Wissenschaftler des Zentrums für Marine Tropenökologie (ZMT), der Universität Bremen und des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung in der Helmholtz-Gemeinschaft haben zusammen mit philippinischen und jordanischen Kollegen eine bisher unbekannte Riesenmuschel entdeckt. Tridacna costata lebt in Korallenriffen des Roten Meeres und wird bis zu 40 Zentimeter lang. Sie kommt auch fossil vor und hatte früher einen Anteil von 80 % an den Riesenmuschelarten im untersuchten Gebiet. Heute gehören nur noch weniger als ein Prozent der gefundenen Muscheln dieser Art an. Ihren Rückgang vor etwa 125.000 Jahren betrachten die Forscher als ersten Nachweis von Überfischung in der Geschichte der Menschheit. Nach den Rote-Liste-Kriterien der Internation.....
Geschrieben von Soiegel online am Freitag, 5. September 2008. Bisher wurde dieser Artikel 4 mal aufgerufen
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Das arktische Meereis zerfällt weiterhin mit dramatischem Tempo: Ein Jahrtausende altes Eisschelf ist losgebrochen und treibt nun im Ozean. Der Verlust an Eisfläche im hohen Norden übertrifft die Erwartungen von Forschern bei weitem.
Der Zerfall der Eisschelfs in der kanadischen Arktis scheint unaufhaltsam. Jetzt haben Forscher bekanntgegeben, dass das Markham-Schelf in der Region um die Ellesmere-Insel abgebrochen ist und in Richtung Atlantik treibt. Das Schelf mit einer Fläche von 49 Quadratkilometern löste sich demnach bereits Anfang August. Als Ursache nannte Luke Copland vom Labor für Kryosphärenforschung an der University of Ottawa die ungewöhnlich hohe Lufttemperatur in diesem Sommer......
Geschrieben von Spiegel online am Donnerstag, 28. August 2008. Bisher wurde dieser Artikel 10 mal aufgerufen
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Kein Eis, nirgends. Zum ersten Mal sind sowohl die Nordost- als auch die Nordwestpassage gleichzeitig für Schiffe befahrbar. Das Meereis in der Arktis könnte dieses Jahr so stark wie nie zusammenschmelzen, neue kurze Schifffahrtsrouten werden befahrbar.
In Bremen ist man ungeduldig. Eigentlich, so sagt Verena Beckhusen von der Reederei Beluga, habe man bereits in diesem Sommer ein Schiff durch die Nordostpassage, oder – nach russischer Sprechweise - den Nördlichen Seeweg schicken wollen. Diese Schifffahrtsroute führt von der Insel Nowaja Semlja im Nordwesten Russlands an der nordsibirischen Küste entlang bis in die Beringstraße zwischen dem Fernen Osten Russlands und Alaska.
Schiffe, die auf diesem Weg reisen, nehmen eine Abkürzung, die es in sich hat.....
Geschrieben von Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung am Mittwoch, 20. August 2008. Bisher wurde dieser Artikel 16 mal aufgerufen
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Das deutsche Forschungsschiff Polarstern, das vom Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung in der Helmholtz-Gemeinschaft betrieben wird, befährt erstmals die Nordwestpassage. Polarstern hat am 12. August den Hafen von Reykjavik verlassen, Grönland südlich umschifft und befindet sich derzeit am Beginn der Nordwestpassage. Ziel ist die Ostsibirische See, wo geowissenschaftliche Messungen an der Schnittstelle zwischen dem Mendelejew-Rücken und dem ostsibirischen Schelf im Fokus der Expeditionsteilnehmer stehen. Die im Rahmen des Internationalen Polarjahres angestrebten Messdaten sollen helfen zu verstehen, wie die untermeerischen Gebirgszüge und Becken des Arktischen Ozeans gebildet wurden. Diese Expedition führt die Wissenschaftler in 68 Tagen rund um den Nordpol, denn die Rückfahrt soll über die Nordostpassage stattfinden.
Auf den Spuren Alfred Wegeners, der die Theorie der Kontinentalverschiebung 1915 begründete, möchten die Wissenschaftler die tektonischen Zusammenhänge am Grund des Nordpolarmeeres klären......
Geschrieben von Spiegel Online am Montag, 23. Juni 2008. Bisher wurde dieser Artikel 77 mal aufgerufen
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Die Arktis wird wärmer, immer mehr Eisberge brechen ab. Wo sie über den Meeresboden kratzen, bringen sie alles Leben durcheinander. Ein Meeresbiologe hat nun herausgefunden, dass dieses gelegentliche Umpflügen der Meeresfauna und -flora sogar guttun kann.
Wenn Jürgen Laudien über die Arktisstation Koldewey auf Spitzbergen spricht, dann klingt das, als ob er von einem tollen Urlaub erzählt. Dabei liegt die internationale Forschungsstation gar nicht so weit vom Nordpol entfernt - rund 1000 Kilometer sind es noch bis dorthin (mehr...). Und es kann kalt werden dort. Sehr kalt. Im Winter bis zu minus 35 Grad Celsius.
Aber der Meeresbiologe kommt meist im Früh- oder Spätsommer, dann ist es angenehmer. Er kommt, um zu tauchen. Er holt Plastikscheiben aus den Tiefen, die er dort an die Steilhänge geschraubt hat. Die Welt wird wärmer, und wenn es so etwas wie ein Fieberthermometer der Erde gibt....
Geschrieben von Technische Universität Berlin am Mittwoch, 18. Juni 2008. Bisher wurde dieser Artikel 87 mal aufgerufen
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Um die Frage zu klären, wie sich der Klimawandel auf die Eismassen der europäischen Arktis auswirkt, fördert die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) ein außergewöhnliches Forschungsprojekt, an dem Wissenschaftler der Technischen Universität Berlin maßgeblich beteiligt sind. Vom 9. Mai bis zum 5. Juni 2008 waren Prof. Dr. Dieter Scherer und Dipl.-Ing. Roman Finkelnburg vom Fachgebiet Klimatologie auf 80 Grad nördlicher Breite und installierten gemeinsam mit Prof. Dr. Christoph Schneider und Dipl.-Geogr. Marco Möller auf der 2500 Quadratkilometer großen Eiskappe des Vestfonna, auf der zur Inselgruppe Svalbard gehörenden Insel Nordaustlandet gelegen, sechs Messstationen. Ins sommerliche Berlin zurückgekehrt, schildern sie ihre Eindrücke von der Forschungsreise und formulieren erste Thesen darüber, wie die europäischen Gletscher auf die globale Erwärmung reagieren.
"Auffällig war, wie stark es im vergangenen Winter....
Geschrieben von Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung am Mittwoch, 11. Juni 2008. Bisher wurde dieser Artikel 95 mal aufgerufen
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Nach nur dreiwöchiger Werftzeit in Bremerhaven läuft der Forschungseisbrecher Polarstern des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung in der Helmholtz-Gemeinschaft am Donnerstag, den 12. Juni in die Arktis aus. Die insgesamt rund vier Monate dauernde Expedition ist in drei Fahrtabschnitte unterteilt und führt über die Grönlandsee nach Spitzbergen bis in die Framstraße. Im dritten Fahrtabschnitt ist die Durchfahrt der Nord-West-Passage bis in die ostsibirische See geplant. Zwei Tage zuvor, am Dienstag, den 10. Juni verlässt das Forschungsschiff Heincke die Insel Helgoland mit Richtung Orkney Inseln. Im Mittelpunkt der Forschungen stehen meeresbiologische Untersuchungen im Nordatlantik.
Forschungsschwerpunkt des ersten Fahrtabschnitts der Polarstern sind ozeanographische Messungen in der Grönlandsee. Die Arbeiten im Rahmen des Internationalen Polarjahres werden von Dr. Gereon Budéus, Ozeanograph am Alfred-Wegener-Institut, geleitet und sollen neue Erkenntnisse über die Auswirkungen des Klimawandels liefern. Er und seine Kollegen haben spezielle Verankerungen entwickelt, die einmal täglich von etwa 100 Metern Wassertiefe bis auf den Grund in 3700 Meter Tiefe absinken und wieder auftauchen. Dabei messen sie die.....
Geschrieben von Claudia Misch - pressetext am Freitag, 9. Mai 2008. Bisher wurde dieser Artikel 123 mal aufgerufen
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Forscher des Virginia Institute of Marine Science haben nachgewiesen, dass das Insektizid Dichlordiphenyltrichlorethan (DDT) im Fettgewebe von Adeliepinguinen heute in den gleichen Mengen vorhanden ist, wie in den 1960er Jahren. Zu dieser Zeit war das DDT weltweit in der Landwirtschaft und Privathaushalten sowie zur Malariabekämpfung eingesetzt worden. In den meisten Industrieländern wurde die Verwendung des Insektizids aufgrund seiner gesundheitsgefährdenden Wirkung jedoch in den 1970er Jahren schrittweise eingeschränkt. Dass die antarktischen Pinguine dennoch gleich stark mit der Chemikalie belastet sind, begründen die Forscher mit dem zunehmenden Abschmelzen der Eismassen, das einen ganzen Cocktail chemischer Substanzen in die Nahrungskette entlässt. "Das DDT bringt so ziemlich alle Folgen mit sich, die eine Chemikalie haben kann", erklärt Greenpeace-Chemiker Herwig Schuster. "Bei Säugetieren wirkt es....
Geschrieben von Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung am Dienstag, 22. April 2008. Bisher wurde dieser Artikel 160 mal aufgerufen
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Die Tiefsee der Antarktis wird nach jahrelanger Erwärmung wieder kälter. Dadurch könnten die Umwälzbewegungen der ozeanischen Wassermassen in Schwung gebracht werden. Dies ist das erste Ergebnis der jetzt in Punta Arenas in Chile zu Ende gegangenen Polarstern-Expedition des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung in der Helmholtz-Gemeinschaft. Gleichzeitig haben Satellitenaufnahmen die höchste Ausdehnung von Meereis im antarktischen Sommer seit Beginn der Aufzeichnungen gezeigt. Ob der kalte antarktische Sommer einen neuen Trend einleitet oder nur ein „Ausrutscher“ war, wird mittels autonomer Messbojen in den nächsten Jahren weiter verfolgt.
Die Polarstern-Expedition ANT-XXIV/3 war der Untersuchung der ozeanischen Zirkulation und den davon abhängigen Stoffkreisläufen im Meer gewidmet. Schwerpunkte stellten die Projekte CASO (Climate of Antarctica and the Southern Ocean) und GEOTRACES dar, zwei der Hauptprojekte in der Antarktis im Internationalen Polarjahr 2007/08.
Unter Leitung von Dr. Eberhard Fahrbach, Ozeanograph am Alfred-Wegener-Institut, waren 58 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus zehn Ländern vom 6. Februar bis 16. April 2008 an Bord....
Geschrieben von Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung am Dienstag, 15. April 2008. Bisher wurde dieser Artikel 167 mal aufgerufen
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Zum ersten Mal hat ein Deutscher an einer russischen Drift-Expedition teilgenommen und die Atmosphäre über der zentralen Arktis während der Polarnacht erforscht. Jürgen Graeser von der Forschungsstelle Potsdam des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung in der Helmholtz-Gemeinschaft ist jetzt nach Deutschland zurückgekehrt. Als Mitglied der 21-köpfigen russischen Expedition NP-35 (35. Nordpol-Drift-Expedition) hat er sieben Monate auf einer treibenden Eisscholle in der Arktis verbracht. Der 49-jährige Wissenschaftstechniker hat Beobachtungsdaten aus einer Region gewonnen, die normalerweise während des arktischen Winters unzugänglich und damit weitgehend unerforscht ist. Aufstiege mit einem Fesselballon bis in 400 Meter Höhe, sowie ballongetragene Sondenaufstiege bis in 30 Kilometer Höhe lieferten Messwerte, die dazu beitragen werden, gegenwärtige Klimamodelle für die Arktis zu verbessern.
Die Arktis ist trotz ihrer Bedeutung für das Klimasystem der Erde immer noch ein weißer Fleck auf der Datenlandkarte....
Geschrieben von Spiegel Online am Montag, 14. April 2008. Bisher wurde dieser Artikel 192 mal aufgerufen
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Die rapide Gletscherschmelze in der westlichen Antarktis beunruhigt Wissenschaftler. Ob der Mensch verantwortlich ist, war bisher unklar - jetzt legen Forscher erstmals Daten über das Schrumpfen des Eispanzers in den vergangenen Jahrtausenden vor. Sie untermauern schlimmste Befürchtungen.
Es muss gewaltig gekracht haben im vergangenen Herbst, als ein gigantischer Eisberg von der Zunge des Pine-Island-Gletschers abbrach. Rund ein Jahr lang hatte es in der Antarktis gerummst und geknirscht, bis der Riese endlich losbrach und in den Ozean trieb. Mit einer Größe von 20 mal 34 Kilometern Größe erreichte er nahezu die Landfläche von New York City.
Geschrieben von Spiegel online am Mittwoch, 26. März 2008. Bisher wurde dieser Artikel 209 mal aufgerufen
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Es ist ein Klotz von enormer Größe: Ein rund 41 Kilometer langer und 2,5 Kilometer breiter Eisberg hat sich in der Antarktis vom Wilkins-Schild gelöst. Grund für das Zerbersten des Eispanzers ist laut Experten der Klimawandel.
Sattelitenaufnahmen zeigen, wie der gigantische Schelfeisblock zerfällt. Wie das US-Eis- und Schneedatenzentrum (NSIDC) an der Universität von Colorado in Boulder mitteilte, brach am 28. Februar zunächst ein 41 mal 2,5 Kilometer großer Eisberg von der Südwestseite des Wilkins- Schelfeises ab. Dadurch ausgelöst sei dann eine Eisfläche von 405 Quadratkilometern auseinandergebrochen. Nur ein dünner Streifen intakten Eises verhindere noch, dass es zu weiteren Abbrüchen an dem insgesamt mehr als 13.000 Quadratkilometer großen Eispanzer komme.....
Geschrieben von Spiegel online am Dienstag, 25. März 2008. Bisher wurde dieser Artikel 206 mal aufgerufen
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Kaltes Wasser, gigantische Tiere - so präsentierte sich das Rossmeer in der Antarktis den Meeresforschern. Hunderte bislang unbekannte Arten haben sie bei einer Expedition eingesammelt. Für Verblüffung sorgten riesige Seesterne und Quallen mit Zwölf-Meter-Tentakeln.
Die Menschen wissen nur wenig über das faszinierende Leben der Ozeane. Wenn eine Expedition dann noch in die wenig erforschten Gewässer der Antarktis aufbricht, dann sind Überraschungen geradezu programmiert. Und so kamen die Meeresforscher, die jetzt im Rossmeer nahe Neuseeland unterwegs waren, mit reicher Beute zurück....
Geschrieben von Spiegel online am Montag, 3. März 2008. Bisher wurde dieser Artikel 229 mal aufgerufen
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Ein riesiger Eisberg, siebenmal größer als Liechtenstein, schmilzt im Südatlantik vor sich hin. Vor kurzem war er noch Teil einer gigantischen Eisplatte. An seinem Beispiel wollen Wissenschaftler den Einfluss des Klimawandels auf die Eislandschaften der Antarktis untersuchen.
Vor vier Jahren hat sich ein mächtiger Eisberg von einer großen Eisplatte abgespalten und treibt nun im Südatlantik. Seine Abmessungen sind gewaltig: Mit 50 mal 22 Kilometern besitzt er fast die siebenfache Fläche Liechtensteins. Doch sein Schicksal scheint besiegelt: Hellblaue Flecken auf einem aktuellen Satellitenbild zeigen, dass der Gigant schrumpft.
Aufgrund der hohen Sommertemperaturen gehen Wissenschaftler davon aus, dass der Eisberg mit der Bezeichnung A53a schon in den nächsten Monaten zusammenstürzen wird. "Er könnte ganz plötzlich zu vielen kleinen blauen Mini-Eisbergen auseinanderbröseln, die dann auf dem Ozean treiben", sagte Ted Scambos vom National Snow and Ice Data Center in Colorado. ...
Geschrieben von Ecology Magazine / Daniel Lingenhöhl – spektrumdirekt am Donnerstag, 21. Februar 2008. Bisher wurde dieser Artikel 255 mal aufgerufen
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Trotz Eiseskälte blüht das Leben an den Küsten und in den Meeren der Antarktis - noch. Denn steigende Wassertemperaturen durch die menschengemachte Erderwärmung drohen in kurzer Zeit eine Lebensgemeinschaft zu zerstören, die sich Millionen von Jahre bewährt hat.
Extreme Bedingungen erfordern extreme Anpassungen: Frostschutzmittel im Blut, dafür fehlen Blutfarbstoffe und Blutkörperchen, langsames Wachstum und verlangsamter Stoffwechsel. Das (Über)Leben in der Antarktis ist nicht leicht und hängt stets am seidenen Faden, da Eis, Frost und extreme Stürme jederzeit für Opfer in der Tierwelt sorgen können. Dennoch brüten Millionen Pinguine und Seevögel in der Nähe des Südpols, finden zahllose Robben und Wale dort ihr Auskommen. Sie alle hängen wiederum vom üppigen Krill und den Fischen ab, die im offenen Meer leben. Und selbst in den unterkühlten Küstengewässern der Antarktis tummeln Eisfische, Asseln, Seelilien, Schlangensternen und Muscheln unter dem Eis: Mehr als 4000 Arten haben Forscher in diesem speziellen Ökosystem bereits entdeckt, tausende weiterer Spezies verbergen sich wohl noch in dem meist unzugänglichen Habitat.
Die auf den ersten Blick so robust wirkenden Lebensgemeinschaften könnten jedoch bald....
Geschrieben von Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung am Mittwoch, 6. Februar 2008. Bisher wurde dieser Artikel 267 mal aufgerufen
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Im Südlichen Ozean können in großen Mengen an der Meeresoberfläche treibende Planktonalgen den Kohlendioxidgehalt des Oberflächenwassers deutlich reduzieren, was Auswirkungen auf den globalen Kohlendioxid-Kreislauf haben kann. Dies ist ein Ergebnis der am 4. Februar in Kapstadt beendeten Antarktisexpedition des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung in der Helmholtz-Gemeinschaft. Ein internationales Wissenschaftlerteam wird die bisherigen Erkenntnisse und drängenden Fragen der Antarktisforschung am 5. Februar im Rahmen eines Workshops an Bord des Eisbrechers Polarstern diskutieren. Bundesforschungsministerin Dr. Annette Schavan wird die Gelegenheit nutzen, um sich mit Vertretern führender Forschungseinrichtungen und südafrikanischen Ministerkollegen zu treffen. Bereits am 6. Februar wird Polarstern zur nächsten Antarktisexpedition aufbrechen. Ziel dieser ganz im Zeichen des Internationalen Polarjahres 2007/08 stehenden Expedition ist es, die Rolle des Südlichen Ozeans für das vergangene, gegenwärtige und zukünftige Klima zu verstehen....
Geschrieben von WWF am Mittwoch, 23. Januar 2008. Bisher wurde dieser Artikel 302 mal aufgerufen
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Der WWF fordert, die Ölförderung in der Arktis vorerst nicht weiter auszubauen. Denn nach einem neuen Report der Umweltstiftung sind die Ölkonzerne nicht ausreichend auf Ölunfälle vorbereitet. Die derzeit üblichen mechanischen und chemischen Methoden der Ölbekämpfung würden wegen der harschen Bedingungen in der Arktis – extreme Kälte, Wind und Sturm, Eisschollen, Dunkelheiten und geringe Sichtweiten – häufig nicht greifen. Zudem sei das Risiko von Ölkatastrophen aufgrund der schwierigen Witterung größer als in anderen Regionen.
Der WWF fordert zudem ein wirksames Abkommen zum Schutz der arktischen Meere. Angesichts der rasanten Umweltveränderungen infolge des Klimawandels, der Anreicherung von Umweltgiften, der Ausbeutung von Öl- und Gasvorkommen und der Erschließung neuer Schifffahrtsrouten sei ein solcher Schutzvertrag dringend erforderlich, so die Umweltschützer....
Geschrieben von Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung am Donnerstag, 17. Januar 2008. Bisher wurde dieser Artikel 218 mal aufgerufen
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Der Forschungseisbrecher Polarstern hat heute gegen 2:20 Uhr die Anlegestelle an der Eiskante des Ekström-Schelfeises in der Antarktis erreicht. Nach mehreren Tagen Eisbrechen ist es gelungen, eine Fahrrinne durch das kompakte Meereis zu brechen und einen geeigneten Liegeplatz für das Frachtschiff Naja Arctica zu schaffen. Naja Arctica transportiert im Auftrag des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung in der Helmholtz-Gemeinschaft die neue Forschungsstation Neumayer III und wird voraussichtlich im Laufe des heutigen Tages mit der Entladung der Stationsteile und Baufahrzeuge beginnen.
Am 16. Dezember 2007 hatte die Naja Arctica die Atka-Bucht in der Antarktis termingerecht erreicht. Eine mehrere Meter dicke Meereisbarriere vor Ort....