Aus einem großen, orangefarbenen Müllwagen ragt eine riesige Fisch-Schwanzflosse. „Meerestiere sind kein Müll! Stoppt Beifang!“ prangt als Motto auf dem LKW. Damit protestiert der WWF in Brüssel gegen das millionenfache Töten von Fischen, Walen, Seevögeln und anderen Bewohnern des Meeres, die als sinnloser Beifang in der europäischen Fischerei verenden. Laut eines WWF-Berichtes werden allein in der Nordsee pro Jahr eine Million Tonnen Fisch wie Müll wieder über Bord geworfen. „Diese Rückwurf-Praxis muss beendet werden. Wir fordern einen europäischen Aktionsplan gegen die gigantische Verschwendung von Meerestieren“, so WWF-Expertin Karoline Schacht.
Während die Aktivisten vor den Türen des Brüsseler Ratsgebäudes demonstrieren, beraten dahinter die EU-Fischereiminister über die neuen Fangquoten in Nordsee und Nordostatlantik. Das Thema Beifang steht ganz oben auf der Tagesordnung. Den Ministern liegt eine Vereinbarung zwischen....
Geschrieben von IFM-GEOMAR am Mittwoch, 30. Juli 2008. Bisher wurde dieser Artikel 23 mal aufgerufen
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180 Wissenschaftler aus 34 Nationen versammeln sich vom 4. bis 7. August 2008 auf Einladung des Leibniz-Instituts für Meereswissenschaften (IFM-GEOMAR) in Kiel zur 32. Jährlichen Fischlarven-Konferenz (Annual Larval Fish Conference, kurz: ALFC). Erstmals findet dieses weltweit größte Treffen von Experten, die sich mit der Kindheit der Fische beschäftigen, in Deutschland statt. Das Forschungsthema ist hochaktuell: Weltweit sind viele Fischbestände aufgrund von Überfischung stark gefährdet. Ohne ausreichend Nachwuchs könnten sie endgültig zusammenbrechen.
Wenn Fischlarven aus dem Ei schlüpfen, sind sie meist sehr empfindliche Geschöpfe mit teilweise bizarren Formen. Dies wird jedoch erst sichtbar, wenn man sie durch ein Mikroskop betrachtet. Denn die frisch geschlüpften Larven von Hering, Sprotte und Co sind nur wenige Millimeter lang. In dieser Lebensphase treiben viele Arten....