Die kürzlich bei John Wiley & Sons erschienene, von den Warnemünder Ostseeforschern Rainer Feistel, Günther Nausch und Norbert Wasmund herausgegebene Monographie repräsentiert den derzeit größten gemeinsamen Datensatz im Ostseeraum. Die Ostsee gehört zu den am besten untersuchten Meeren der Welt: Seit vielen Jahrzehnten werden hier an zahlreichen Orten kontinuierlich Daten zum Zustand der Meeresumwelt erhoben. So entstanden Langzeitdatensätze, die teilweise mehr als 50 Jahre umfassen. Ein Großteil dieses rund um die Ostsee verteilten Datenschatzes wurde nun als umfangreiche Dokumentation für die wissenschaftliche Öffentlichkeit zusammengestellt. Er besteht aus über 14 Millionen Messdaten und betrifft sowohl die Meteorologie und das Klima als auch die Physik, Chemie und Biologie der Ostsee
Die Langzeitdatensätze belegen, dass sich in dem beobachteten Zeitraum unvorhersehbare Veränderungen in den physikalisch-chemischen Rahmenbedingungen des Ökosystems Ostsee ergeben haben.
Beispiel Sauerstoffversorgung: Während der 1980er Jahre.....
Geschrieben von Spiegel online / Illustration: Manfred Siedler – Aqua-Globe-Project am Donnerstag, 3. Juli 2008. Bisher wurde dieser Artikel 3 mal aufgerufen
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Wissenschaftler stehen vor einem Rätsel: In der Kieler Förde tauchten nicht nur große Mengen von Ohrenquallen auf, die Tiere trieben auch wie aufgeblasen an der der Wasseroberfläche. Ein Meeresbiologe versucht, den ungewohnten Anblick zu erklären.
Tausende "aufgeblasene" Ohrenquallen (Aurelia aurita) an der Wasseroberfläche hatten bei Passanten große Verwunderung ausgelöst. "Auf dieses Phänomen sind wir bisher noch nicht gestoßen", bestätigt Meeresbiologe Ulrich. Die stärkste Konzentration war zum Wochenbeginn in der Innenförde beobachtet worden. "Sehr viele Quallen haben Gasblasen, die sie an die Oberfläche auftreiben lassen", erklärt Sommer. "Was sonst über mehrere Meter Wassertiefe verteilt ist, wurde jetzt alles an die Oberfläche getrieben."
Der Wissenschaftler brachte einen möglichen Zusammenhang.....
Geschrieben von Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde am Freitag, 27. Juni 2008. Bisher wurde dieser Artikel 10 mal aufgerufen
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Die kürzlich bei John Wiley & Sons erschienene, von den Warnemünder Ostseeforschern Rainer Feistel, Günther Nausch und Norbert Wasmund herausgegebene Monographie repräsentiert den derzeit größten gemeinsamen Datensatz im Ostseeraum. Die Ostsee gehört zu den am besten untersuchten Meeren der Welt: Seit vielen Jahrzehnten werden hier an zahlreichen Orten kontinuierlich Daten zum Zustand der Meeresumwelt erhoben. So entstanden Langzeitdatensätze, die teilweise mehr als 50 Jahre umfassen. Ein Großteil dieses rund um die Ostsee verteilten Datenschatzes wurde nun als umfangreiche Dokumentation für die wissenschaftliche Öffentlichkeit zusammengestellt. Er besteht aus über 14 Millionen Messdaten und betrifft sowohl die Meteorologie und das Klima als auch die Physik, Chemie und Biologie der Ostsee
Die Langzeitdatensätze belegen, dass sich in dem beobachteten Zeitraum unvorhersehbare Veränderungen in den physikalisch-chemischen Rahmenbedingungen des Ökosystems Ostsee ergeben haben.
Beispiel Sauerstoffversorgung: Während der 1980er Jahre.....
Geschrieben von Johann Heinrich von Thünen-Institut, Bundesforschungsinstitut für Ländliche Räume, Wald und Fischere am Montag, 23. Juni 2008. Bisher wurde dieser Artikel 14 mal aufgerufen
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Die Sprottenbestände in der südlichen Ostsee waren in diesem Frühjahr in einer untypischen Wassertiefe anzutreffen. Dies hat die jüngste Forschungsfahrt des Fischereiforschungsschiffes "Walther Herwig III" ergeben. Den Grund für dieses ungewöhnliche Phänomen sieht der Fahrtleiter Dr. Uwe Böttcher vom Institut für Ostseefischerei des Johann Heinrich von Thünen-Instituts (vTI) in den außergewöhnlich warmen Wintern der letzten beiden Jahre.
"Normalerweise befinden sich die Sprotten in der südlichen Ostsee im Mai noch unterhalb der Sprungschicht, die salzhaltiges wärmeres Wasser von weniger salzhaltigem, aber in der Regel kälterem Wasser trennt", so Böttcher. In diesem Frühjahr seien sie jedoch....
Geschrieben von Umweltbundesamt (UBA) am Freitag, 30. Mai 2008. Bisher wurde dieser Artikel 31 mal aufgerufen
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Fachleute sind besorgt über Fehlbildungen bei Meeresbewohnern - Ursachenforschung in Nord- und Ostsee nötig
Die Geschlechtsorgane der Aalmutter (Zoarces viviparus) in Nord- und Ostsee sind geschädigt. Das zeigt eine Untersuchung für die Umweltprobenbank des Bundes (UPB), die das Institut für angewandte Ökologie (IFAÖ) an den Geschlechtsorganen (Gonaden) dieser Meeresfische durchführte. Die UPB sammelt bereits seit 1985 jährlich tausende Proben aus der Umwelt und vom Menschen. Diese werden eingelagert und stehen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern für Analysen der Schadstoffbelastung zur Verfügung. So erlaubt der Probenstock der Aalmutter repräsentative Rückschlüsse auf die Chemikalienbelastung dieses typischen Küstenfisches in Nord- und Ostsee.
Erstmals hat die UPB nun die Geschlechtsorgane eines jährlichen Aalmutterfangs....
Geschrieben von Dr. David Völker - Institut für Geologie d. Freien Universität Berlin/Manfred Siedler - Aqua-Globe am Donnerstag, 8. Dezember 2005. Bisher wurde dieser Artikel 433 mal aufgerufen
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Die Ostsee ist von Landmassen umgeben und steht nur über das Kattegat in Verbindung zu den Weltmeeren bzw. der Nordsee. Es wird daher auch als riesiger Fjord betrachtet. Die Ostsee ist insgesamt relativ flach (mittlere Tiefe 50 m), es gibt jedoch einzelne tiefe Tröge bis...
Geschrieben von IFM-GEOMAR am Donnerstag, 29. Mai 2008. Bisher wurde dieser Artikel 54 mal aufgerufen
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Nach 9-monatiger Bauzeit eröffnet am 1. Juni das Aquarium des Leibniz-Institut für Meereswissenschaften (IFM-GEOMAR) wieder für die Öffentlichkeit. Der zweite Abschnitt der Instandsetzung und Modernisierung des 1972 erbauten Aquariums wurde mit Mitteln des Landes Schleswig-Holstein in Höhe von 530.000 Euro finanziert. Darüber hinaus halfen Spenden von Kieler Unternehmen, moderne Informationssysteme anzuschaffen. Die gesamte Baumaßnahme wurde in Zusammenarbeit mit dem Gebäudemanagement Schleswig-Holstein realisiert.
Der Heringsschwarm schwimmt wieder. „Es war nicht einfach, die Kieler Heringe in das neue, größere Becken zu bekommen,“ berichtet Dr. Uwe Waller, der wissenschaftliche Leiter, und fährt fort...
Geschrieben von Spiegel online / Shark Alliance am Montag, 19. Mai 2008. Bisher wurde dieser Artikel 75 mal aufgerufen
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Raubfische in Gefahr: Umweltschützer fürchten, dass vielen Haien in der Ostsee die Ausrottung droht. In den Gewässern zwischen Dänemark und Finnland tummeln sich mehr Arten als gemeinhin bekannt. Menschen brauchen sich vor den Tieren allerdings nicht zu fürchten.
In der Shark Alliance haben sich Umweltschutzorganisationen zusammengeschlossen, die sich für den Schutz von Haien einsetzen. Die jüngste Bestandsanalyse der Organisation befasst sich nun mit einem Gebiet, in dem die wenigsten Nicht-Fachleute überhaupt Haie vermutet hätten. Es geht um die Ostsee.
"Wir sind selbst überrascht, wie viele Arten es in der Ostsee gibt. Und dass darüber so wenig geforscht wird", sagte die deutsche Meeresbiologin und Allianz-Sprecherin Heike Zidowitz bei der Vorstellung des Berichts. Die Bilanz der Umweltschützer: Insgesamt 31 - vor allem kleinere - Haiarten leben in der Ostsee....
Geschrieben von Daniel Lingenhöhl / spektrumdirekt am Mittwoch, 7. Mai 2008. Bisher wurde dieser Artikel 86 mal aufgerufen
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Dorschkrise, Pipelinekontroverse, Sauerstoffkollaps Weltkriegsmunitionskalamitäten, - die Ostsee steht ökologisch schwer unter Beschuss und gehört vielleicht zu Europas schwierigsten wie größten Umweltproblemen. Um das kleine Nebenmeer überleben zu lassen, muss dies wohl von mindestens zwei Seiten angegangen werden.
Der Streit eskalierte letztes Jahr: Naturschützer, Fischereiexperten und die Europäische Union warnten die polnische Regierung im September 2007 eindringlich, sich endlich dem Schutz des Dorsches anzunehmen. Doch trotz eines geltenden Verbots der EU liefen Boote aus den Häfen von Darlowo und Gdyina aus, um den Brotfisch der Ostsee-Fischer zu fangen - allen geltenden Quoten und Bestimmungen zum Trotz. Polen hatte bereits zuvor die vereinbarten Fangmengen deutlich überschritten, obwohl der Dorsch als gefährdet gilt. Sein Bestand schrumpfte schließlich während der letzten Jahrzehnte auf nur noch ein Drittel der ursprünglichen Größe, und die gefangenen Fische werden immer kleiner und jünger, so dass die Fischer bereits die Kernsubstanz der Art angreifen und die zwingend nötige Erholung der Bestände immer stärker riskieren und erschweren....
Geschrieben von M. Siedler - Aqua-Globe am Donnerstag, 10. April 2008. Bisher wurde dieser Artikel 134 mal aufgerufen
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Langsam scheint Deutschlands größte Insel in der Ostsee zu versinken. Auf der Ostseeinsel Rügen stürzten am gestrigen Mittwoch, auf einer Länge von 100 m, rund 15.000 Kubikmeter Kreide in die Tiefe. Dies ist der größte Abbruch seit dem Absturz der Wissower Klinken vor rund drei Jahren, berichtet das Nationalparkamt Jasmund. Damals waren rund 50.000 Kubikmeter Kreide und Mergel von der Steilküste abgebrochen.
Ursache für den erneuten Abbruch sei die extrem hohe Niederschlagsmenge seit dem Sommer 2007. Ein Großteil des Regenwassers steckt noch immer im Boden. Erst am Dienstag waren auf Rügen bis zu 70 Liter Regen pro Quadratmeter niedergegangen....
Geschrieben von WWF am Dienstag, 11. März 2008. Bisher wurde dieser Artikel 165 mal aufgerufen
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Aufgrund der geringen Eisbedeckung der Ostsee sterben in diesen Wochen hunderte Ringelrobben-Babys. „Die Situation ist dramatisch. In einigen Regionen wird vielleicht kein einziges der in den letzten Wochen geborenen Robbenbabys überleben“, so Cathrin Münster vom WWF-Ostseebüro in Stralsund. „Das Robbensterben ist ein düsterer Vorbote des Klimawandels, der die Ostsee besonders hart treffen wird.“ Es gibt derzeit schätzungsweise 7.000 bis 10.000 Ostsee-Ringelrobben. Sie stehen auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion und sind vom Aussterben bedroht.
Laut Experten handelt es sich um den eisärmsten Winter in der Ostsee seit fast 300 Jahren. Ostsee-Ringelrobben, die ihren Nachwuchs im Februar und März bekommen, sind auf das Packeis angewiesen. Dort bauen sie sich Schneehöhlen, in denen sie ihre Babys aufziehen. „Weil das Eis zu schnell schmilzt, müssen die Jungtiere ins kalte Wasser, bevor sie eine robuste Fettschicht angesetzt haben. Dort verhungern und erfrieren sie qualvoll“, so Cathrin Münster vom WWF....