Eine Art von ökologischer Selbstkontrolle der Meeresfauna schützt Korallen vor einem ihrer größten Feinde. Das hat ein australischer Biologe herausgefunden. Bestimmte Abschnitte des Great Barriere Reefs, in denen ein striktes Fischfangverbot herrscht, wurden in den Jahren 1994 bis 2004 nur relativ selten von Massenvermehrungen des Dornenkronenseesterns heimgesucht.
Dornenkronenseesterne sind normalerweise eher selten. Allerdings kommt es unter bestimmten Umständen zu Massenauftreten die als Welle mit den vorherrschenden Meeresströmungen von Norden nach Süden durch das Great Barriere Reef laufen.
Mehr als tellergroß und mit hunderten Giftstacheln besetzt, kann jeder einzelne dieser Seesterne pro Monat einen Quadratmeter Korallen abfressen. Wenn die Tiere in Massen auftreten, wie es im Great Barriere Reef seit den 60er-Jahren bereits mehrmals geschehen ist, verwandeln sie den Meeresboden in eine bleiche Kalkwüste. Das Fehlen von Fressfeinden begünstigt solche Vorkommnisse, schreibt Hugh Sweatman vom Australian Institute of Marine Science im Fachblatt “Current Biology”......
Geschrieben von IFM-GEOMAR am Montag, 19. Mai 2008. Bisher wurde dieser Artikel 27 mal aufgerufen
Sollten Sie einen defekten Link in unseren Artikeln finden, benachrichtigen Sie uns bitte unter
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie es sehen können
Die Aktivitäten des Menschen auf der Erde führen nicht nur zu einem Anstieg der Kohlendioxidkonzentrationen, die wiederum für die Klimaerwärmung verantwortlich gemacht werden, auch die Emissionen von Stickstoffverbindungen steigen immer stärker an. Wie auch beim Kohlendioxid wird ein Teil dieser Stickstoffverbindungen vom Ozean aufgenommen und umgesetzt. Eine neue internationale Studie unter Beteiligung Kieler Meeresforscher, die am 16. Mai in der amerikanischen Fachzeitschrift „Science“ erscheint, zeigt, dass dieser zusätzliche Stickstoff aus der Atmosphäre im Ozean als Dünger fungiert. Er verstärkt dort die biologische Produktion, führt aber auch zu weiteren Rückkopplungen in Ozean und Atmosphäre.
Durch neue Datenanalysen hat eine Forschergruppe mit 30 Wissenschaftlern aus 11 Ländern den aktuellen Kenntnisstand über den atmosphärischen Stickstoffeintrag in den Ozean zusammengetragen. Die Kernaussagen der Veröffentlichung sind: