Schon die vor 200 Millionen Jahren lebenden Ichthyosaurier hatten Hautstrukturen wie Delfine. Das haben südafrikanische Forscher bei fossilen Überresten der stromlinienförmigen Schwimmer aus dem Erdzeitalter Jura entdeckt. Die Wissenschaftler fanden ein komplexes Netzwerk aus Fasern aus dem Protein Kollagen, das auch bei Delfinen die Haut extrem glatt und fest macht und damit hohe Schwimmgeschwindigkeiten ermöglicht.
Die Wissenschaftler untersuchten Überreste eines in England gefundenen Ichthyosauriers und entdeckten am Kopf des Fossils Reste einer hautartigen Struktur. Mit Hilfe der Rasterelektronenmikroskopie, bei der durch Wechselwirkung von Elektronen mit einem Objekt ein Bild erzeugt wird, gelang es den beiden südafrikanischen Forschern erstmals, den Aufbau der Hautstruktur der Fischsaurier aus Kollagen nachzuweisen. Andere Nachweismethoden schieden bislang aus, da sie die Proben unwiderruflich vernichtet hätten......
Geschrieben von M. Siedler - Aqua-Globe-Project / MARUM am Mittwoch, 16. April 2008. Bisher wurde dieser Artikel 82 mal aufgerufen
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Seit nunmehr vier Jahren verfolgt das Aqua-Globe-Project das Ziel Meereswissenschaften auch für den Laien sichtbar und verständlich zu machen. Dazu wurden in den vergangenen Jahren eine große Anzahl Grafiken, Animationen und Videos (z.B. im Downloadbereich oder im Aqua-Life-Lexikon) von uns angefertigt.
Nun hat dieses Prinzip auch bei den Wissenschaftlern selbst gefallen gefunden. Als erstes Institut präsentiert nun das Marum in Bremen wissenschaftliche Kurzfilme, die dem interessierten Besucher der Website einen Einblick in die Arbeit der Wissenschaftler verschaffen sollen.
Auf einer Pressekonferenz, die am 15. April 2008 in Berlin stattfand, startete der Präsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft DFG, Prof. Matthias Kleiner, das Projekt Science TV.....
Science TV macht Wissenschaft sichtbar: Drei Monate lang berichten Forscher Woche für Woche über ihre Arbeit in dreiminütigen Kurzfilmen. Quer durch alle Wissenschaftsgebiete entstanden filmische Forschungstagebücher.
Mit dabei waren auch das MARUM bzw. die Graduiertenschule GLOMAR. Unter der Projektleitung von Prof. Dierk Hebbeln drehten Verner Ernstsen und Albert Gerdes zwölf Filme. Sie veranschaulichen die vielen Facetten der Forschungen am MARUM bzw. GLOMAR.
Im Mittelpunkt jeder Folge stehen meist jüngere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Ihre Arbeitsfelder reichen von Kaltwasserkorallen über die heißen Quellen im Meer bis hin zur Frage, wie Hafenbau und Naturschutz im Zeichen der Globalisierung unter einen Hut gebracht werden können.