Geschrieben von Daniel Lingenhöhl / spektrumdirekt am Mittwoch, 7. Mai 2008. Bisher wurde dieser Artikel 131 mal aufgerufen
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Dorschkrise, Pipelinekontroverse, Sauerstoffkollaps Weltkriegsmunitionskalamitäten, - die Ostsee steht ökologisch schwer unter Beschuss und gehört vielleicht zu Europas schwierigsten wie größten Umweltproblemen. Um das kleine Nebenmeer überleben zu lassen, muss dies wohl von mindestens zwei Seiten angegangen werden.
Der Streit eskalierte letztes Jahr: Naturschützer, Fischereiexperten und die Europäische Union warnten die polnische Regierung im September 2007 eindringlich, sich endlich dem Schutz des Dorsches anzunehmen. Doch trotz eines geltenden Verbots der EU liefen Boote aus den Häfen von Darlowo und Gdyina aus, um den Brotfisch der Ostsee-Fischer zu fangen - allen geltenden Quoten und Bestimmungen zum Trotz. Polen hatte bereits zuvor die vereinbarten Fangmengen deutlich überschritten, obwohl der Dorsch als gefährdet gilt. Sein Bestand schrumpfte schließlich während der letzten Jahrzehnte auf nur noch ein Drittel der ursprünglichen Größe, und die gefangenen Fische werden immer kleiner und jünger, so dass die Fischer bereits die Kernsubstanz der Art angreifen und die zwingend nötige Erholung der Bestände immer stärker riskieren und erschweren....
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