bzw. dort nicht länger existieren können, haben Änderungen des Sauerstoffgehalts im Ozean weitreichende biologische und wirtschaftliche Konsequenzen.
Schon länger ist bekannt, dass die Sauerstoffverteilung im Ozean nicht gleichmäßig ist. An den östlichen Rändern der tropischen Ozeane existieren in etwa 200-800 m Tiefe Zonen mit reduziertem Sauerstoffgehalt, die Sauerstoffminimumzonen genannt werden. Bedingt durch den CO2-Anstieg.....
Geschrieben von Manfred am Dienstag, 5. Juli 2005. Bisher wurde dieser Artikel 149 mal aufgerufen
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Korallen und Plankton werden durch die immer saurer werdenden Ozeane erheblich in Mitleidenschaft gezogen. Ursache dafür ist der steigende CO2-Anteil, der den pH-Wert der Meere verändert. Britische Forscher haben einen Bericht in der jüngsten Ausgabe des Wissenschaftsmagazins "Nature" veröffentlicht, wonach dringende Treibhausgasreduktionen notwendig sind...
Geschrieben von Ludwig-Maximillians-Universität / München am Montag, 14. Mai 2007. Bisher wurde dieser Artikel 177 mal aufgerufen
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Seit Jahrzehnten versucht die Forschung zu rekonstruieren, was vor etwa vier Milliarden Jahren auf unserem Planeten geschah. Schließlich entstand in diesem geologischen Zeitalter das Leben auf unserem Planeten. Noch immer ist nicht zweifelsfrei geklärt, wie aus einzelnen molekularen Strukturen einfache Lebensformen entstehen konnten. Denn diese Prozesse setzen nicht zuletzt eine hohe Ausgangskonzentration der Biomoleküle voraus, die in der „Ursuppe“ der frühzeitlichen Ozeane wohl nur stark verdünnt vorkamen. Ein internationales Team um Dr. Dieter Braun, Leiter einer Emmy-Noether-Nachwuchsgruppe am Lehrstuhl für Angewandte Physik der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München, konnte nun einen Mechanismus nachweisen, der eine exponentielle Akkumulation ermöglicht haben könnte. Wie die Forscher im Fachjournal „Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS)“ berichten, kann es im Porensystem von hydrothermalen Quellen am Meeresboden – die vielfach als Ursprungsort des Lebens auf der Erde gelten – wegen großer Temperaturunterschiede lokal zu einer hohen Konzentration von Biomolekülen kommen....
Geschrieben von Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung am Mittwoch, 13. Dezember 2006. Bisher wurde dieser Artikel 110 mal aufgerufen
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Die Weltmeere absorbieren CO2 aus der Atmosphäre, wodurch sie einen entscheidenden Einfluss auf das Klima haben. Diese Fähigkeit wurde aber durch die zunehmenden Klimaveränderungen stark beeinträchtigt. Die European Space Agency (ESA) startet nun zwei Projekte, die systematisch Daten über die Farbe und Temperatur der Weltmeere sammeln sollen. Die ESA hofft dadurch, eine Bestandsaufnahme und Prognosen für die Zukunft erstellen zu können...
Geschrieben von Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung am Donnerstag, 2. März 2006. Bisher wurde dieser Artikel 136 mal aufgerufen
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Methan vom Meeresgrund trägt stärker zur globalen Erwärmung bei als bisher angenommen. Zu diesem Ergebnis kommen Wissenschaftler des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung nach Untersuchungen an einem Schlammvulkan in der Tiefsee zwischen Norwegen und Spitzbergen.
Ein wichtiger Faktor für den derzeitigen globalen Klimawandel ist der Treibhauseffekt. Verantwortlich dafür sind unter anderem die beiden Gase Kohlendioxyd und Methan. Sie verhindern, dass überschüssige Wärme von der Erde ins Weltall abgestrahlt wird. Ein Methanmolekül ist hierbei über 20-mal wirkungsvoller als Kohlendioxyd und leistet damit einen deutlichen Beitrag zur Erderwärmung....
Geschrieben von Dr. David Völker - Institut für Geologie d. Freien Universität Berlin/Manfred Siedler - Aqua-Globe am Donnerstag, 8. Dezember 2005. Bisher wurde dieser Artikel 152 mal aufgerufen
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Der vertikale Transport von Partikeln, Nährstoffen und Kohlenstoff innerhalb der Ozeane erfolgt vermittelt durch Organismen. Die photosynthetische Aktivität der Primärproduzenten (einzelligen Algen) der Ozeane ist auf die lichtdurchflutete (photische) Zone, also die oberste “Haut” der Ozeane beschränkt ...
Geschrieben von Dr. David Völker - Institut für Geologie d. Freien Universität Berlin/Manfred Siedler - Aqua-Globe am Donnerstag, 8. Dezember 2005. Bisher wurde dieser Artikel 129 mal aufgerufen
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Meerwasser enthält in geringem Maß gelöste Gase wie Stickstoff, Sauerstoff, Kohlendioxyd, Wasserstoff und Spurengase. Die Löslichkeit (die maximal lösliche Menge) von Gasen in Seewasser ist von der Temperatur und dem Salzgehalt...
Geschrieben von Dr. David Völker - Institut für Geologie d. Freien Universität Berlin/Manfred Siedler - Aqua-Globe am Donnerstag, 8. Dezember 2005. Bisher wurde dieser Artikel 128 mal aufgerufen
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Als Verdünnungsbecken werden Nebenmeere mit reduziertem Salzwasseraustausch mit den großen Ozeanen bezeichnet.
Bei diesen Meeren übersteigt die Frischwasserzufuhr durch Niederschläge, den Eintrag durch Flüsse sowie die Verdunstung von Salzwasser an der Oberfläche...
Geschrieben von Dr. David Völker - Institut für Geologie d. Freien Universität Berlin/Manfred Siedler - Aqua-Globe am Donnerstag, 8. Dezember 2005. Bisher wurde dieser Artikel 172 mal aufgerufen
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Als Konzentrationsbecken werden Nebenmeere mit reduziertem Austausch mit den großen Ozeanen bezeichnet, bei denen die Verdunstung an der Oberfläche (Evaporation) die Frischwasserzufuhr durch Niederschläge und Eintrag durch die Flüsse übersteigt...