Schwefelwasserstoff ist berüchtigt für seinen Gestank nach faulen Eiern. Aber Schwefelwasserstoff riecht nicht nur übel, er ist auch hoch giftig. Beim Menschen kann Schwefelwasserstoff in hohen Konzentrationen innerhalb kurzer Zeit zum Tod führen. Auch der Küstenfischerei – die etwa 90 Prozent der gesamten weltweiten Fischerträge erwirtschaftet - droht Gefahr durch das giftige Gas. Die Überdüngung der Küstengewässer führt dazu, dass sich dort regelmäßig Sulfid bildet. Dieses kann die Fischbestände drastisch reduzieren.
Bakterien spielen dabei eine unredliche Rolle – schließlich werden sie unter anderem für die Enstehung des tödlichen Sulfids verantwortlich gemacht. Bakterien können aber auch als Retter in der Not auftreten, hat nun eine internationale Gruppe von Forschern vom Max-Planck-Institut für Marine Mikrobiologie in Bremen, dem National Marine Information & Research Centre aus Namibia, dem Institut für Ostseeforschung Warnemünde und der Abteilung für Mikrobielle Ökologie der Universität Wien festgestellt. Deren überraschendes Ergebnis: Vor der Küste Namibias entgifteten die Mikroorganismen eine Fläche von etwa 7000 Quadratkilometern - fast dreimal so groß wie Luxemburg.
Geschrieben von Spiegel online am Dienstag, 28. Oktober 2008. Bisher wurde dieser Artikel 93 mal aufgerufen
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Trinkwasser wird in Zukunft eine wertvolle Ressource sein, um die womöglich sogar Kriege geführt werden. Doch bisher gab es keinen Überblick über die globalen Reserven. Jetzt haben die Vereinten Nationen die erste Grundwasser-Weltkarte veröffentlicht.
Fast 96 Prozent der Süßwasser-Reserven der Erde liegen nach Angaben der Uno unter der Erde - und die meisten dieser Grundwasser führenden Gesteinsschichten überschreiten Staatsgrenzen. Ärger dürfte in vielen Fällen programmiert sein, insbesondere in trockenen und zugleich konfliktträchtigen Regionen.
Doch trotz der strategischen Bedeutung von Trinkwasser hatte bisher noch niemand eine globale Inventur durchgeführt. Das Internationale Hydrologische Programm (IHP) der Unesco schließt jetzt diese Lücke. Seit dem Jahr 2000 arbeiten die Experten, darunter Mitarbeiter der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe in Hannover, an einer globalen Grundwasser-Datenbank - und haben ihre Ergebnisse nun in Form einer detaillierten Weltkarte veröffentlicht. Sie zeigt alle Grundwasser-Reservoirs.....
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