Der WWF übt deutliche Kritik an dem vom Bundesamt für Seeschifffahrt (BSH) vorgelegten Plan zur Raumordnung in Nord- und Ostsee. Anlässlich der ersten Anhörung zu dem Entwurf am gestrigen Dienstag in Rostock erklärt WWF-Experte Uwe Johannsen: „Statt zwischen Umwelt- und Wirtschaftsinteressen zu vermitteln, räumt die Behörde der Schifffahrt und anderen Nutzungen absoluten Vorrang ein. Die ökologische Krise der deutschen Meere kann so nicht gelöst werden.“
Mit dem Raumordnungsplan will Deutschland als eines der ersten Länder in Europa einen Rahmen für die Meeresnutzung jenseits der 12- Seemeilen-Zone – der so genannten „Ausschließlichen Wirtschaftszone“ – schaffen. An dem Konzept hat das BSH drei Jahre lang in enger Abstimmung mit der Bundesregierung gearbeitet. Das Papier sollte ursprünglich wirtschaftliche Eingriffe und Umweltschutz besser koordinieren und Konflikte mindern. Denn spätestens mit dem Bau der geplanten Offshore-Windparks und dem zunehmenden Schiffsverkehr wird es eng auf dem Meer....
Geschrieben von WWF am Mittwoch, 24. Oktober 2007. Bisher wurde dieser Artikel 212 mal aufgerufen
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Die EU-Fischereiminister haben gestern Abend entschieden, dass sich der Ostsee-Dorsch nicht von der Überfischung erholen darf. Die Minister beschlossen in Luxemburg, die Fangmengen für den stark bedrohten Dorschbestand in der östlichen Ostsee lediglich um fünf Prozent, für den westlichen Bestand um 28 Prozent zu reduzieren. Damit blieben sie hinter dem Vorschlag der EU-Kommission zurück, die eine Verringerung um 23 bzw. 33 Prozent vorgesehen hatte. Die Wissenschaftler des Internationalen Rates zur Erforschung der Meere (ICES) hatten sogar empfohlen, den Fang ganz auszusetzen. „Dies ist eine dramatische Fehlentscheidung...
Geschrieben von Leibniz-Instituts für Ostseeforschung Warnemünde / Leibniz-Instituts für Meereswissenschaften Kiel am Donnerstag, 4. Oktober 2007. Bisher wurde dieser Artikel 168 mal aufgerufen
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Auf einer gemeinsamen Expedition haben Wissenschaftler des Leibniz-Instituts für Ostseeforschung Warnemünde (IOW) und des Leibniz-Instituts für Meereswissenschaften Kiel (IFM-GEOMAR) zum ersten Mal in der Ostsee das so genannte Ocean Tracer Injection System OTIS zur Markierung von Wassermassen erfolgreich eingesetzt. Mit diesem Verfahren lassen sich Vermischungsprozesse im Wasser detailliert verfolgen. Die Meeresforscher erhoffen sich durch neue Erkenntnisse bei diesen grundlegenden Prozessen Fortschritte bei der Erforschung des Nährstoffkreislaufes in marinen Ökosystemen....
Geschrieben von WWF am Montag, 1. Oktober 2007. Bisher wurde dieser Artikel 218 mal aufgerufen
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70.000 Quadratkilometer Ostsee haben sich wegen Sauerstoffmangels bereits in Todeszonen verwandelt. Ausgerechnet die Bundesregierung und das Land Mecklenburg-Vorpommern blockieren jetzt einen Plan, der das dramatische Ostseesterben abmildern soll. „Deutschland wird zum Totengräber der Ostsee. Die Haltung der Landwirtschaftsminister des Bundes und Mecklenburg-Vorpommerns, Horst Seehofer und Till Backhaus, ist ein Skandal“, kritisiert Jochen Lamp, Leiter des WWF-Büros in Stralsund. Hintergrund: Deutschland weigert sich, verbindliche Quoten für die Einleitung von Nährstoffen in das Baltische Meer zu akzeptieren....
Geschrieben von SPIEGEL ONLINE am Freitag, 28. September 2007. Bisher wurde dieser Artikel 274 mal aufgerufen
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In der Ostsee sind zwischen der Halbinsel Darß und der Insel Hiddensee erstmals seit mehreren Jahren Delfine beobachtet worden. Forscher zeigten sich überrascht - sie vermuten einen Zusammenhang mit der Erderwärmung.
Die Sichtung der Delfine sei eine kleine Sensation, sagte Harald Benke, Direktor des Deutschen Meeresmuseums, nach der Auswertung von Fotografien. Die Besatzung des Bundespolizeischiffs BP21 "Bredstedt" hatte die beiden Delfine am Sonntag zwischen Darßer Ort, dem nördlichsten Punkt der Halbinsel Darß, und Hiddensee gesichtet und fotografiert...
Geschrieben von WWF am Mittwoch, 26. September 2007. Bisher wurde dieser Artikel 201 mal aufgerufen
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Der Streit zwischen der EU und Polen um die Dorschfischerei in der Ostsee eskaliert. Nach Angaben des WWF sind am gestrigen Dienstag trotz des Brüsseler Fangverbots erneut polnische Fischerboote aus den Häfen von Darlowo und Gdyina ausgelaufen, um Dorsch zu fangen – mit Rückendeckung der Regierung in Warschau. „Polen bricht bewusst EU-Recht. Das Land riskiert den Kollaps der gefährdeten Dorschbestände. Damit bedroht Polen Tausende von der Fischerei abhängige Arbeitsplätze in den Ostseestaaten“, so Fischereiexpertin Karoline Schacht vom WWF Deutschland. Die jahrzehntelange Überfischung habe bereits vielen Menschen den Job gekostet....
Geschrieben von Europäische Kommission in Deutschland am Dienstag, 4. September 2007. Bisher wurde dieser Artikel 189 mal aufgerufen
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Die EU-Kommission hat heute Fangmöglichkeiten und begleitenden Maßnahmen für bestimmte Fischbestände in der Ostsee für 2008 vorgeschlagen. Hintergrund ist der besorgniserregende Dorschbestand. Außerdem haben wissenschaftliche Gutachten ergeben, dass sich die Überlebensrate von Junglachsen verschlechtert hat. Positiv hat sich hingegen der Zustand des Heringsbestands der mittleren Ostsee entwickelt. EU-Fischereikommissar Joe Borg dazu: „Ich ersuche die Mitgliedstaaten, mit der Industrie und der Kommission enger zusammenzuarbeiten, damit der Mehrjahresplan in vollem Umfang angewendet wird. Dies ist für die Wiederauffüllung der Dorschbestände und für die Zukunft der betreffenden Fangflotten in der Ostsee von größter Bedeutung....
Geschrieben von Silvia von Einsiedel / Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) am Freitag, 31. August 2007. Bisher wurde dieser Artikel 174 mal aufgerufen
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Vor dem Hintergrund von Klimawandel und wachsendem Nutzungsdruck in Küsten- und Randmeeren stellt KDM eine Denkschrift zum meereskundlichen Forschungsbedarf vor. Meereswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler aus 11 deutschen Forschungsinstituten haben unter dem Schirm des Konsortiums Deutsche Meeresforschung die wesentlichen Entwicklungstendenzen in den Küstenmeeren auf der Basis des aktuellen Forschungsstandes zusammengestellt. Sie verweisen darauf, dass die Folgen dieser Entwicklungen vielfach nicht erforscht sind. Damit fehle in vielen Bereichen die wissenschaftliche Basis für eine vorausschauende Planung in den Küstenzonen. Diese sei aber dringend erforderlich vor dem Hintergrund des globalen Klimawandels und des verstärkten Nutzungsdrucks. Beide kommen in Küstenregionen zusammen zum Tragen und erzeugen dadurch....
Geschrieben von Sigrid Totz / Greenpeace am Montag, 27. August 2007. Bisher wurde dieser Artikel 186 mal aufgerufen
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Eimer mit vermoderten Algen und totem Kabeljau haben Greenpeace-Aktivisten am Montag vor dem HELCOM-Hauptquartier in Helsinki abgeliefert. Dort wollen die Unterzeichner der Ostsee-Schutzkonvention (HELCOM) diese Woche über wichtige Details des Ostsee-Aktionsplans beraten.
25 Prozent des gesamten Ostseegrundes sind bereits tot. Das ist übler Weltrekord.
Die Algen und der tote Fisch sollen daran erinnern, dass während dieses Treffens die Ostsee draußen weiter stirbt." ....
Geschrieben von WWF am Dienstag, 14. August 2007. Bisher wurde dieser Artikel 179 mal aufgerufen
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Die EU-Agrarpolitik trägt laut einem WWF-Report entscheidend zu Algenblüten und Sauerstoffmangel in der Ostsee bei. Jeder EU-Bürger an der Ostsee zahle pro Jahr 72 Euro in den Brüsseler Agrartopf – und fördere damit ein System, dass die Überdüngung in der Landwirtschaft belohne. Vor allem über die Flüsse gelangen überschüssige Nährstoffe ins Meer und zerstören wertvolle Lebensräume. „Die Ostsee hat sich mit tatkräftiger Unterstützung aus Brüssel von einem Meer mit klarem Wasser in ein trübes, überdüngtes Gewässer vor dem Kollaps entwickelt“, so Jochen Lamp, Leiter des WWF-Ostseebüros in Stralsund.
Ein Sechstel des Meeres, eine Fläche von 70.000 Quadratkilometern, habe sich in Todeszonen verwandelt....
Geschrieben von WWF am Freitag, 20. April 2007. Bisher wurde dieser Artikel 229 mal aufgerufen
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Der WWF fordert vor Beginn der Urlaubszeit alle Kreuzfahrt- und Fährreedereien an der Ostsee auf, die Einleitung von Fäkalien und Abwässern von den Schiffen ins Meer umgehend zu stoppen. Jährlich werden 80 Millionen Menschen über die Ostsee befördert, davon 11 Millionen von und nach Deutschland. Durch die ungeklärten Abwässer gelangen bis zu 460 Tonnen Stickstoff und 150 Tonnen Phosphate sowie Bakterien, Krankheitskeime, Essensreste und Schwermetalle in die Ostsee. Weil diese Praxis in internationalen Gewässern noch immer legal ist, setzt der WWF auf freiwillige Selbstverpflichtungen der Schiffsbetreiber. „Jetzt sind die Reeder gefragt....