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Kleine Helfer in der Not - Bakterien entgiften tödliches Meerwasser

Verfärbtes Oberflächenwasser vor Namibia, das durch die Freisetzung giftigen Schwefelwasserstoffs aus dem Meeresboden entsteht (Foto:Jacques Descloitres, MODIS Rapid Response Team, NASA/GSFC, http://visibleearth.nasa.gov/view_rec.php?id=4976)Schwefelwasserstoff ist berüchtigt für seinen Gestank nach faulen Eiern. Aber Schwefelwasserstoff riecht nicht nur übel, er ist auch hoch giftig. Beim Menschen kann Schwefelwasserstoff in hohen Konzentrationen innerhalb kurzer Zeit zum Tod führen. Auch der Küstenfischerei – die etwa 90 Prozent der gesamten weltweiten Fischerträge erwirtschaftet - droht Gefahr durch das giftige Gas. Die Überdüngung der Küstengewässer führt dazu, dass sich dort regelmäßig Sulfid bildet. Dieses kann die Fischbestände drastisch reduzieren.

Bakterien spielen dabei eine unredliche Rolle – schließlich werden sie unter anderem für die Enstehung des tödlichen Sulfids verantwortlich gemacht. Bakterien können aber auch als Retter in der Not auftreten, hat nun eine internationale Gruppe von Forschern vom Max-Planck-Institut für Marine Mikrobiologie in Bremen, dem National Marine Information & Research Centre aus Namibia, dem Institut für Ostseeforschung Warnemünde und der Abteilung für Mikrobielle Ökologie der Universität Wien festgestellt. Deren überraschendes Ergebnis: Vor der Küste Namibias entgifteten die Mikroorganismen eine Fläche von etwa 7000 Quadratkilometern - fast dreimal so groß wie Luxemburg.

Die Forscher untersuchten das Auftreten von.....

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Geschrieben von Claudia Misch - pressetext am Freitag, 9. Mai 2008.
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Die Gesundheit der Wildtiere wie dieses Pinguins wird durch die freigesetzten Chemikalien bedroht (Fotoquelle: pressetext.de)Forscher des Virginia Institute of Marine Science haben nachgewiesen, dass das Insektizid Dichlordiphenyltrichlorethan (DDT) im Fettgewebe von Adeliepinguinen heute in den gleichen Mengen vorhanden ist, wie in den 1960er Jahren. Zu dieser Zeit war das DDT weltweit in der Landwirtschaft und Privathaushalten sowie zur Malariabekämpfung eingesetzt worden. In den meisten Industrieländern wurde die Verwendung des Insektizids aufgrund seiner gesundheitsgefährdenden Wirkung jedoch in den 1970er Jahren schrittweise eingeschränkt. Dass die antarktischen Pinguine dennoch gleich stark mit der Chemikalie belastet sind, begründen die Forscher mit dem zunehmenden Abschmelzen der Eismassen, das einen ganzen Cocktail chemischer Substanzen in die Nahrungskette entlässt.
"Das DDT bringt so ziemlich alle Folgen mit sich, die eine Chemikalie haben kann", erklärt Greenpeace-Chemiker Herwig Schuster. "Bei Säugetieren wirkt es....

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