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Lärm in den Ozeanen nimmt durch CO2-Eintrag zu

Der CO2-Eintrag in die Ozeane wirkt wie ein Schallverstärker und erhöht den Lärmpegel unter Wasser ernorm. (Grafik: © Manfred Siedler – Aqua-Globe-Project)Die Menschheit bläst immer mehr Kohlendioxid in die Luft - und verändert damit nicht nur das Klima. Auch die Ozeane versauern. Die bizarre Folge: Schall legt unter Wasser viel längere Wege zurück als bisher. Der Geräuschpegel steigen, worunter vor allem Meeressäuger leiden dürften.

Das Prinzip des menschgemachten Klimawandels ist bekannt: Durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe steigt der CO2-Gehalt der Atmosphäre, was die Temperaturen steigen, Gletscher schmelzen und die Meere anschwellen lässt. Doch das exzessive Verfeuern fossiler Brennstoffe hat noch weitere, unerwartete Nebenwirkungen für die Ozeane: Es lässt Schall unter Wasser weitere Strecken reisen als bisher, wie eine US-Studie jetzt zeigt.

Ursache sind die immer saureren Meere. Schätzungen des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) haben ergeben, dass der Säuregrad des Meerwassers bis 2050 um 0,3 pH-Einheiten zunehmen könnte, da die Ozeane mehr CO2 aus der Luft aufnehmen. Dadurch könnte sich die Reichweite von Tönen unter Wasser um bis zu.....

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Leben in Rekordtiefen E-Mail
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Geschrieben von Erwan Roussel (Université de Bretagne Occidentale, Brest) et al.: Science, Bd. 320 / wissenschaft.de am Freitag, 23. Mai 2008.
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Mit Bohrschiffen wie der amerikanischen Joides Resolution dringen die Forscher mehr als 1,5 km tief in den Meeresboden vor. (Foto: nsf.gov)Mehr als 1.600 Meter unter dem Meeresboden und damit viel tiefer als bisher angenommen wachsen und gedeihen Mikroorganismen. Das haben französische und britischer Forscher bei der Untersuchung von Bohrkernen entdeckt, die bis zu 111 Millionen Jahre alte Sedimente enthielten. In allen Proben entdeckten die Wissenschaftler Mikroben, die offenbar trotz der widrigen Bedingungen einen aktiven Stoffwechsel besitzen und sich auch vermehren. Die tiefste Stelle, an der bisher Leben unter dem Meeresgrund entdeckt wurde, lag lediglich bei 843 Metern, schreiben die Forscher um Erwan Roussel von der Université de Bretagne Occidentale in Brest. Die Erweiterung des besiedelten Gebiets sei vor allem deswegen interessant, weil vermutlich etwa zwei Drittel aller einfach gebauten Mikroorganismen der Erde in den Sedimenten unter dem Ozeanboden leben.

Roussel und sein Team analysierten neun Bohrkerne aus dem Meeresboden vor der Küste Neufundlands, die aus Tiefen von 860 bis 1.626 Metern stammten und zwischen 46 bis 111 Millionen Jahre alt waren. Die tiefste....

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