Die Mehrheit der IWC-Mitgliedsstaaten stimmte heute gegen den Antrag Dänemarks, den grönländischen Walfang um eine Quote von 10 Buckelwale pro Jahr auszuweiten. Nach intensiven Verhandlungen hinter den Kulissen erreichte der Antrag nicht die für die Annahme notwendige ¾ Mehrheit. Die Länder der EU, die auch Mitglied der IWC sind, haben bei dieser Abstimmung zum ersten Mal bei einer IWC-Tagung als Block abgestimmt und den Antrag Dänemarks abgelehnt. “Wir sind äußerst erleichtert, dass die Wiederaufnahme der Jagd auf Buckelwale in europäischen Gewässern verhindert wurde. Die Annahme dieses Antrags wäre ein Präzedenzfall für die Genehmigung eines Walfangs mit kommerziellen Elementen unter dem Namen des „Walfangs indigener Völker“ gewesen“, erklärt Nicolas Entrup, Geschäftsführer der WDCS Deutschland vor Ort....
Geschrieben von Senat der Bundesforschungsinstitute im Geschäftsbereich des BMELV am Dienstag, 15. April 2008. Bisher wurde dieser Artikel 33 mal aufgerufen
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Wenn man als Verbraucherin oder Verbraucher im Laden vor den Fischen im Eis steht und liest, wo diese gefangen wurden, möchte man schon sicher sein, dass es stimmt, so wie auch der Fischhändler wissen muss, dass seine Angaben nachgeprüft werden können. Ebenso ist von Bedeutung, dass die Fanggründe bekannt und unbelastet sind. Das bekommen die Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen nicht allein im Labor heraus, sondern sie müssen zu den Fischen hinfahren. So war das Ziel dieser Forschungsreise, umfangreiches Probenmaterial von verschiedenen Speisefischarten zu gewinnen, um jetzt mit molekularbiologischen und chemischen Verfahren Unterschiede zwischen Fanggründen von Fischen auf dem deutschen Markt bestimmen zu können. Um zu prüfen, wie sich z. B. ein Ostseehering von seinen Verwandten im Nordatlantik unterscheidet, werden Analysen der Nukleinsäuren (DNA, RNA) - als Ausdruck genetischer Unterschiede - sowie stabiler Isotope (z. B. des Stickstoffs) und bestimmter Fettsäuren - als Parameter, die durch unterschiedliche Nahrung beeinflusst werden - vorgenommen. Hier gibt es noch Forschungsbedarf, auch im Hinblick auf die Erstellung einer umfassenden Datenbank für die unterschiedlichen Fanggründe und Fischarten.....
Geschrieben von pressetext am Donnerstag, 27. März 2008. Bisher wurde dieser Artikel 22 mal aufgerufen
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Fischzüchter sollen ihre Fische in Zukunft im freien Meer aussetzen, aufwachsen lassen und anschließend auf Knopfdruck zurück ins Netz holen können. Wissenschaftler des Marine Biological Laboratory in der Nähe von Boston glauben, die Tiere darauf trainieren zu können, beim Erklingen eines bestimmten Tons zu einem ausgewählten Ort zurückzukommen. Ziel ist es, die Kosten in der Fischerei zu senken. Die Züchter könnten die Fische tagelang ins Meer entlassen und so Futter sparen. Die Industrie dürfte trotzdem skeptisch auf den Vorschlag reagieren, vermutet Randy MacMillan, Präsident der National Aquaculture Association.
Das Projekt begann im Sommer 2007 mit 6.500 Testfischen.....
Geschrieben von pressetext / M. Siedler - Aqua-Globe-Project am Donnerstag, 13. März 2008. Bisher wurde dieser Artikel 42 mal aufgerufen
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"Es ist, als walze man einen Wald nieder, um die dort lebenden Rehe zu erlegen"
Die Stahlseile, die in der kommerziellen Tiefseefischerei verwendet werden, haben eine viel vernichtendere Wirkung auf die Fischbestände als bisher angenommen. Zu diesem Schluss kommt eine Studie von schottischen Forschern. Dies sei auch ein Grund dafür, dass die Fischbestände in der Tiefsee vor der Küste Irlands dramatisch abnehmen, berichtet das Wissenschaftsmagazin Nature in seiner Online-Ausgabe. David Bailey von der University of Glasgow hat gemeinsam mit John Gordon von der Scottish Association of Marine Science in Oban die aktuellen Daten einer 1979 begonnenen Studie über Schleppnetzfischerei vor der irischen Küste beim Ocean Sciences Meeting der American Geophysical Union in Orlando, Florida, präsentiert und die Fangzahlen der Perioden 1979 bis 1989 mit denen von 1997 bis 2002 verglichen. Auffällig war, dass die Schleppnetze immer tiefer eingesetzt wurden. Die Studie zeigte auf, dass die Zahl der Fische um etwa 50 Prozent abgenommen hatte.....
Geschrieben von WWF / M. Siedler – Aqua-Globe / Greenpeace am Dienstag, 26. Februar 2008. Bisher wurde dieser Artikel 41 mal aufgerufen
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Die Zahl der Fischprodukte mit dem MSC-Siegel hat sich seit 2005 nahezu verfünffacht. Knapp 1.200 Erzeugnisse weltweit tragen das vom WWF mit auf den Weg gebrachte Label des „Marine Stewardship Council“ für eine umweltschonende Fischerei.
Der MSC ist die richtige Antwort auf die globale Überfischung“, meint WWF-Fischereiexpertin Karoline Schacht. Der WWF empfiehlt Verbrauchern, beim Fischkauf auf das ovale MSC-Siegel mit dem stilisierten weißen Fisch zu achten.
ABER...., in Umweltschutzkreisen ist auch das MSC-Siegel nicht makellos. So wies Greenpeace im September 2007 auf die Gefährdung des Hoki hin. Laut Greenpeace sind nur noch 15 – 24 % der noch nicht weggefangenen Fische in einem laichfähigen Alter. Viel zu wenige, um die Art bei weiterer Fischerei zu erhalten. Trotzdem erhielt die Fischerei auf diese Tiefseeart das MSC-Siegel...
Geschrieben von WWF am Montag, 25. Februar 2008. Bisher wurde dieser Artikel 33 mal aufgerufen
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Am 25. Februar tritt eine neue Verordnung der Europäischen Union zum Washingtoner Artenschutzübereinkommen (CITES) in Kraft. Damit werden die Beschlüsse der Artenschutzkonferenz CITES vom Juni 2007 EU-weit umgesetzt. Die Neuerung gilt als wichtige Weichenstellung für den Artenschutz. „Als weltgrößter Importeur von Wildtieren und -pflanzen nimmt die EU eine Schlüsselrolle für das Überleben bedrohter Arten ein“, sagt WWF-Artenschutzexperte Volker Homes. „Auch in Deutschland ist der illegale Artenhandel nach wie vor ein großes Problem.“ Die neue Regelung soll sowohl Verbesserungen im Kampf gegen den Artenschmuggel als auch für die legale und nachhaltige Nutzung artengeschützter Tiere und Pflanzen bringen.
Nach Angaben von TRAFFIC, dem gemeinsamen Artenschutzprogramm von WWF und Weltnaturschutzunion IUCN, importierte die EU von 2000-2005 etwa 70 Prozent aller geschützten lebenden Vogelarten und 50 Prozent des weltweit gehandelten Kaviars....
Geschrieben von WWF / Aqua-Globe-Project am Freitag, 22. Februar 2008. Bisher wurde dieser Artikel 42 mal aufgerufen
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Die handelsüblichen Gütesiegel für Fisch aus Aquakulturen weisen meist erhebliche Mängel auf. Dies geht aus einer WWF-Untersuchung von 17 auf dem europäischen Markt verbreiteten Zertifikaten hervor. „Kein Siegel erfüllt alle WWF-Kriterien. Allerdings schneiden Bio-Label besser ab als konventionelle Zertifikate“, erläutert WWF-Fischereiexpertin Catherine Zucco. Bei der Untersuchung wurden Umwelt-, Sozial-, Tierschutz- sowie organisatorische Kriterien berücksichtigt.
Die Aquakultur ist mit Steigerungsraten von durchschnittlich neun Prozent seit 1970 der am schnellsten wachsende Zweig in der weltweiten Ernährungswirtschaft. 2005 wurden fast 48 Millionen Tonnen Fisch und Meeresfrüchte in Süßwasser- und Meereszuchten erzeugt. Fast 47 Prozent des von Menschen konsumierten Fisches stammt aus Aquakulturen. Typische Zuchttiere sind beispielsweise Shrimps, Lachs, Austern und Muscheln....
Geschrieben von Britta Rollert, Technologie-Transfer-Zentrum Bremerhaven am Freitag, 15. Februar 2008. Bisher wurde dieser Artikel 40 mal aufgerufen
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Geschmack ist überzeugender als Argumente: Fisch aus Aquakultur schnitt bei den 37 Teilnehmern einer Verkostung durch Ernährungs-wissenschaftler des ttz Bremerhaven durchweg besser ab als Wild-fang. Bei allen Hauptkriterien für Qualität - Geruch, (Nach-) Ge-schmack und Mundgefühl - konnte der gezüchtete Fisch die Tester überzeugen. Damit steht die Auswertung im Einklang mit den bisheri-gen Ergebnissen des EU-Projektes SustainAqua: eine artgerechte, kontrollierte Aquakulturhaltung bringt wohlschmeckendes Fisch-fleisch hervor und bietet dem Verbraucher einen sicheren Genuss. Bremen, Februar 2008. Zweimal der gleiche Fisch, jedoch nicht derselbe Geschmack: Zu einer sensorischen Blindverkostung begrüßte Imke Matul-lat, Projektleiterin im Sensorik-Labor des ttz Bremerhaven, die Besucher des Forums Aquakultur am ersten Messetag der fish international. Serviert wurden zwei Filets vom europäischen Wels, deren Unterschied in ihrem Ursprung lag: Ein Filet stammt aus kontrollierter Aufzucht in Aquakultur, das andere lieferte ein wildgefangener Wels. Der Qualitätsvergleich fiel für die Teilnehmer eindeutig aus: für die große Mehrheit - 27 von 37 Teilnehmern - war der Zuchtfisch der größere Genuss. Er überzeugte Nase und Gaumen und erhielt dementsprechend gute Noten....
Geschrieben von pressetext am Freitag, 1. Februar 2008. Bisher wurde dieser Artikel 50 mal aufgerufen
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Weltweite Korruption setzt den globalen Fischbeständen immer mehr zu. Zu diesem Schluss kommt die World Conservation Union IUCN in einer aktuellen Studie. Die Korruption erfasse sämtliche Bereiche des Fischfangs, kommt die Organisation zum Schluss. Die eigentliche Katastrophe daran sei jedoch, dass sich die Situation noch verschlimmern werde. "Korruption frisst sich in die Knochen der Fischereiindustrie", meint der Experte Andrew Hurd, Deputy Head des IUCN Meeresprogramms. Die international vereinbarten Reglements über Fangquoten würden zumeist nicht eingehalten, da die Mengen der gefangenen Fische weltweit immer weiter abnehmen. Zudem frequentieren immer mehr "Piratenschiffe", die unter falschen Flaggen fahren, die Weltmeere. Ein weiteres großes Problem ist das falsche Ettikettieren von Fischen als "nachhaltig". Unter Druck geraten auch die Fischereiinspektoren, die dem Experten zufolge zunehmend bedroht oder geschmiert werden. Auch die Shrimp-Farmen in den tropischen Regionen stehen auf der Liste der IUCN: Hier würden vielfach Kinder als billige Arbeitskräfte eingesetzt.
Geschrieben von WWF am Freitag, 1. Februar 2008. Bisher wurde dieser Artikel 37 mal aufgerufen
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Obwohl die russische Regierung im vergangenen Jahr den kommerziellen Handel mit Kaviar vollständig verboten hat, will sie weiterhin Kaviar exportieren. Auch auf inländischen Märkten und in Supermärkten ist das "schwarze Gold" nach wie vor problemlos erhältlich. Der WWF fordert Russland auf, die Ausfuhr zu stoppen und geltendes russisches Recht umzusetzen. "Die russischen Störbestände stehen wegen Überfischung vor dem Aus", sagt WWF-Experte Volker Homes. "Besonders vom Beluga-, Russischen und Sternhausen-Stör gibt es fast nur noch fortpflanzungsunfähige Jungtiere, der Rest ist abgefischt." Störe werden erst zwischen sechs und 25 Jahren geschlechtsreif. "Wenn Russland den verbliebenen Stören keine Verschnaufpause gibt, sehe ich schwarz", so der WWF-Experte. Die Fische bräuchten mindestens eine fünfjährige Schonzeit, um sich zu erholen.
Offiziell hat die russische Regierung für 2008 den Fang von Stören im Kaspischen Meer nur in zwei Ausnahmen erlaubt....
Geschrieben von Gerd Kulik / Greenpeace am Mittwoch, 30. Januar 2008. Bisher wurde dieser Artikel 45 mal aufgerufen
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Während die Übernutzung der Weltmeere voranschreitet und die Fischbestände rapide abnehmen, bietet sich die Aquakultur als Patentmittel an. Sie soll den wachsenden Bedarf an Fischen und anderen Meeresprodukten decken. Doch mit dem massiven Ausbau der Aquakultur sind nicht nur gravierende Auswirkungen auf die Umwelt sondern auch Menschenrechtsverletzungen verbunden. Dies hat ein am Montag vorgestellter Greenpeace-Report dokumentiert.
Der von den Greenpeace Research Laboratories an der Universität Exeter (England) verfasste Report "Challenging the aquaculture industry on sustainability" benennt die Probleme der gegenwärtigen Form der Aquakultur.
Aquakultur befasst sich mit der kontrollierten Aufzucht von aquatischen, also im Wasser befindlichen Organismen....