Meereswissenschaften - Paläontologie


Die Paläontologie E-Mail
Meereswissenschaften - Paläontologie
Geschrieben von: Manfred Siedler   
Samstag, den 05. Dezember 2009 um 12:58 Uhr
Leben in den Urmeeren (Grafik: Copyright 2008 by M. Siedler - Aqua-Globe-Project)Die Paläontologie ist die Wissenschaft von den Lebewesen vergangener Erdzeitalter.

Gegenstand paläontologischer Forschung sind in Sedimentgesteinen vorkommende Organismenreste und Hinweise aller Art auf vorzeitliche Lebewesen, die als Fossilien bezeichnet werden. Der französische Zoologe und Anatom de Blainville führte den Begriff „Paläontologie“ 1825 ein und dieser ersetzte allmählich die Bezeichnungen „Oryktologie“ (gr. oryktós – ausgegraben) und Petrefaktenkunde (gr. Petrefakt – Versteinerung).

Aus der Fossilzeichnung können unter Berücksichtigung bereits bekannter Exemplare und/oder Vertreter verwandter Gruppen der ursprüngliche Skelettzusammenhang (bei Tieren) oder Organzusammenhang (z. B. bei Pflanzen) rekonstruiert werden. Eine Rekonstruktion des Lebensbildes kann im Anschluss erfolgen. Dabei fließen Interpretationen zur Funktion, Lebens- und Fortbewegungsweise des fossilen Lebewesens mit ein.

Mehr über die Definition der Paläontologie finden Sie auch auf  Wikipedia

Comments (0)
 
Aligatoren Atmen wie Vögel E-Mail
Meereswissenschaften - Paläontologie
Geschrieben von: Colleen Farmer (University of Utah, Salt Lake City) / wissenschaft.de / Aqua-Globe Magazine   
Freitag, den 15. Januar 2010 um 09:01 Uhr
Ein Thecodontia aus der Familie der Archosaurier. Er ist der Urvater der heutigen Krokodile (Grafik: © 2010 Manfred Siedler – Aqua-Globe Magazine)

Ihr spezielles Lungensystem sicherte den Archosauriern möglicherweise das Überleben

Alligatoren verfügen über eine sehr spezielle Atmungsmethode, dank derer ihre Vorfahren, die Archosaurier, sogar ein Massensterben vor 251 Millionen Jahren überlebt haben könnten. Zu diesem Schluss sind US-Forscher gekommen als sie den Lungenapparat der Tiere genauer unter die Lupe nahmen: Im Gegensatz zu den Atemorganen von Säugetieren fließt der Atem bei Alligatoren nur in einer Richtung durch die Lungen. Dabei wird der Sauerstoff besonders effektiv aus der Luft gefiltert. Nach Ansicht der Wissenschaftler könnte das den Vorfahren der Alligatoren während der großen Aussterbewelle im Perm und Trias zum Vorteil gereicht haben, da damals der Sauerstoffgehalt der Luft drastisch absank. Die außergewöhnliche Atemtechnik war bislang nur von den Vögeln bekannt, die ebenfalls von den Archosaurieren abstammen, wie die Forscher um Colleen Farmer von der University of Utah in Salt Lake City festhalten.

Bei der Atmung von Säugetieren wird die Luft in die Lunge gesogen, gelangt in die Bronchien und von da in die Lungenbläschen, wo der Sauerstoff in das Blut übergeht. Beim Ausatmen nimmt die nun sauerstoffarme Luft.....

Comments (0)
Weiterlesen...
 
Dramatischer Anstieg des Meeresspiegels im Holozän E-Mail
Meereswissenschaften - Paläontologie
Geschrieben von: Goethe-Universität Frankfurt am Main   
Mittwoch, den 13. Januar 2010 um 07:49 Uhr
Während der letzten 10.000 Jahre, dem Holozän, stieg der Meeresspiegel anfangs mit extrem hohen Raten von mehr als 15 Metern pro Tausend Jahre an, aber viele Inseln wuchsen entsprechend mit und versanken nicht im Meer (Foto: fotolia)

Abschmelzende Polkappen am Ende der letzten Eiszeit sorgten für bisher stärksten Anstieg des Meeresspiegels in der Erdgeschichte. Die Korallenriffe der Malediven wuchsen mit.

Während der letzten 10.000 Jahre, dem Holozän, stieg der Meeresspiegel anfangs mit extrem hohen Raten von mehr als 15 Metern pro Tausend Jahre an. Das entspricht einem Anstieg von mehr als einem Meter während eines Menschenlebens. Grund war das Abschmelzen der Eiskappen auf der Nordhemisphäre nach der letzten Eiszeit. "Diese Raten übersteigen den für das 21. Jahrhundert im Bericht des Weltklimarates IPCC geschätzten Anstieg von 20 bis 60 Zentimeter um das 250- bis 750-fache", erklärt der Frankfurter Geowissenschaftler Prof. Eberhard Gischler. Der Biosedimentologe gewann die Meeresspiegel-Daten aus der Datierung von Bohrkernen. In der Fachzeitschrift "Marine Geology" publizierte er mit seiner Gruppe unlängst die erste über etwa 10000 Jahre reichende Meeresspiegel-Kurve für den Archipel der Malediven. Interessanterweise wuchsen die Atoll-Riffe der Malediven mit diesem rasant ansteigenden Meeresspiegel mit, ohne im Meer zu versinken.

Etwa vor 7000 bis 6000 Jahren.....

Comments (0)
Weiterlesen...
 
Flutkatastrophe füllte das Mittelmeer wieder auf E-Mail
Meereswissenschaften - Paläontologie
Geschrieben von: Spiegel online /dpa   
Donnerstag, den 10. Dezember 2009 um 09:45 Uhr

Das Mittelmeer vor 5,33 Mio. Jahren fast ausgetrocknet - dann kam die Flut (Bildquelle: Spiegel online)Das Mittelmeer ist zweimal entstanden: Zwischenzeitlich ausgetrocknet wurde es vor rund fünf Millionen Jahren erneut geflutet. Aus dem Atlantik ergossen sich damals durch die Straße von Gibraltar so immense Wassermassen in das Mittelmeerbecken, dass der Meeresspiegel um bis zu zehn Meter am Tag stieg.

Diese Flut kam extrem schnell und sie hatte gigantische Ausmaße: Forscher haben simuliert, wie sich die Wassermassen aus dem Atlantischen Ozean vor Jahrmillionen in das Mittelmeerbecken ergossen. Offenbar dauerte es nur ein paar Monate, bis sich der Strom durch die Straße von Gibraltar gefressen hatte. Die Wassermenge betrug bis zu 100 Millionen Kubikmeter pro Sekunde.

Das Mittelmeer entstand vor etwa 150 Millionen Jahren, als der Superkontinent Pangäa auseinanderbrach und sich anschließend der afrikanische Kontinent nordwärts bewegte und gegen Europa stieß. Dabei umschlossen beide Kontinente das Mittelmeerbecken.......

Comments (0)
Weiterlesen...
 
Schnelle Erholung des Ozeans vor 65 Mio. Jahren E-Mail
Meereswissenschaften - Paläontologie
Geschrieben von: MARUM   
Montag, den 05. Oktober 2009 um 07:06 Uhr

Der 65 Millionen Jahre alte Aufschluss auf der dänischen Insel Seeland. (Foto: MARUM)Vor 65 Millionen Jahren schlug ein gewaltiger Asteroid auf der Erde ein und besiegelte das Ende der Kreidezeit. Die Folgen waren verheerend: Das Klima kühlte ab; etwa 80 Prozent aller Meeresorganismen starben aus. Wie lange das Weltmeer benötigte, um sich von dem Einschlag zu erholen, war lange umstritten. Eine Untersuchung, die am kommenden Freitag im Wissenschaftsmagazin Science erscheint, kommt auf der Grundlage geochemischer Analysen zu dem Ergebnis, dass die Primärproduktion auf der unteren Ebene des marinen Nahrungsnetzes nur knapp 100 Jahre daniederlag. Danach erholte sich der Ozean überraschend schnell.

Bislang waren Wissenschaftler kaum in der Lage, die Vorgänge, die sich unmittelbar nach dem Meteoriteneinschlag im Ozean abspielten, genauer nachzuzeichnen. „Zwar ist der Einschlag weltweit in Ablagerungen an Land und im Ozean dokumentiert. Organisches Material, auf das wir für unsere geochemischen Untersuchungen.....

Comments (0)
Weiterlesen...
 
Die ersten Tiere lebten in Seen statt in Ozeanen? E-Mail
Meereswissenschaften - Paläontologie
Geschrieben von: Spiegel online / Aqua-Globe Magazine   
Mittwoch, den 29. Juli 2009 um 08:43 Uhr

Begann das tierische Leben mit mikroskopisch kleinen Mehrzellern nicht in den Meeren sondern in Süßwasserseen? (Grafik: © 2009 Manfred Siedler – Aqua-Globe-Project)Haben die ersten Tiere der Erde nicht in Ur-Meeren, sondern in Binnengewässern gelebt? Das schließen Forscher aus 600 Millionen Jahre alten Ablagerungen. Die Urzeit-Meere waren demnach zu salzig für mehrzellige Lebewesen.

Der Ursprung allen Lebens liegt im Meer, so die verbreitete Meinung unter Forschern. Doch das könnte zumindest für mehrzellige Lebewesen nicht stimmen, glauben Wissenschaftler von der University of California in Riverside. Vielmehr seien Binnenseen der Lebensort der ersten Tiere gewesen, schreiben Thomas Bristow und seine Kollegen im Fachblatt "Proceedings of the National Academy of Sciences".

Die Forscher stützen sich auf eine Analyse von etwa 600 Millionen Jahre alten Tonmineralien aus der Doushantuo-Formation in Südchina. Die Art der Ablagerungen, in denen unter anderem die ältesten bekannten Embryonen gefunden wurden.......

Comments (0)
Weiterlesen...
 
Forscher entdecken Vorfahren der Robben E-Mail
Meereswissenschaften - Paläontologie
Geschrieben von: Natalia Rybczynski (Canadian Museum of Nature, Ottawa) / Nature Bd. 485 / Bele Boeddinghaus - wissenschaft.de   
Donnerstag, den 23. April 2009 um 07:52 Uhr

So könnte Puijila darwini einst ausgesehen haben (Illustration: Mark A. Klingler, Carnegie Museum of Natural History (CMNH)).......Natalia Rybczynski und ihre Kollegen vom Canadian Museum of Nature in Ottawa haben das 20 bis 24 Millionen Jahre alte Fossil in Nunavut auf Devon Island in einem Meteoritenkrater gefunden und sehen darin den lang gesuchten Beweis für den Übergang vom Land- zum Meeressäuger. Puijila ist der älteste gefundene Vertreter aus der Gruppe der Seehunde, Seelöwen und Walrösser und der einzige, der noch Beine besaß, berichten die Forscher.

Der wissenschaftliche Name der Robben Pinnipedia bedeutet übersetzt soviel wie Flossenfüßer. Ihr Übergang vom Land- zum Meeressäuger war bisher schwer zu untersuchen, da fossile Beweise nicht handfest waren und damit umstritten. Daher ist der Fund des Skeletts, von dem noch 65 Prozent der Knochen erhalten sind........

Comments (0)
Weiterlesen...
 
Hurdia victoria - der Schrecken des Kambriums E-Mail
Meereswissenschaften - Paläontologie
Geschrieben von: wissenschaft.de / Aqua-Globe Magazine   
Freitag, den 20. März 2009 um 09:03 Uhr

Hurdia victoria - Mit einem langen Schutzschild vor dem Kopf und mehreren Zahnreihen bewaffnet jagte das garnelenähnliche Tier auf dem Meeresboden (Grafik: © 2009 Manfred Siedler – Aqua-Globe-Project)Forscher puzzeln aus Hunderten Fundstücken gefräßigen Ur-Räuber zusammen

Ein gefräßiges Seemonster machte vor rund 500 bis 540 Millionen Jahren die Ozeane unsicher: Mit einem langen Schutzschild vor dem Kopf und mehreren Zahnreihen bewaffnet jagte das Hurdia victoria genannte garnelenähnliche Tier auf dem Meeresboden. Aus Hunderten von Fossilfunden hat ein internationales Forscherteam um Allison Daley von der Universität in Uppsala nun das rund zwanzig Zentimeter messende und damit für heutige Verhältnisse eher kleine Seeungetüm rekonstruiert. Hurdia muss ganz am Fuße des Stammbaums der sogenannten Gliederfüßer stehen, zu denen heute die Insekten, Spinnen und Krebstiere zählen.

Das Meerestier Hurdia gehört zu den sogenannten Anomalocarididen, unüblichen Garnelen, die zur Zeit des Kambriums vor rund 500 Millionen Jahren lebten. Wegen ihrer im Vergleich zu ihren Zeitgenossen großen Körpergröße......

Comments (0)
Weiterlesen...
 
300 Millionen Jahre altes Fischgehirn entdeckt E-Mail
Meereswissenschaften - Paläontologie
Geschrieben von: Spiegel online   
Donnerstag, den 05. März 2009 um 10:01 Uhr

Versteinertes Gehirn (Holotomographie-Rekonstruktion): Das Gehirn war fast vollständig mineralisiert. Und zwar so gut, dass die Wissenschaftler eine 3D-Rekonstruktion des Schädels und des Gehirns machen konnten. Es waren sogar Details wie Kleinhirn, Rückenmark und optische Loben erkennbar (Grafik: PNAS / Philippe Janvier )Sensationeller Fund im Stein: In einem 300 Millionen Jahre alten Fischfossil fanden Forscher mit Hilfe ausgeklügelter Durchleuchtungstechnik das versteinerte Gehirn eines frühen Hai-Verwandten. Es war so gut erhalten, dass sie einzelne Hirnstrukturen sichtbar machen konnten.

Vor 300 Millionen Jahren steuerte es einen Fisch - und nun verzückt es französische und US-amerikanische Wissenschaftler: In einem Fischfossil wurde ein vollständig mineralisiertes Gehirn entdeckt.

Solche Funde seien selten, und bei dem Exemplar handele es sich um das bei weitem älteste bekannte, sagte John Maisey vom American Museum of Natural History in New York. Zusammen mit Alan Pradel und weiteren Wissenschaftlern berichtet er im Magazin " Proceedings of the National Academy of Science" von dem erstaunlichen Fund.

Die Forscher hatten das Gehirn bei der Untersuchung von......

Comments (0)
Weiterlesen...
 
Fische hatten schon vor 380 Millionen Jahren Sex E-Mail
Meereswissenschaften - Paläontologie
Geschrieben von: Spiegel online   
Freitag, den 27. Februar 2009 um 08:46 Uhr

Kopulierende Plattenhäuter (Zeichnung): Interne Befruchtung fand bei Fischen schon vor 380 Millionen Jahren statt. (Bildquelle: Spiegel Online)Eiablage und anschließende Befruchtung: So lief Fortpflanzung bei Wirbeltieren vor 380 Millionen Jahren ab - dachten Forscher zumindest bisher. Stimmt nicht, sagen britische und australische Paläontologen. Sie haben anhand von Fossilien herausgefunden: Die Fische befruchteten damals schon intern.

"Sex hat sehr viel früher begonnen, als wir gedacht haben", sagte Zerina Johanson vom Naturhistorischen Museum in London. Die Paläontologin und australische Wissenschaftler stießen beim Studium von 380 Millionen Jahre alten Fischfossilien auf Embryonen. Bislang wurde angenommen, dass die Befruchtung von weiblichen Eizellen innerhalb des Körpers und Lebendgeburten erst vor 350 Millionen Jahren bei Wirbeltieren einsetzte - zuvor war die Eiablage und die anschließende Befruchtung die vermutete Regel. Nun ist klar: Die fischähnlichen Plattenhäuter befruchteten ihre Weibchen schon vor 380 Millionen Jahren direkt, anstatt den Samen in die gelegten Eier zu legen.

In der westaustralischen Gogo-Formation......

Comments (0)
Weiterlesen...
 


Copyright 2004-2010 by Aqua-Globe-Project - Hamburg/Germany
Design by: Bergedorfer Kommunikationsdesign