Der WWF hat während des Probestaus der Ems zwischen dem Speerwerk Gandersum und Papenburg extrem niedrige Sauerstoffwerte gemessen. Zudem sei der Boden des Flusses zeitweise mit einer bis zu zwei Meter dicken Schlickschicht bedeckt. „Der Fluss ist auf einer Strecke von über 30 Kilometer praktisch tot“, erklärte WWF-Expertin Beatrice Claus. Die katastrophalen Messergebnisse seien vor allem auf die Baggerungen im Fluss zurückzuführen. Damit hatten die Behörden in den letzten Wochen die Ems vertieft, um am Wochenende die Überführung des XXL-Kreuzfahrtschiffes „Celebrity Solstice“ von der Papenburger Meyer Werft an die Nordsee zu ermöglichen. Die Überführung des Schiffes hatte am Sonntagmittag begonnen.
Wegen der andauernd schlechten Sauerstoffwerte gebe es vermutlich kaum noch Fische im Fluss. Darum sei aktuell auch kein Fischsterben zu beobachten. Am Gewässerboden hat der WWF am Freitag und Samstag Werte von weniger als einem Milligramm gemessen. Auch an der Gewässeroberfläche.....
Geschrieben von Environmental Science and Technology / sienceticker am Mittwoch, 27. Februar 2008. Bisher wurde dieser Artikel 95 mal aufgerufen
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Was durch Spülbecken oder Toilette rauscht, ist noch längst nicht aus der Welt. Amerikanische Forscher haben ermittelt, dass Regenwürmer viele Verbindungen aus Klärschlamm aufnehmen, nachdem dieser als Dünger ausgebracht worden ist. Da die Würmer wiederum von Vögeln, Säugern und anderen Tieren gefressen werden, könnten sich diese Verbindungen - teils in konzentrierter Form - im Nahrungsnetz ausbreiten.
Ähnliches gilt für Verbindungen aus Schweinegülle, berichten die Forscher um Chad Kinney von der Colorado State University und Edward Furlong vom US Geological Survey im Fachblatt “Environmental Science and Technology”. Einige der gefundenen Verbindungen, darunter Inhaltsstoffe von Reinigungsmitteln und Pflegeprodukten, beeinflussten bekanntermaßen das Hormonsystem von Tieren oder seien leberschädigend - auch beim Menschen.
In Europa und den Vereinigten Staaten werden jährlich schätzungsweise 2,4 bzw. 4 Millionen Tonnen Klärschlamm auf Feldern und anderen Flächen ausgebracht.....
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