Schiffe, die unter sogenannten Billigflaggen fahren, verletzen Fischereirechte und weisen oftmals katastrophale Arbeitsbedingungen und Sicherheitsstandards auf. Dies geht aus einer am Donnerstag veröffentlichten Studie des WWF und der Internationalen Transportarbeiter Förderation (ITF) hervor. „Durch die fehlenden Kontrollen in vielen Billigflaggen-Staaten erhalten Schiffsbetreiber einen Freibrief zur Ausbeutung von Menschen und Meeren“, so WWF-Fischereiexpertin Karoline Schacht.
Unter Billigflaggen registrierte Fischtrawler seien mit verantwortlich für die illegale Fischerei in internationalen Gewässern, so der WWF. Allein auf der Hochsee verursacht die Piratenfischerei jährlich einen wirtschaftlichen Schaden von 1,2 Milliarden US-Dollar. Es gibt nach Angaben der Studie einen regelrechten Trend, große Fischtrawler unter Billigflaggen fahren zu lassen.
So verzeichnet beispielsweise das internationale Schiffsregister von Lloyds in London 318 industrielle Fischtrawler, die in Kambodscha, Georgien, Mongolei, Nordkorea, Sierra Leone und Togo gemeldet sind. Keines dieser Länder hat jedoch Genehmigungen....
Geschrieben von Spiegel Online am Sonntag, 29. Juni 2008. Bisher wurde dieser Artikel 2 mal aufgerufen
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Große Schmelze in der Arktis: Forscher machen dramatische Vorhersagen für das Eis am Nordpol. Es taut in einem brutalen Tempo ab, viel schneller als vom Weltklimarat vorhergesagt. Dieser Sommer dürfte besonders warm werden - und laut Experten sogar Segeltörns möglich machen.
Es ist eine Katastrophe mit Vorankündigung. Das Eis der Arktis dürfte in diesem Sommer weiter schrumpfen - ein Nordpol ganz ohne Eis gilt unter Experten als durchaus wahrscheinlich.
Mark Serreze vom Nationalen Zentrum für Schnee- und Eis im US-Bundesstaat Colorado ist pessimistisch, was das Schicksal der weißen Pracht am Pol angeht. "Es ist das erste Mal, dass der Nordpol mit einjährigem Eis bedeckt ist", sagte er der britischen Zeitung "Independent". Damit stünden die Chancen 50 zu 50, dass die Gegend ihre frostige Kappe zeitweise verliere.....
Geschrieben von Spiegel online am Montag, 23. Juni 2008. Bisher wurde dieser Artikel 5 mal aufgerufen
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So fühlt sich der Klimawandel an: Weil der Meeresspiegel steigt, ist das Tropenparadies der Carteret-Inseln nicht mehr bewohnbar. Palmenwälder sind entwurzelt, Bananenplantagen unterspült worden. Die Bewohner des Atolls hungern und müssen umgesiedelt werden.
Das endlose Auf und Ab der Dünung war für die Bewohner des Carteret-Atolls im Südwesten des Pazifischen Ozeans lange der Rhythmus des Lebens. Sanft rollten die Wellen an den Palmenstränden ihrer Inseln aus. An den Korallenriffen schäumten sie auf und schwappten dann in die blaue Lagune ihres traumverloren schönen Tropenparadieses.
Nun aber es mit dem geruhsamen Dasein in dem kleinen Meereswinkel jäh zu Ende, sieht man auf den Carteret-Inseln verstörte und verzweifelte Gesichter. Der weltweite Klimawandel ist angekommen. Und mit ihm ist der Wasserspiegel angestiegen......
Geschrieben von WWF am Freitag, 6. Juni 2008. Bisher wurde dieser Artikel 8 mal aufgerufen
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Vor dem G8-Gipfel: WWF startet Online-Jugendappell zum Klimaschutz
Gletscherschmelze, vermehrte Stürme und Meeresspiegelanstieg – unter den Folgen des Klimawandels werden vor allem die Kinder und Jugendlichen von heute leiden. Deshalb startet der WWF einen Monat vor dem klimapolitisch wichtigen Gipfel der acht größten Wirtschaftsnationen in Japan auf seiner Internetseite wwf.de einen Jugendappell zum Klimaschutz. Unter dem Slogan „Dein Klima, Deine Zukunft“ ruft der WWF Jugendliche in ganz Deutschland dazu auf, Bundeskanzlerin Angela Merkel ihre Meinung zu sagen.
„Wir wollen der Bundeskanzlerin und allen ihren G8 Kollegen verdeutlichen, dass sie mit ihrem Schneckentempo in Sachen Klimaschutz die Zukunft gerade der jungen Generation gefährdet“, begründet Regine Günther, Leiterin des Bereichs Klimaschutz und Energiepolitik beim WWF- Deutschland, die Aktion. Zuletzt hatten die G8-Umweltminister nur vage Absichtserklärungen für das Jahr 2050 formuliert, statt sich zu konkreten.....
Geschrieben von Technische Universität München am Donnerstag, 15. Mai 2008. Bisher wurde dieser Artikel 21 mal aufgerufen
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Sogenannte "Folgenskeptiker" unter den Klimakritikern bezweifeln die vom Weltklimarat vorhergesagten Auswirkungen des Klimawandels. Mit einer jetzt veröffentlichten Meta-Analyse von 29.000 langjährigen Beobachtungsreihen zu den bisherigen Auswirkungen der Temperaturerhöhung auf Pflanzen, Tiere und menschliche Gesundheit konnten jedoch Wissenschaftlerinnen des Wissenschaftszentrum Weihenstephan der Technischen Universität München die globalen Spuren des Klimawandels in der Natur eindeutig nachweisen. (Veröffentlichung in Nature, Bd. 453, S. 353 - 357, 15. Mai 2008) Die Erwärmung der Erdatmosphäre werde in Wirklichkeit moderat sein und kaum Auswirkungen auf Natur und Mensch haben, so äußern sich immer wieder einzelne Klimakritiker. Fast sämtliche weltweit forschenden Klimatologen sind dagegen einhellig von einer Temperaturerhöhung durch vom Menschen freigesetzte Treibhausgase und deren Folgen überzeugt. Über die regionalen Folgen des bisherigen Temperaturanstiegs .....
Geschrieben von Stern online am Donnerstag, 15. Mai 2008. Bisher wurde dieser Artikel 19 mal aufgerufen
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Der vom Menschen verursachte Klimawandel verändert die Natur massiv und weltweit - dies ist das Fazit einer aktuellen Untersuchung, die im Fachblatt "Nature" veröffentlicht wurde.
Auf allen Kontinenten - und in den Meeren - finden Veränderungen statt, die auf den vom Menschen verursachten Klimawandel zurückzuführen sind. Zu diesem Ergebnis kommt ein internationales Forscherteam um Cynthia Rosenzweig vom Goddard Institute for Space Studies der Nasa in New York. Die Wissenschaftler werteten mehr als 29.500 Datensätze aus der Zeit von 1970 bis 2004 aus. Die Daten stammten aus rund 80 Studien, die alle in Fachmagazinen veröffentlicht worden waren.
Zu den in den Studien beobachteten Veränderungen zählten das frühere Blühen von Pflanzen, Veränderungen des Vogelzugs, Erwärmung von Flüssen und Meeren sowie die Gletscherschmelze. Rosenzweig und Kollegen untersuchten, inwiefern diese Veränderungen durch den Klimawandel - oder andere Phänomene - erklärt werden konnten. Während sich frühere Untersuchungen meist einzelne Phänomene in einem begrenzten Gebiet konzentrierten, warfen die Wissenschaflter so einen Blick auf diverse Veränderungen weltweit.
Geschrieben von IFM-GEOMAR am Montag, 5. Mai 2008. Bisher wurde dieser Artikel 27 mal aufgerufen
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Immer häufiger hat man in den letzten Jahrzehnten weltweit neue Temperaturrekorde verzeichnet. Nach einer neuen Studie, die am 1. Mai in der internationalen Fachzeitschrift „Nature“ erscheint, könnte es damit in den nächsten Jahren erst einmal vorbei sein. Grund dafür ist eine natürliche Klimaschwankung, die voraussichtlich den langfristigen Erwärmungstrend im kommenden Jahrzehnt etwas abmildert. Dies haben Klimaforscher des Leibniz-Instituts für Meereswissenschaften (IFM-GEOMAR) und des Max-Planck Instituts (MPI) für Meteorologie anhand von verfeinerten Klimamodellvorhersagen berechnet.
Bisherige Rechnungen zum globalen Wandel, wie die im letzten Bericht des UNO Klimarats (IPCC) 2007 veröffentlichten, hat man unter Annahme bestimmter zukünftiger atmosphärischer Treibhausgasentwicklungen durchgeführt. Diese Strategie ist gerechtfertigt, solange man an der langfristigen Entwicklung des Klimas etwa bis zum Ende dieses Jahrhunderts interessiert ist. Um auch die kurzfristige Entwicklung in den kommenden Jahren vorherzusagen, müssen die Modelle zusätzliche Informationen über die natürlichen Klimaschwankungen erhalten......
Geschrieben von WWF am Montag, 28. April 2008. Bisher wurde dieser Artikel 29 mal aufgerufen
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Der Klimawandel schlägt in der Arktis noch schneller zu als in den ohnehin dramatischen Modellrechnungen erwartet. Ein neuer WWF-Report fasst die aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse zu den klimatischen Veränderungen in der Region zusammen.
„Die schlimmsten Befürchtungen werden von der Realität noch überholt“, so Regine Günther, Leiterin des Bereichs Klimaschutz und Energiepolitik beim WWF Deutschland zu den Ergebnissen des Berichts. Das sommerliche Packeis hatte im September 2007 nur noch eine Ausdehnung von 4,3 Millionen Quadratkilometern und lag damit fast 40 Prozent unter der Ausdehnung des langjährigen Mittelwerts. Die Meerestemperaturen lagen um bis zu fünf Grad über dem Normalzustand.....
Geschrieben von Sarah Das (Woods Hole Oceanographic Institution, Woods Hole, Massachusetts) / wissenschaft.de am Montag, 21. April 2008. Bisher wurde dieser Artikel 32 mal aufgerufen
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Auf dem grönländischen Inlandeis gehen seltsame Dinge vor sich. Schmelzwasser, das sich im Sommer in größeren Seen auf der Oberfläche des Eises sammelt, kann innerhalb weniger Stunden in der Tiefe verschwinden. Das Wasser dringt durch Spalten ins Eis ein und bahnt sich schließlich ein röhrenförmiges Abflussloch durch kilometerdickes Eis bis zum Boden. Die gemessene Strömung kann so stark werden wie die Niagara-Fälle, berichten Forscher um Sarah Das von der Woods Hole Oceanographic Institution.
Auf Satellitenbildern hatten Glaziologen schon seit längerem bemerkt, dass die leuchtend blauen Schmelzwasserseen, die sich bei Temperaturen über null Grad Celsius an der Oberfläche des Eises bilden, manchmal rasch verschwinden. Bislang war aber unklar, wohin das Wasser fließt. Das und ihre Kollegen überwachten daher......
Geschrieben von Spiegel online am Donnerstag, 17. April 2008. Bisher wurde dieser Artikel 35 mal aufgerufen
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Bis Ende des Jahrhunderts könnte der Meeresspiegel um bis zu eineinhalb Meter ansteigen, befürchten Wissenschaftler. Die Schätzungen des Weltklimarats seien zu konservativ - weil sie die Eisschmelze in Grönland und der Antarktis nicht ausreichend berücksichtigen.
Die Meeresspiegel steigen - nur wie schnell? 18 bis 59 Zentimeter bis zum Ende des Jahrhunderts, schätzte der Weltklimarat IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change). Es könnte drei mal so viel sein, sagen nun Wissenschaftler um Swetlana Jewrejewa vom britischen Proudman Oceanographic Laboratory. Bis zum Jahr 2100, so haben die Forscher ausgerechnet, könnte der Meeresspiegel um bis zu eineinhalb Metern steigen. Ihre Erkentnisse stellten die Wissenschaftler auf der Jahrestagung der Europäischen Geowissenschaftlichen Union in Wien vor.
Der Grund für den unerwartet dramatischen Anstieg: Aufgrund der beschleunigten Erderwärmung drängen zunehmend Wassermassen von den schmelzenden Eismassen....
Geschrieben von US National Snow and Ice Data Center (NSIDC) am Donnerstag, 20. März 2008. Bisher wurde dieser Artikel 43 mal aufgerufen
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Trotz eines überdurchschnittlich kalten Winters in einigen arktischen Regionen schrumpft das dickste, älteste und härteste Eis um den Nordpol weiter. Das haben nach Angaben der Nasa vom Dienstag jüngste Satellitendaten ergeben.
Danach hat zwar das Ausmaß jahreszeitlich bedingten Meereseises, das im Sommer auf ein Minimum schmilzt und im Winter auf ein Maximum wächst, wegen der kälteren Temperaturen dieses Winters zugenommen, wie Walt Meier vom National Snow and Ice Data Center in Boulder (US-Staat Colorado) berichtete. Der Umfang des Dauereises ging aber weiter zurück - einer Nasa-Mitteilung zufolge ein Spiegelbild des längerfristigen globalen Erwärmungstrends. Danach sank der Anteil....