Der WWF fordert angesichts der dramatischen wirtschaftlichen Verluste durch die Plünderung der Meere ein konsequentes Umsteuern in der Fischereipolitik. Nach einer in dieser Woche von der Weltbank und der UN-Welternährungsorganisation FAO veröffentlichten Studie gehen der globalen Fischerei wegen schwindender Fischbestände jährlich mindestens 50 Milliarden US-Dollar (36,6 Milliarden Euro) verloren. Für die vergangenen drei Dekaden summiert sich der wirtschaftliche Verlust auf zwei Billionen US-Dollar (1,46 Billionen Euro). Dies entspricht in etwa dem Bruttoinlandsprodukt Italiens.
„Der Fischerei-Wahnsinn kennt nur Verlierer. Die Ozeane werden leer gefischt. Der Lebensraum Meer wird zerstört. Fischer erleiden herbe wirtschaftliche Verluste oder verlieren ihren Job. Eine Milliarde Menschen bangen um ihre wichtigste Nahrungsquelle. Dieses Drama muss ein Ende haben“, kommentiert WWF-Meeresexperte Stephan Lutter die neuen Zahlen.....
Geschrieben von Biological Conservation / spektrumdirekt am Montag, 4. August 2008. Bisher wurde dieser Artikel 22 mal aufgerufen
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Die in Australien eingeschleppten Aga-Kröten (Bufo marinus) fordern weitere Opfer: Wann immer die gefräßigen wie giftigen Lurche an einem Gewässer auftauchen, verschwinden die Australien-Krokodile (Crocodylus johnsoni) zuhauf. Bestandseinbrüche bis zu knapp 80 Prozent wiesen die Forscher um Mike Letnic von der University of Sydney in verschiedenen Regionen Nordaustraliens nach.
Bislang galt ein Tod der Krokodile als eher anekdotischer Natur, der von Rangern oder Touristen berichtet wurde. Sie hatten eine gehäufte Zahl an verendeten Reptilien festgestellt, nachdem die Kröten deren Habitat erreicht hatten. Im Normalfall finden sich nur selten die Körper toter Krokodile. Erste Hinweise gaben den Forschern fehlende Bisswunden durch Artgenossen, was sonst häufiger zum Tod führt. Sobald die Kröten jedoch in neue Lebensräume vordringen, setzt ein Massensterben unter den Echsen ein. Im Schnitt kostet es.....
Geschrieben von spektrumdirekt am Montag, 7. Juli 2008. Bisher wurde dieser Artikel 30 mal aufgerufen
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Aga-Kröten in intensiv landwirtschaftlich genutzten Regionen weisen mehr Geschlechtsabnormalitäten auf als Artgenossen in verstädterten Gebieten. Dies belegt den fatalen Einfluss von Düngern und Pestiziden auf die Gesundheit von Amphibien und ihre mögliche Rolle für das rapide Sterben von Fröschen und Kröten weltweit.
Krista McCoy vom Smithsonian Tropical Research Institute und ihre Kollegen hatten im Süden Floridas in unterschiedlich stark landwirtschaftlich genutzten und besiedelten Regionen jeweils mindestens 20 Tiere gesammelt. In den ländlichen Bereichen fanden sie weit mehr "zwittrige" Kröten, bei denen sowohl männliche als auch weibliche Fortpflanzungsorgane angelegt waren. Außerdem waren ihre Vorderbeine dünner und mit weniger Daumenschwielen ausgestattet, was das Festhalten der Weibchen während der Paarung erschwert.
Insgesamt waren - so weit das Geschlecht eindeutig festzustellen war - die Männchen.....
Geschrieben von 108th American Society for Microbiology General Meeting, Boston (1.-5.6.2008) / spektrumdirekt am Montag, 9. Juni 2008. Bisher wurde dieser Artikel 47 mal aufgerufen
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Verschiedene Bakterien auf der Haut von Amphibien bekämpfen den Pilz Batrachochytrium dendrobatidis, der eine zentrale Rolle im weltweiten Rückgang dieser Tierklasse spielt. Forscher suchen nun nach Möglichkeiten, sich diese Abwehr gezielt im Kampf gegen das Amphibiensterben zu Nutze zu machen.
Reid Harris von der James Madison University in Harrisburg und seine Kollegen berichten, dass sie bei Versuchen im Labor Vertreter von Rana muscosa vor Gewichtsverlust und sogar dem Tod retten konnten, wenn sie die Tiere vor der Infektion mit B. dendrobatidis mit dem Bakterium Janthinobacterium lividum behandelten. Ebenfalls Erfolg hatten die Forscher mit Pedobacter cryoconitis.
Diese Mikroorganismen leben auch natürlicherweise auf der Haut von Amphibien und produzieren offenbar Substanzen, welche den Pilz abtöten, wie frühere Untersuchungen zeigten. In Freiland-Populationen...
Geschrieben von Proceedings of the National Academy of Sciences / spektrumdirekt am Dienstag, 20. Mai 2008. Bisher wurde dieser Artikel 60 mal aufgerufen
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Ein Froschei lebt gefährlich: Im Wasser lauern Räuber, an Land droht Austrocknung durch die Sonne. Je nachdem, welches Risiko größer ist, platziert eine Froschart ihren Nachwuchs im oder über dem Nass. Eine Wahl, die sonst kein Wirbeltier hat. Der freie Fall steht am Anfang ihres Lebens. Denn Kaulquappen des neotropischen Bromelien-Laubfrosches (Dendropsophus ebraccatus) schlüpfen aus Eiern, die an Blättern oberhalb der Wasseroberfläche kleben. So vermeiden die Frösche, dass ihr Nachwuchs bereits als Laich zur Mahlzeit schwimmender Fressfeinde wird. Der Nachteil der Strategie besteht allerdings darin, dass die Eier sehr trockenheitsresistent sein müssen.
Verblüfft beobachteten Justin Touchon und Karen Warkentin von der Boston University jedoch im Jahre 2006, wie D. ebraccatus in einem der prallen Sonne ausgesetzten Teich in einem alten Steinbruch seine Eier direkt im Wasser platzierte - ganz entgegengesetzt....
Geschrieben von Antje Findeklee / spektrumdirekt am Donnerstag, 8. Mai 2008. Bisher wurde dieser Artikel 55 mal aufgerufen
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Wie lässt sich der weltweite Rückgang von Fröschen und Kröten bremsen?
Etwa ein Drittel aller Amphibienarten weltweit ist bedroht - Lebensraumzerstörung, Umweltverschmutzung, Klimawandel und ein mörderischer Pilz machen den Lurchen zu schaffen. Die Zeit drängt, den Tieren mit gezielten Schutzprogrammen zu helfen. Oder die Chance zu ergreifen, noch vor Eintritt einer Katastrophe aktiv zu werden - beispielsweise in Madagaskar. Unermüdlich sammeln Freiwillige hierzulande im Frühjahr Frösche und Kröten entlang von Straßen ein, um sie sicher im Eimer verstaut auf die andere Seite zu bringen. Niemand lacht mehr über Krötenzäune und -tunnel. Amphibien sind schützenswert, darin ist man sich einig.
Dabei ist wenigen Helfern bewusst, in welcher Gefahr diese Tiergruppe tatsächlich schwebt: Von den knapp 6200 bislang bekannten Arten stuft die Weltnaturschutzorganisation IUCN ein knappes Drittel als bedroht ein, nimmt man auch die als "beinahe gefährdet" klassifizierten Spezies dazu, erreicht die Quote 41 Prozent. Zudem....
Geschrieben von Livia Rasche - wissenschaft.de am Dienstag, 19. Februar 2008. Bisher wurde dieser Artikel 96 mal aufgerufen
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Forscher haben auf Madagaskar die Überreste des größten bekannten Frosches aller Zeiten gefunden: Das Tier war rund vierzig Zentimeter groß und wog etwa fünf Kilogramm, weshalb es seine Entdecker auf den Namen "Beelzebufo ampinga" tauften, was soviel wie gepanzerter Teufelsfrosch bedeutet. Der Goliathfrosch, mit 32 Zentimetern Länge und 3,6 Kilogramm Gewicht der größte heute lebende Frosch, hätte gegen das Urtier keine Chance gehabt, berichten Susan Evans und Marc Jones vom University College in London und David Krause von der Universität in Stony Brook.
Der madagassische Riesenfrosch lebte in der Kreidezeit, vor ungefähr 65 bis 70 Millionen Jahren. Er war sehr groß, schwer gebaut, hatte eine schützende Panzerung, einen sehr breiten Mund und kraftvolle Kiefer. Wahrscheinlich konnte er damit....
Geschrieben von spektrum direkt am Donnerstag, 6. Dezember 2007. Bisher wurde dieser Artikel 143 mal aufgerufen
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Er ist leuchtend grün, gerade einmal daumengroß und quakt um sein Leben: Der vom Aussterben bedrohte Europäische Laubfrosch (Hyla arborea) ist der "Lurch des Jahres 2008". Das teilte die Deutsche Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde (DGHT) am Dienstag in Stuttgart mit:
Der bis zu sechs Zentimeter große und sechs Gramm schwere Frosch lebt in geschützten Tümpeln und Hecken. Die findet er nur noch in Naturschutzgebieten, Kiesgruben oder Steinbrüchen. Die Zahl der Tiere habe sich seit dem Zweiten Weltkrieg halbiert, meinte der Zweite Vorsitzende der DGHT, Axel Kwet.
5503 Arten von Kröten, Unken und Fröschen gibt es weltweit - und alle sind über kurz oder lang vom Aussterben bedroht....
Geschrieben von Tilo Arnhold / Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung - UFZ am Freitag, 30. November 2007. Bisher wurde dieser Artikel 137 mal aufgerufen
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Einheimische Wasserfrösche können durch neu eingewanderte oder importierte Arten verdrängt werden. Zu diesem Ergebnis kommt eine französisch-deutsche Studie.
Die Wissenschafter hatten Populationen von Wasserfröschen in Frankreich und Nord-Spanien untersucht und stellten dabei fest, dass der eigentlich nur in Osteuropa verbreitete Seefrosch (Rana ridibunda) das Potential besitzt, einheimische Wasserfrösche wie den Grafschen Hybridfrosch (Rana grafi) oder den Iberischen Wasserfrosch (Rana perezi) zu verdrängen. Diese Fähigkeit begründe sich u.a. darauf, dass der Seefrosch länger lebe und schneller wachse als die einheimischen Arten. Zudem würden die Seefroschweibchen...
Geschrieben von SPIEGEL ONLINE am Montag, 12. November 2007. Bisher wurde dieser Artikel 121 mal aufgerufen
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Das Leben im Tümpel kann hart sein. Wenn die Wasserstände sinken, paaren sich die Weibchen der amerikanischen Schaufelfußkröte mit den artfremden Gebirgs-Schaufelfuß-Krötenmännchen. Eine clevere Überlebensstrategie, wie eine Biologin herausfand.
Schaufelfußkrötenweibchen sind konsequent: Wenn der Tümpel auszutrocknen droht, schauen sie sich nach Männchen einer anderen Art um. Der Grund: Die aus dieser Paarung resultierenden Kaulquappen reifen schneller heran als die Nachkommen mit Männchen ihrer eigenen Art. So verhindern die Krötenweibchen, dass ihr Nachwuchs im vertrocknenden Tümpel stirbt. Dieses umsichtige Paarungsverhalten....
Geschrieben von SPIEGEL ONLINE am Mittwoch, 17. Oktober 2007. Bisher wurde dieser Artikel 216 mal aufgerufen
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Die bis zu zwei Kilogramm schweren Aga-Kröten gelten in Australien als Landplage - ihr Gift tötet sogar Schlangen oder Krokodile. Doch ihre Größe macht den Amphibien nun selbst Probleme: Sie leiden unter Gelenkentzündungen.
Kleine dicke Tiere, die in Massen auftreten und alles wegfressen, was ihnen über den Weg läuft - das ist der Stoff, aus dem Horrorfilme gemacht werden. In Teilen Australiens ist der Schrecken jedoch Wirklichkeit: Die sogenannte Aga-Kröte hat sich mangels natürlicher Feinde zu einer Art Landplage entwickelt.....