Die Mehrheit der IWC-Mitgliedsstaaten stimmte heute gegen den Antrag Dänemarks, den grönländischen Walfang um eine Quote von 10 Buckelwale pro Jahr auszuweiten. Nach intensiven Verhandlungen hinter den Kulissen erreichte der Antrag nicht die für die Annahme notwendige ¾ Mehrheit. Die Länder der EU, die auch Mitglied der IWC sind, haben bei dieser Abstimmung zum ersten Mal bei einer IWC-Tagung als Block abgestimmt und den Antrag Dänemarks abgelehnt. “Wir sind äußerst erleichtert, dass die Wiederaufnahme der Jagd auf Buckelwale in europäischen Gewässern verhindert wurde. Die Annahme dieses Antrags wäre ein Präzedenzfall für die Genehmigung eines Walfangs mit kommerziellen Elementen unter dem Namen des „Walfangs indigener Völker“ gewesen“, erklärt Nicolas Entrup, Geschäftsführer der WDCS Deutschland vor Ort....
Geschrieben von Potsdam Institut für Klimaforschung am Mittwoch, 21. Mai 2008. Bisher wurde dieser Artikel 16 mal aufgerufen
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Der Klimawandel gefährdet die natürliche Vielfalt von Pflanzen und Tieren, die Biodiversität der Erde. Wissenschaftler des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) weisen im Vorfeld der UN-Biodiversitätskonferenz in Bonn darauf hin, dass Klima- und Artenschutz eng zusammenhängen. Die Klimarahmenkonvention umzusetzen ist notwendig, um viele Lebensräume und ihre Funktionen für den Menschen zu bewahren. Biodiversität zu schützen wird uns helfen, uns an den Klimawandel anzupassen, Klimafolgen abzumildern und Optionen für die Zukunft zu erhalten.
Der Mensch beansprucht weltweit zunehmend Lebensraum. Im Jahr 2000 hat die Menschheit rund ein Viertel der weltweiten Netto-Produktion von Biomasse geerntet, verbrannt oder ihr Wachstum durch die veränderte Landnutzung verhindert. Wo natürliche Vegetation....
Geschrieben von Geophysical Research Letters / spektrumdirekt am Freitag, 16. Mai 2008. Bisher wurde dieser Artikel 20 mal aufgerufen
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Schon seit 200 Jahren könnten sich die Meeresspiegel schneller heben als in den Jahrhunderten zuvor, melden Hydrologen um Svetlana Jevrejeva vom Proudman Oceanographic Laboratory in Liverpool. Verglichen mit dem 19. verdreifachte sich im 20. Jahrhundert sogar der Anstieg.
Während die Pegel im weltweiten Schnitt von 1800 bis 1900 nur einen Zuwachs von sechs Zentimetern notierten, betrug er bis zum Jahr 2000 schon 19 Zentimeter. Sollte es auch zukünftig bei den gegenwärtigen Bedingungen - steigende Temperaturen und Gletscherschmelze - bleiben, prognostizieren die Wissenschaftler bis 2100 eine weitere Erhöhung um 34 Zentimeter. Für ihre Analyse stützten sie sich unter anderem auf die Daten von mehr als tausend Pegelmessern, die teilweise seit 1700 im Gebrauch sind....
Geschrieben von Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren / idw am Dienstag, 22. April 2008. Bisher wurde dieser Artikel 32 mal aufgerufen
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Wissenschaftler um Dr. Gerhard Dieckmann vom Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung in der Helmholtz-Gemeinschaft haben das seltene Mineral Ikait im antarktischen Meereis gefunden, das eine wichtige Funktion im globalen Kohlenstoffkreislauf besitzt. Die Identifikation dieses Minerals gelang den Helmholtz-Kollegen vom Forschungszentrum Karlsruhe an der Synchrotronstrahlungsquelle ANKA.
Das Mineral Ikait ist eine besondere Form von Kalziumkarbonat, nach dem Forscher in polaren Gewässern seit Jahrzehnten gesucht haben. Die Bildung von Kalziumkarbonat beeinflusst den Austausch von Kohlendioxid zwischen Meereis und Ozean und über Zwischenprodukte möglicherweise auch den Ozonhaushalt über dem Meereis. Die Bremerhavener Forscher entdeckten die Kristalle auf zwei Antarktis-Expeditionen (2006 und 2007) zusammen mit Ihren Kollegen vom Institut für Ocean Sciences in Bangor, Wales....
Geschrieben von wissenschaft.de am Mittwoch, 9. April 2008. Bisher wurde dieser Artikel 42 mal aufgerufen
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Mischung aus Industrieabgasen, Meersalz-Aerosolen und Sonnenlicht erzeugt Ozon
Industrieabgase haben am Meer eine besonders verheerende Wirkung: Durch chemische Reaktionen zwischen Stickoxiden und salzhaltigen Schwebteilchen entsteht das giftige Gas Ozon. Forscher um Hans Osthoff von der National Oceanographic and Atmospheric Administration in Boulder entdeckten das Phänomen in der Umgebung der amerikanischen Erdöl-Metropole Houston.
Wenn es Sommer wird in Houston, kommt der Smog: In keiner anderen Stadt der USA außer Los Angeles steigen die Ozonwerte häufiger in gesundheitsschädliche Bereiche als in der texanischen Metropole. Schuld daran ist nicht nur der starke Verkehr in der Zwei-Millionen-Stadt, sondern auch die Ölindustrie. Im Großraum Houston-Galveston liegen allein elf Raffinerien, außerdem befindet sich dort die größte Ansammlung petrochemischer Anlagen auf der Welt. Bislang galten die bei den Verbrennungsprozessen erzeugten Stickoxide als Hauptursache für Houstons Ozonproblem....
Geschrieben von Umweltbundesamt am Dienstag, 8. April 2008. Bisher wurde dieser Artikel 43 mal aufgerufen
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Wie schützen wir uns vor sommerlicher Hitze? Tipps und Informationen gibt das neue Hintergrundpapier des UBA
Schutz der Gesundheit vor den Folgen des Klimawandels – lautete das Motto des gestrigen Weltgesundheitstages. Die Wirkungen des Klimawandels und extreme Wetterereignisse haben negative Folgen auf die Gesundheit der Menschen. So führte eine außergewöhnlich lang anhaltende Hitzeperiode in weiten Teilen Westeuropas im August 2003 zu mehr als 40 000 Todesfällen als üblich -in Deutschland etwa 7 000. Besonders betroffen waren alte Menschen und chronisch Kranke. „Hitzebedingte Gesundheitsschäden sind meist vermeidbar, man muss nur wissen wie“ sagte Prof. Dr. Troge, Präsident des Umweltbundesamtes (UBA). Das UBA stellt in einem neuen Hintergrundpapier Ursachen und Symptome wichtiger Hitzekrankheiten dar und gibt konkrete Tipps, wie man den negativen gesundheitlichen Folgen effektiv vorbeugen kann.....
Geschrieben von Spiegel online am Donnerstag, 27. März 2008. Bisher wurde dieser Artikel 37 mal aufgerufen
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Wärmer, feuchter, mehr Extremphänomene: Ein neuer "Klima-Trend-Atlas" zeigt, wie sich Europas Wetter binnen 100 Jahren gewandelt hat. Die Daten lassen ahnen, wer den Klimawandel wirklich fürchten muss - und wer profitieren wird.
Wer geglaubt haben sollte, dass der Klimawandel ein gutes Jahr nach den dramatischen Warnungen des Uno-Klimarats nicht mehr en vogue sein könnte, durfte nach dem dritten Extremwetterkongress in Hamburg beruhigt nach Hause fahren: Der Ansturm der Medien war immens.
Strategisch günstig ließen die Organisatoren das Treffen am Mittwoch von Christian Schönwiese eröffnen. Der Meteorologe von der Universität Frankfurt stellte seinen neuen "Klima-Trend-Atlas" für Europa vor, der auf Beobachtungsdaten der vergangenen 100 Jahre beruht. Schönwiese hatte sich durch die Temperaturaufzeichnungen von 126 Wetterstationen gewühlt; für die Niederschlagsdaten wertete er gar die Messreihen von 521 Stationen aus....
Geschrieben von Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung am Montag, 10. März 2008. Bisher wurde dieser Artikel 49 mal aufgerufen
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Wechselwirkungen zwischen der stratosphärischen Ozonchemie und der atmosphärischen Strömung führen zu deutlichen Änderungen von Luftströmungsmustern vom Erdboden bis in die Stratosphäre. Dies ist das Ergebnis von Klimasimulationen, die jetzt in der Zeitschrift „Geophysical Research Letters“ (Brand et al, Geophys. Res. Lett.) veröffentlicht wurden. Wissenschaftler der Forschungsstelle Potsdam des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung in der Helmholtz-Gemeinschaft haben damit einen fundamentalen Prozess für die Klimazusammenhänge in der Arktis untersucht. Bislang ist unklar, wie die natürlichen Schwankungen in den atmosphärischen Strömungsmustern entstehen, die eine große Rolle für die Klimaänderungen in den letzten Jahrzehnten spielen. Dieses Grundlagenwissen ist notwendig, um die noch mit vielen Unsicherheiten behafteten Klimamodelle zu verbessern.....
Geschrieben von Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung / idw am Dienstag, 5. Februar 2008. Bisher wurde dieser Artikel 68 mal aufgerufen
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Menschliche Aktivitäten könnten das Klimasystem der Erde über kritische Grenzen hinaus belasten, sodass wichtige Prozesse im Gesamtgefüge "kippen" und von da an grundsätzlich anders ablaufen. In einem Artikel in der Fachzeitschrift "Proceedings of the National Academy of Sciences" (PNAS) beschreibt ein internationales Forscherteam nun, wo schon kleine Störungen große Auswirkungen auf Mensch und Natur haben könnten.
"Projektionen von Klimamodellen könnten die Gesellschaft in einem falschen Gefühl von Sicherheit wiegen", berichten die Wissenschaftler um Timothy Lenton von der britischen University of East Anglia in Norwich und Hans Joachim Schellnhuber vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung. Der globale Wandel erscheint für menschliche Maßstäbe langsam und graduell. In bestimmten Regionen der Erde kann der menschliche Einfluss aufs Klimasystem jedoch sprunghafte und teilweise unumkehrbare Entwicklungen anstoßen. Für diese Bestandteile des Erdsystems führt das internationale Forscherteam den Begriff "Tipping Elements" (deutsch: Kippelemente) ein....
Geschrieben von IFM-GEOMAR am Montag, 26. November 2007. Bisher wurde dieser Artikel 126 mal aufgerufen
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Nicht nur in Indien sind die Menschen auf den Monsun angewiesen. Auch in Westafrika gibt es diese saisonalen Regenfälle, die starken Schwankungen unterliegen. Ob es in bestimmten Regionen Westafrikas zu starken Regenfällen kommt, oder nur geringfügige Niederschläge auftreten, wird zu einem großen Teil von den Wassertemperaturen im zentralen und östlichen äquatorialen Atlantik bestimmt. Ein deutsches Forscherteam unter Federführung des Leibniz-Instituts für Meereswissenschaften (IFM-GEOMAR) versucht jetzt mit einem umfassenden Messprogramm im tropischen Atlantik die physikalischen Prozesse besser zu verstehen ...
Geschrieben von Dr. Peter Wittmann / Deutsche Gesellschaft für Geographie (DGfG) am Mittwoch, 31. Oktober 2007. Bisher wurde dieser Artikel 126 mal aufgerufen
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Eine von Geographen und Meteorologen gemeinsam verfasste Broschüre informiert in verständlich geschriebenen Beiträgen über Hintergründe, Zusammenhänge und Auswirkungen des Klimawandels. Der Klimawandel ist real und durch Aktivitäten des Menschen verursacht. Das haben die Forschungsergebnisse der vergangenen Jahre nachdrücklich bestätigt. Gleichzeitig wird immer deutlicher, dass ein ungebremster Klimawandel gefährliche Folgen haben würde und dass seine Beherrschung die vielleicht größte umweltpolitische Herausforderung des 21. Jahrhunderts darstellt....