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Armer Kabeljau – Fischrei-Lobby setzt sich durch

Kaum haben sich die Kabeljau-Bestände in der Nordsee ein klein Wenig erholt, wird mit EU-Erlaubnis schon wieder geräubert was das Zeug hält. (Bild: Manfred Siedler – Aqua-Globe-Project)Die Signale stehen weiter auf Überfischung. Bei der Festlegung der Fangquoten für die Nordsee haben heute die Fischereiminister der EU-Länder die Warnungen von Wissenschaftlern, Umweltschützern und dem Rat der EU-Kommission weitgehend ignoriert. So dürfen die Nordsee-Fischer 2009 fast ein Drittel mehr Kabeljau fangen. Nach Angaben der EU-Kommission sind in Europa 88 Prozent der Bestände überfischt. Weltweit sind es 25 Prozent.

Ein weiteres Mal hat sich die europäische Fischereipolitik den egoistischen Interessen der Fangnationen gebeugt", kommentiert Bettina Walter, Meeresbiologin bei Greenpeace, die Entscheidung. "Die neuen Fangquoten beschleunigen erneut die Überfischung der Meere. Mit diesem Kurs wird eine wichtige Nahrungsquelle langfristig immer weniger zur Verfügung stehen."

Damit sich die Fischereibranche bei der Ausbeutung bedrohter Fischbestände nicht durchsetzen kann, ist nun der Lebensmittelhandel gefordert....

weiter …
 
Sylter Außenriff: Steine-Aktion wegen behördlicher Anordnung gestoppt E-Mail
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Geschrieben von Greenpeace / M. Siedler - Aqua-Globe-Project am Donnerstag, 11. September 2008.
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Tja, da kann man nur noch staunen!! Aber Hauptsache unsere Politiker und behördlichen Sesselpf.... habe ihre Schäfchen im trockenen. (Grafik und Kommentar: Manfred Siedler – Aqua-Globe-Project)Auf Anweisung des Bundesverkehrsministeriums hat die Kieler Behörde am Dienstag die Aktion im Sylter Außenriff beendet. Die Reederei darf keine Steine mehr an Greenpeace ausliefern.

Ohne Steine lässt sich wenig ausrichten: Greenpeace hatte für den Steinetransport ein Arbeitsschiff gechartert. Eine Untersagungsverfügung der Wasser- und Schifffahrtsdirektion Nord in Kiel sorgt nun dafür, dass diese auch dort bleiben müssen.

"Die Politik schiebt die Aufgabe an die Behörden und drückt sich davor, etwas für einen richtigen Meeresschutz zu tun", sagt Iris Menn, Meeresexpertin bei Greenpeace.

Das Sylter Außenriff wird durch den Abbau von Sand und Kies und der Fischerei mit Grundschleppnetzen stark belastet. Dabei ist das Riff von der Bundesregierung als Schutzgebiet ausgewiesen.
"Es ist ein Skandal, dass erneut ausgerechnet diejenigen verschont werden, die das Meer zerstören, und diejenigen aufgehalten werden, die es schützen wollen.....

Kommentar Manfred Siedler – Aqua-Globe-Project
Hier spiegelt sich die Schizophrenie der deutschen Politiker einmal mehr wider.
Auf der einen Seite wirbt gerade das Land Schleswig-Holstein für die Aufnahme des Wattenmeers als UNESCO Welterbe und nur einen Tag später, nachdem dieses Ansinnen der schleswig-holsteinischen Landesregierung publik wird (siehe Artikel Schleswig-Holstein wirbt für Naturerbe Wattenmeer vom 09.09.2008) machen Politik und Behörden eine 180°-Drehung und verbieten genau die Schutzmaßnahmen, die für die Aufnahme der deutschen Meeresgebiete als Naturerbe nötig wären.
Hier wird der Bürger gelinde ausgedrückt „VERLADEN“

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