Der WWF hat während des Probestaus der Ems zwischen dem Speerwerk Gandersum und Papenburg extrem niedrige Sauerstoffwerte gemessen. Zudem sei der Boden des Flusses zeitweise mit einer bis zu zwei Meter dicken Schlickschicht bedeckt. „Der Fluss ist auf einer Strecke von über 30 Kilometer praktisch tot“, erklärte WWF-Expertin Beatrice Claus. Die katastrophalen Messergebnisse seien vor allem auf die Baggerungen im Fluss zurückzuführen. Damit hatten die Behörden in den letzten Wochen die Ems vertieft, um am Wochenende die Überführung des XXL-Kreuzfahrtschiffes „Celebrity Solstice“ von der Papenburger Meyer Werft an die Nordsee zu ermöglichen. Die Überführung des Schiffes hatte am Sonntagmittag begonnen.
Wegen der andauernd schlechten Sauerstoffwerte gebe es vermutlich kaum noch Fische im Fluss. Darum sei aktuell auch kein Fischsterben zu beobachten. Am Gewässerboden hat der WWF am Freitag und Samstag Werte von weniger als einem Milligramm gemessen. Auch an der Gewässeroberfläche.....
Geschrieben von Spiegel Online am Donnerstag, 8. Mai 2008. Bisher wurde dieser Artikel 52 mal aufgerufen
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Je winziger, desto wirkungsvoller: Gerade kleine Gewässer sind laut einer neuen Studie besonders effektive Speicher des Treibhausgases Kohlendioxid. Möglicherweise sind die Tümpel und Seen sogar wichtiger für die Rettung des Klimas als die Ozeane.
Immer wieder werden die Weltmeere als mögliche Rettung in Zeiten des Klimawandels angesehen. Weil sie CO2 in großen Mengen speichern, könnten sie der Treibhausgas-geschwängerten Atmosphäre zu etwas Entlastung verhelfen. Forscher denken sogar darüber nach, die Meere gezielt zu düngen, um so mit einer angekurbelten Planktonproduktion mehr Kohlendioxid zu binden- auch wenn dieser Plan durchaus nicht unumstritten ist .
Ein Team um den US-Forscher John Downing von der Iowa State University hat nun eine neue Idee zur Entsorgung von CO2 im Wasser. Die Forscher haben nicht die Ozeane der Erde im Blick, sondern viel kleinere Wasserflächen: künstlich angelegte Seen und Tümpel. "Kleine stehende Gewässer sind wichtig, weil in ihnen Kohlenstoff mit einer großen Geschwindigkeit aufgenommen wird und weil es....
Geschrieben von Spiegel online am Freitag, 7. März 2008. Bisher wurde dieser Artikel 88 mal aufgerufen
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Innenminister Dirk Kempthorne höchstpersönlich öffnete die Schleusen: In einem umstrittenen Öko-Großexperiment hat die US-Regierung damit begonnen, den Grand Canyon zu fluten. Umweltschützer kritisieren die Aktion als Show.
In vier großen Bögen schießt das Wasser aus den Schleusen am Fuße des Glen-Canyon-Damms. Aus dem künstlich geschaffenen Lake Powell strömen 1,1 Millionen Liter Wasser pro Sekunde in den Grand Canyon. "Dieses Experiment wird atemberaubend sein, optisch und wissenschaftlich", sagte US-Innenminister Dirk Kempthorne.
Schon seit einiger Zeit hatten US-Behörden die Aktion vorbereitet. Die künstliche Flut soll 60 Stunden lang durch das 446 Kilometer lange Teilstück des Colorado River schießen. "Das Wasser strömt mit einer Geschwindigkeit aus, die das Empire State Building innerhalb von 20 Minuten füllen würde", erklärte Kempthorne. Die Idee dabei: Die Wassermassen sollen helfen, wieder Strände aus Sand und Schlick entstehen zu lassen, die für Tiere und Erholung suchende Menschen zugleich interessant wären. Auch auf das Wiederentstehen von Fischgründen hoffen die Behörden.
Durch den Bau des Glen-Canyon-Damms im Jahr 1963 hat der im Grand Canyon fließende Colorado viel von seiner Ursprünglichkeit und Kraft verloren....
Geschrieben von Spiegel Online am Donnerstag, 28. Februar 2008. Bisher wurde dieser Artikel 88 mal aufgerufen
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Spektakuläres Experiment an einem Naturwunder: Der Grand Canyon soll künstlich geflutet werden. Die US-Regierung will damit das angeschlagene Ökosystem im Fluss Colorado stärken - Umweltschützer halten die aufsehenerregende Überschwemmung für Humbug.
Jahrmillionen brauchte der Colorado River, um den Grand Canyon tief ins Gestein des US-Bundesstaats Arizona zu schneiden. Doch die Wassermassen, die für die Entstehung der atemberaubend schönen und bizarren Landschaft gesorgt haben, sind versiegt: Seit 1963 staut der Glen-Canyon-Damm den Colorado auf. Das Ergebnis ist der gewaltige Lake Powell - und ein relativ trockener Grand Canyon.
Der Damm hat den Colorado von einem warmen, schlammigen und unberechenbaren Strom in einen kühleren, klareren und streng kontrollierten Wasserlauf verwandelt. Der Nachteil: Ohne die Springfluten, die das System durchspülen, können keine neuen Ufer und Fischgründe entstehen. Die ursprünglich im Colorado beheimateten Fische....
Geschrieben von Angelverein Karlsruhe e. V. am Donnerstag, 14. Februar 2008. Bisher wurde dieser Artikel 92 mal aufgerufen
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Am 22. Februar um 15:00 Uhr findet im Naturschutzzentrum Karlsruhe-Rappenwört ein Vortrag über die Auswirkungen des Totholz-Projektes im Knielinger See statt. Referent ist der Biologe Andreas Becker, der Eintritt ist frei.
In vielen Gewässern Baden-Württembergs können sich derzeit keine gesunden und natürlichen Fischbestände entwickeln. Verantwortlich hierfür sind eine ganze Reihe von Faktoren. Sehr häufig stehen jedoch zwei Einflussgrößen unter Verdacht, eine besonders wichtige Bedeutung zu haben: Die Eintönigkeit und Strukturarmut der Unterwasserlandschaften und der Fraßdruck durch Kormorane. Zudem wird häufig argumentiert, dass diese beiden Faktoren einander direkt beeinflussen. Insbesondere für Stillgewässer ist über diesen Zusammenhang jedoch recht wenig bekannt. Im Rahmen des Totholzprojekts am Knielinger See waren diese beiden Faktoren und insbesondere deren Zusammenhang die zentralen Untersuchungsinhalte.
Der vorliegende Kurzbericht beschreibt dieses Projekt und stellt die wichtigsten Ergebnisse vor....
Geschrieben von pressetext am Donnerstag, 7. Februar 2008. Bisher wurde dieser Artikel 88 mal aufgerufen
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Bisher galten nur Vögel und Säugetiere als Überträger von Samen in Wäldern. Brasilianische Forscher haben nun auch tropische Süßwasserfische als Erhalter der üppigen Vegetation entlarvt. Das Forscherteam um Mauro Galetti von der Sao Paulo State University hat entdeckt, dass im Pantanal, dem weltgrößten Binnenfeuchtgebiet, Fische eine wichtige Rolle für den Weitertransport von Baumsamen spielen. Nicht nachhaltige Fischereimethoden bedrohen damit auch den Fortbestand der Wälder, berichtet das Wissenschaftsmagazin Nature in seiner Online-Ausgabe. Die üblichen Methoden der Samen-Ausbreitung durch Tiere erfolgt über Samenkapseln, die sich mit Haken oder Dornen an das Fell der Tiere haften und damit weitertransportiert werden oder als Nahrung über den Verdauungstrakt, der die Samen erst keimfähig macht. In den vergangenen Jahren...
Geschrieben von DBU / M. Siedler – Aqua-Globe-Project am Dienstag, 29. Januar 2008. Bisher wurde dieser Artikel 59 mal aufgerufen
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Eine Rohrdommel zwischen im Wind wogenden Schilfhalmen? Ein idyllisches Bild, aber leider bekommt es kaum noch jemand zu sehen. Denn in ganz Europa sterben die Schilfgürtel an den Seeufern ab und mit ihnen ein einzigartiger Lebensraum: Insekten, Vögel und Fische büßen immer mehr Schutz- und Bruträume ein, was die Ökosysteme der Feuchtgebiete und Gewässer stark beeinträchtigt. Die Biologische Station Krickenbecker Seen in Nettetal-Hombergen geht gegen den Schilfschwund an, will in den nächsten vier Jahren innerhalb des Vogelschutzgebiets Maas-Schwalm-Nette knapp zehn Hektar trockengelegtes Niedermoor dauerhaft fluten und wieder mit Schilf bepflanzen. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) fördert das Projekt mit insgesamt 273.000 Euro.
Auf einer Größe von fast 14 Fußballfeldern will der Verein die Humusauflage entfernen, die Fläche dauerhaft fluten und mit Schilf bepflanzen. DBU-Generalsekretär Dr. Fritz Brickwedde: “Ziel ist die Entwicklung eines geschlossenen Schilfgürtels, der vom Aussterben bedrohten Vogelarten wie der Rohrdommel wieder einen Lebensraum bietet.“ Damit entstünden zusätzliche Laichplätze beispielsweise für Fische, Frösche und Kröten sowie mehr Platz für....
Geschrieben von Universität Wien / idw am Dienstag, 22. Januar 2008. Bisher wurde dieser Artikel 81 mal aufgerufen
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Seit Jahren messen weltweit WissenschafterInnen den CO2-Ausstoß in die Atmosphäre, um Prognosen über den Temperaturanstieg zu erstellen. Bis vor kurzem blieb dabei das CO2 von Fließgewässer unberücksichtigt. Ein Team um Tom Battin, Limnologe der Universität Wien, hat nun erstmals die Treibhausgas-Menge von Flüssen geschätzt und nach dem Grund für die Freisetzung geforscht. Die Ergebnisse sind seit 20. Januar 2008 im neuen Fachmagazin "Nature Geoscience" nachzulesen.
Alle Fließgewässer weltweit - Bäche, Flüsse und Ästuare (Flussmündungen) - stoßen jährlich fast eine Gigatonne Kohlenstoff in Form von CO2 aus....
Geschrieben von Sience / Antje Findeklee - spektrumdirekt am Freitag, 18. Januar 2008. Bisher wurde dieser Artikel 90 mal aufgerufen
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Ein nettes Tal, durchzogen von einem fröhlich dahin plätschernden Bächlein, das in weiten Kurven, mal schnell, mal langsam durch die Wiesen mäandriert: Das ist Natur. Das Bild dient daher als Vorlage für zahlreiche Renaturierungsmaßnahmen seelenloser, zu begradigten Drainagegräben degradierter Gewässer im ländlichen Raum. Doch womöglich bauen Naturschützer damit ausgerechnet die bis heute wirkenden ersten massiven Eingriffe des Menschen ins Fließgeschehen nach. Die Großen zuerst, lautete lange Jahre das Motto im Gewässerschutz: Im Rhein sollten wieder Lachse schwimmen und nicht nur Umweltminister baden gehen können. Also wurden Kläranlagen gebaut, um die Gewässergüte - festgemacht an verschiedenen biologischen und physikalisch-chemischen Qualitätsanzeigern - zu steigern. Durchaus mit gewissem Erfolg.
Geschrieben von Spiegel Online am Donnerstag, 10. Januar 2008. Bisher wurde dieser Artikel 72 mal aufgerufen
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Jetzt lebt auch der amerikanische Flohkrebs im Bodensee. Er ist bereits der vierte seit 2002 entdeckte neue Bodensee-Bewohner, teilte die Universität Konstanz mit. Diese sogenannten Neozoen hätten jedoch bisher keine schwerwiegenden Auswirkungen auf den Bodensee. Zuvor hatten Wissenschaftler bereits den Höckerflohkrebs, die Körbchenmuschel und die Schwebegarnele im See ausgemacht. Bereits 1965 war die Dreikantmuschel, 1985 der Kaulbarsch entdeckt worden.
Die Forscher gehen davon aus, dass die Neozoen aus dem Oberrheingebiet stammen. Durch den Ausbau der Schifffahrtswege und besonders seit der Eröffnung des Rhein-Main-Donau-Kanals seien die großen Flüsse stark von Einwanderern besiedelt worden. Die gebietsfremden Tiere.....
Geschrieben von WWF am Freitag, 21. Dezember 2007. Bisher wurde dieser Artikel 87 mal aufgerufen
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BUND und WWF wollen den erneuten Ausbau der Ems mit Rechtsmitteln stoppen. Die Umweltverbände haben in diesen Tagen offiziell Widerspruch gegen die vorläufige Baugenehmigung eingelegt, weil die Teilgenehmigung der Wasser- und Schifffahrtsdirektion Nordwest europäisches Naturschutz- und Umweltrecht verletze. Die Verbände fordern umgehend Akteneinsicht in neue Verfahrensunterlagen.
Die Fahrrinne der Ems soll verbreitert und eine Brücke umgebaut werden. Dies soll die Überführung einer neuen Generation von Kreuzfahrtschiffen von der Papenburger Meyer-Werft an die Nordsee ermöglichen.
Mit jeder neuen Schiffsgeneration werde die Ems weiter zugrunde gerichtet...