Die kürzlich bei John Wiley & Sons erschienene, von den Warnemünder Ostseeforschern Rainer Feistel, Günther Nausch und Norbert Wasmund herausgegebene Monographie repräsentiert den derzeit größten gemeinsamen Datensatz im Ostseeraum. Die Ostsee gehört zu den am besten untersuchten Meeren der Welt: Seit vielen Jahrzehnten werden hier an zahlreichen Orten kontinuierlich Daten zum Zustand der Meeresumwelt erhoben. So entstanden Langzeitdatensätze, die teilweise mehr als 50 Jahre umfassen. Ein Großteil dieses rund um die Ostsee verteilten Datenschatzes wurde nun als umfangreiche Dokumentation für die wissenschaftliche Öffentlichkeit zusammengestellt. Er besteht aus über 14 Millionen Messdaten und betrifft sowohl die Meteorologie und das Klima als auch die Physik, Chemie und Biologie der Ostsee
Die Langzeitdatensätze belegen, dass sich in dem beobachteten Zeitraum unvorhersehbare Veränderungen in den physikalisch-chemischen Rahmenbedingungen des Ökosystems Ostsee ergeben haben.
Beispiel Sauerstoffversorgung: Während der 1980er Jahre.....
Antikes und Aktuelles zur Tsunamigefahr im Mittelmeer
Geschrieben von Nature Geoscience / spektrumdirekt am Mittwoch, 12. März 2008. Bisher wurde dieser Artikel 47 mal aufgerufen
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Über drei Jahre sind inzwischen vergangen, seit ein Tsunami in Südostasien die Küsten überrollte und hunderttausende Todesopfer forderte. Kaum vorstellbar, dass eine solche Katastrophe auch das Mittelmeer heimsucht - doch weiß die Historie durchaus davon zu berichten. Nun haben Forscher den Ursprung der Flutwelle ermittelt, die einst Alexandria zerstörte. Hätte es die Geschichte von der Sintflut nicht schon gegeben, sie wäre am 21. Juli im Jahr 365 n. Chr. geboren worden: Nach einem schweren Erdbeben, das den gesamten östlichen Mittelmeerraum erschütterte, rasten Flutwellen über die flachen Küstenbereiche, überschwemmten fruchtbares Land, zerstörten Siedlungen und töteten tausende Menschen bis nach Ägypten und Sizilien. Prominentestes Opfer: Alexandria - allein hier starben den Überlieferungen zufolge 50 000 Personen.
Es war nicht das erste schwere Beben in der Region, und es wird auch nicht das letzte gewesen sein. Denn dank des Nordwärtsdrangs der Afrikanischen Platte, die sich hier unter die Eurasische Platte schiebt, steht der geknautschte Untergrund ständig unter Spannung und ist von Störungszonen und Bruchlinien durchzogen. Insbesondere im Osten des Meeresbeckens, wo zwischen den beiden großen Platten noch die kleinere Anatolische Platte geknetet wird, kommt es immer wieder zu schweren Erschütterungen entlang der Nordanatolischen Verwerfung. Ein solch schwerer Tsunami wie zu Zeiten Alexandrias jedoch blieb eher die Ausnahme....
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