Korallenriffe sind komplexe und außerordentlich artenreiche Ökosysteme. Zwei bahnbrechende LMU-Studien liefern nun neue Einblicke in diese wichtigen Lebensräume - wie auch das Werkzeug zu einer schonenden Untersuchung dieser faszinierenden Unterwasserwelten. Ein Forscherteam unter der Leitung von Dr. Christian Wild hat sich in einer Studie den bislang kaum untersuchten Kaltwasserkorallen gewidmet, die in Meerestiefen von mehreren hundert Metern leben.
Die Wissenschaftler konnten beweisen, dass auch diese Riffe - wie die tropischen Warmwasserkorallen - große Mengen organischen Materials absondern, wodurch die Aktivität der Mikroorganismen in diesem Ökosystem entscheidend beeinflusst werden kann. Weitere Wissenslücken könnten nun mit Hilfe einer anderen Studie geschlossen werden, die unter der Leitung von Dr. Christian Laforsch durchgeführt wurde: Er und sein Team haben eine Methode zur Vermessung der Oberfläche von Korallen entwickelt, bei der - anders als bei den sonst üblichen Verfahren - das empfindliche Gewebe nicht geschädigt wird. Die Korallenoberfläche ist für die Forschung und Aufklärung biophysikalischer Prozesse eine zentrale Größe. Nun hat die Wissenschaft ein wichtiges Instrument an der Hand, um Nährstoffkreisläufe, Wachstumsraten und andere Prozesse am Riff zu untersuchen......
Geschrieben von Umweltbundesamt am Montag, 16. Juni 2008. Bisher wurde dieser Artikel 68 mal aufgerufen
Sollten Sie einen defekten Link in unseren Artikeln finden, benachrichtigen Sie uns bitte unter
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie es sehen können
Fachleute aus dem In- und Ausland diskutieren, wie sich die Kohlendioxid-Speicherung auf die marine Umwelt auswirkt.
Technisch ist es durchaus möglich, das klimaschädliche Kohlendioxid (CO2) aus den konzentrierten Abgasströmen von Kraftwerken zu trennen und in poröse Gesteinsschichten oder Sedimentablagerungen im Meeresuntergrund einzupressen. Doch lässt sich das Treibhausgas damit dauerhaft und sicher verwahren, ohne dass die Meeresumwelt Schaden nimmt? Diese Frage steht im Zentrum eines Treffens von Fachleuten aus dem In- und Ausland, zu dem das Umweltbundesamt (UBA) vom 16. bis 17. Juni ins Berliner Bundespresseamt einlädt. Im Fokus der Diskussion stehen die Ergebnisse einer Studie zu meeresökologischen und -geologischen sowie rechtlichen Aspekten der CO2-Einlagerung im Meeresuntergrund. Die CO2-Speicherung im Meeresuntergrund sollte es aus Sicht des UBA nur geben, soweit sichergestellt ist, dass die Meeresumwelt keinen Schaden nimmt und tatsächlich das Klima wirksam geschützt wird.
Die technische Abscheidung und Speicherung von CO2....