Es wächst in den Gewässern vor Fehmarn und vor Grönland, aber auch vor Kalifornien und Nordafrika. Es bindet Unmengen von Kohlenstoff und dient als Schadstoff-Filter in den Küstenmeeren. Wissenschaftler zählen das Gewöhnliche Seegras Zostera marina zu den ökologisch wertvollsten marinen Pflanzen überhaupt. Spezialisten des Kieler Leibniz-Instituts für Meereswissenschaften (IFM-GEOMAR) wollen nun zusammen mit zehn Partnerinstitutionen aus acht europäischen Ländern die gesamte Erbinformation der Art entschlüsseln.
Gewöhnlich ist an dieser Pflanze nur der deutsche Name. Das „Gewöhnliche Seegras“, wissenschaftlich Zostera marina, leistet in den flachen Küstengewässern der gesamten Nordhalbkugel Bemerkenswertes. So haben wissenschaftliche Studien ergeben, dass man über 17.000 Euro in ein Klärwerk investieren müsste, um die Filterwirkung von nur einem Hektar Seegrasbewuchs zu erreichen. „Außerdem speichern die Pflanzen sehr viel Kohlenstoff und binden ihn für lange Zeit“, erklärt Prof. Thorsten Reusch vom IFM-GEOMAR in Kiel. Denn Zostera marina zersetzt sich extrem langsam. Das wussten schon die Holländer im Mittelalter und nutzten das Seegras.....
Geschrieben von Spiegel online am Montag, 10. März 2008. Bisher wurde dieser Artikel 60 mal aufgerufen
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Die rapide Gletscherschmelze in der westlichen Antarktis beunruhigt Wissenschaftler. Ob der Mensch verantwortlich ist, war bisher unklar - jetzt legen Forscher erstmals Daten über das Schrumpfen des Eispanzers in den vergangenen Jahrtausenden vor. Sie untermauern schlimmste Befürchtungen.
Es muss gewaltig gekracht haben im vergangenen Herbst, als ein gigantischer Eisberg von der Zunge des Pine-Island-Gletschers abbrach. Rund ein Jahr lang hatte es in der Antarktis gerummst und geknirscht, bis der Riese endlich losbrach und in den Ozean trieb. Mit einer Größe von 20 mal 34 Kilometern Größe erreichte er nahezu die Landfläche von New York City.
Das spektakuläre Schauspiel des Eisberg-Kalbens hat in den vergangenen Jahren geradezu unheimliche Ausmaße angenommen...
Geschrieben von Dr. Annette Kirk - Max-Planck-Institut für Meteorologie am Mittwoch, 20. Februar 2008. Bisher wurde dieser Artikel 70 mal aufgerufen
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Wenn wir unseren CO2-Ausstoß bis 2050 nicht um 50% senken, dann werden Teile der Welt möglicherweise unbewohnbar. Das stellt die Menschen vor ein soziales Dilemma: Wenn alle in den Klimaschutz investieren, dann lassen sich zumindest die dramatischen Folgen des "gefährlichen Klimawandels" vermeiden. Aber für jeden einzelnen Investor besteht dabei die Gefahr, dass zu viele andere nicht oder zu wenig investieren. Und das bedeutet: Er verliert seinen Einsatz und die Folgen treten trotzdem ein. Wie lassen sich Menschen angesichts einer solchen Situation zum gemeinsamen Klimaschutz bewegen? Die Wissenschaftler aus den Max-Planck-Instituten für Evolutionsbiologie und Meteorologie simulierten das Dilemma in einem Experiment. Ihre Versuchspersonen erreichten nur dann ein gemeinsames Klimaschutzziel, wenn jede einzelne überzeugt war, dass ein Versagen mit hoher Wahrscheinlichkeit persönliche Folgen haben würde.
Es ist die "tragedy of commons", die Tragödie des Allgemeinguts, dass es hoffnungslos von allen ausgebeutet wird. Es ist für alle kostenlos, deshalb geht kaum einer besonders rücksichtsvoll damit um. Das trifft zum Beispiel bei der Überfischung der Meere zu, aber auch beim globalen Klima...
Geschrieben von Universität Bern /idw am Freitag, 1. Februar 2008. Bisher wurde dieser Artikel 84 mal aufgerufen
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Der menschgemachte globale Klimawandel ist beschleunigt: Zu diesem Schluss kommen Berner Klimatologen in einer Untersuchung zur Geschwindigkeit von Klimaänderungen in den letzten 20'000 Jahren. Ihre Studie wird heute in den "Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS)" publiziert. Lufteinschlüsse in Eisbohrkernen aus der Antarktis und aus Grönland liefern der Forschung die zuverlässigsten Daten, wenn es darum geht, aktuelle Klimaveränderungen mit der globalen Klimageschichte zu vergleichen. Fortunat Joos und Renato Spahni vom Physikalischen Institut der Universität Bern und Mitarbeiter des Oeschger Centre für Klimaforschung haben nun Daten aus Eisbohrkernen im Hinblick auf die Geschwindigkeit von Klimaänderungen untersucht. Sie weisen nach, dass die Anstiegsraten der Treibhausgase Kohlendioxid (CO2), Methan (CH4) und Lachgas (N2O) im 20. Jahrhundert viel höher sind als jemals zuvor in den letzten 16'000 Jahren. ....
Geschrieben von spektrumdirekt am Dienstag, 15. Januar 2008. Bisher wurde dieser Artikel 86 mal aufgerufen
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Die Antarktis ist die große Unbekannte im globalen Klimapoker: Verliert sie netto an Eismasse und steigert damit den Meeresspiegel? Oder schneit es tatsächlich mehr, und ihre Gletscher gewinnen an Volumen? Neue Daten überraschen und erregen Besorgnis.
Neunzig Prozent der globalen Eismassen türmen sich in der Antarktis und binden drei Viertel aller Süßwasserreserven des Planeten. An seiner dicksten Stelle misst der Eispanzer viereinhalb Kilometer und bedeckt im Winter - wenn das Meer zufriert - maximal dreißig Millionen Quadratkilometer. Gerade einmal zweieinhalb Prozent des Südkontinents bleiben dauerhaft eisfrei, weil es dort zu trocken ist oder das Terrain zu steil: Die Antarktis kann also getrost als Gefrierfach der Erde bezeichnet werden.
Starke Meeresströmungen und Winde, die den Südpol umkreisen, isolieren den Eiskontinent vom Rest der Welt. Doch gänzlich abschirmen können sie ihn nicht, sodass die Erderwärmung auch vor der Antarktis nicht Halt macht.....
Geschrieben von Institut für Wetter- und Klimakommunikation am Montag, 24. Dezember 2007. Bisher wurde dieser Artikel 73 mal aufgerufen
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Eine Untersuchung des Instituts für Wetter- und Klimakommunikation zeigt den in Hamburg deutlichen Klimawandel am Beispiel der Weihnachtstage. Das Institut hat die Klimadaten der Station Hamburg-Fuhlsbüttel für den klimatologischen Zeitraum 1977 bis 2006 mit denen der Jahre 1947 bis 1976 vergleichen. Dabei stellten die Klimaexperten fest, dass die Wahrscheinlichkeit für eine Schneedecke am 24. Dezember von 30% auf 10% gesunken ist.
Und auch an den beiden Tagen danach sieht es mit weißer Weihnacht immer schlechter aus. War für den ersten Weihnachtstag früher alle fünf Jahre mit einer Schneedecke zu rechen, ist das heute nur noch alle 14 Jahre der Fall. Zwar weist der zweite Weihnachtstag mit 17% noch die größte Wahrscheinlichkeit für Schnee auf, doch war auch diese im Vergleichzeitraum mit 27% deutlich höher....
Geschrieben von Eberhard Karls Universität Tübingen am Montag, 17. Dezember 2007. Bisher wurde dieser Artikel 88 mal aufgerufen
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In Zusammenhang mit der globalen Erderwärmung stellt das Ausmaß des Meeresspiegelanstiegs eine der größten Unsicherheiten dar. In der neuesten Ausgabe von "Nature Geoscience" dokumentiert eine Gruppe von Wissenschaftlern der Universitäten Tübingen, Southampton, Cambridge und New York zum ersten Mal einen durchschnittlichen Anstieg des Meeresspiegels von 1,60 Metern innerhalb von 100 Jahren während der letzten Warmphase unseres Planeten (vor circa 124.000 bis 119.000 Jahren). Aufgrund einer unterschiedlichen Konfiguration der Erdbewegung um die Sonne war das Klima damals wärmer als heute. Durch das Abschmelzen enormer Volumen des Grönland- und Antarktis-Eises erreichte der Meeresspiegel einen höchsten Stand von circa sechs Metern über dem heutigen. Die neuen Resultate zeigen zum ersten Mal, wie schnell der Meeresspiegel diesen Höchststand erreichte....
Geschrieben von WWF am Montag, 17. Dezember 2007. Bisher wurde dieser Artikel 79 mal aufgerufen
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Am vergangenen Samstag ging der UN-Klimagipfel in Nusa Dua auf der indonesischen Insel Bali mit einem Kompromiss zu Ende. Die Delegierten aus über 190 Ländern haben sich darauf geeinigt, offiziell über ein Anschlussabkommen für das Kyoto-Protokoll zu verhandeln. Bis 2009 soll ein Anschlussabkommen für die Zeit nach 2012 stehen. „Der Gipfel hat gezeigt, dass die Kluft zwischen Wissen und tatsächlichem Handeln in der Klimapolitik noch immer groß ist“, kommentiert Regine Günther Leiterin des Bereichs Klimaschutz und Energiepolitik beim WWF Deutschland. „Die internationale Staatengemeinschaft hatte bis zur letzten Minute die USA als Klotz am Bein, deshalb ist man leider nicht weitergekommen.“
Geschrieben von SPIEGEL ONLINE am Donnerstag, 13. Dezember 2007. Bisher wurde dieser Artikel 97 mal aufgerufen
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Neueste Schätzungen eines Nasa-Klimaforschers geben dem Eis des Arktischen Ozeans gerade noch eine Hand voll Jahre. Auch wenn sich über die Zahl im Detail streiten lässt, deutet vieles darauf hin, dass die Polkappe viel schneller schmilzt als bisher befürchtet.
Dieser Sommer war verheerend für das Eis der Arktis, so viel ist sicher. Es gibt zwei weitgehend voneinander unabhängige Probleme: Die Fläche des arktischen Meereises war in diesem Jahr fast ein Viertel kleiner als jemals beobachtet. Nach aktuellen Nasa-Satellitendaten hat das Eis damit gerade einmal die Hälfte der Ausdehnung des Jahres 2004. Außerdem schmolzen Milliarden Tonnen zusätzlich von Grönlands Inlandeis ab...
Geschrieben von spektrumdirekt am Donnerstag, 13. Dezember 2007. Bisher wurde dieser Artikel 82 mal aufgerufen
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Na also, geht doch, möchte man angesichts der drei Länder von drei Kontinenten sagen, die die ersten kohlenstofffreien Länder der Welt werden wollen. Neuseeland in Ozeanien, Costa Rica in Amerika und das europäische Norwegen haben sich diesem ehrgeizigen Ziel verschrieben.
Für Achim Steiner, Exekutivdirektor des Umweltprogramms der Vereinten Nationen, sind die drei Staaten drei Beispiele für die weltweite Strömung von Staaten, Ländern, Städten, Unternehmen, nicht zu warten bis sich die internationale Gemeinschaft über einen globalen Klimavertrag geeinigt hat, sondern hier und jetzt zu handeln....
Geschrieben von Germanwatch am Dienstag, 11. Dezember 2007. Bisher wurde dieser Artikel 86 mal aufgerufen
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Die Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch hat heute gemeinsam mit der Münchener Rück bei den UN-Klimaverhandlungen in Bali den Klima-Risiko-Index vorgestellt. Der Index zeigt, dass weniger entwickelte Länder unter Stürmen, Überschwemmungen und Wetterextremen häufig sehr viel stärker leiden als die Industrieländer. Im Jahr 2006 war vor allem Asien betroffen. Germanwatch betrachtet die Ergebnisse des Index als einen weiteren Beleg dafür, dass eine zentrale Aufgabe des Klimagipfel in Bali ist, sich auf ein Verhandlungsmandat zu einigen, das die Risiken des Klimawandels deutlich begrenzt und die besonders Betroffenen stärker bei der Anpassung an die negativen Folgen unterstützt....