Seit über zwei Monaten wartet die japanische Regierung auf Importanträge für Walfleisch aus Island und Norwegen. Sollte die Import-Gesellschaft dem nicht nachkommen, wird das Fleisch vergammeln. In Japan gibt es keinen ausreichenden Absatzmarkt.
Rund 85 Tonnen Walfleisch wurden im Mai diesen Jahres von Nordeuropa nach Japan verschifft. Sie lagern nunmehr in japanischen Zollspeichern und warten auf ihre Importgenehmigung.
Nach einer Anfrage von Greenpeace liegen bis jetzt keine Importanträge beim japanischen Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie vor. Die zuständige Import-Gesellschaft wollte sich dazu nicht äußern.
Das Fleisch stammt aus Island und Norwegen und umfasst etwa 60 bis 80 Tonnen Finnwalfleisch und fünf Tonnen Minkewalfleisch. Dieses beginnt allmählich zu vergammeln und soll nun entsorgt werden.
So zumindest sieht es ein japanisches Verbraucherschutzgesetz vor: Waren aus Übersee müssen nach dreimonatiger Lagerzeit ausrangiert werden, wenn sie zu verderben drohen.
Die Nachfrage nach Walfleisch ist dabei gerade in Japan äußerst gering - viele Menschen haben es sogar noch nie gegessen. Japan setzt sich jedoch generell......
Geschrieben von Gesine Wiemer, Pressestelle des Forschungsverbundes Berlin e.V. / M. Siedler - Aqua-Globe-Project am Mittwoch, 11. Juni 2008. Bisher wurde dieser Artikel 30 mal aufgerufen
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Die meisten Seen, Flüsse und Küstengewässer sind derzeit in keinem guten ökologischen Zustand: Ein zu hoher Nährstoffgehalt führt zu einem starken Algenwachstum - man spricht von Eutrophierung. Zersetzen sich diese Algen, wird massiv Sauerstoff verbraucht. Das Gewässer beginnt zu "kippen" - es stinkt und die Fische sterben. Zudem verursachen die Algen eine Trübung des Wassers, wodurch sich viele Arten aufgrund des Lichtmangels nicht entwickeln können.
Wie kann man hier entgegenwirken? Darüber diskutierten Anfang Juni Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft und Verwaltung beim "1. Dialog am Müggelsee", den das Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei ins Leben gerufen hat. Dr. Horst Behrendt vom IGB stellte fest: "Die Reduzierung von Stickstoff und Phosphor ist unser erstes Ziel. Wir müssen jedoch zunächst die Verursacher identifizieren, um effektive Handlungsstrategien zu entwickeln." Die Havel trage beispielsweise nur drei bis vier Prozent der Stickstofffracht der Elbe bei. Eine Reduktion des Stickstoffeintrags in die Havel habe daher nur sehr geringe Auswirkungen auf die Belastung der Küstengewässer.....