Schwefelwasserstoff ist berüchtigt für seinen Gestank nach faulen Eiern. Aber Schwefelwasserstoff riecht nicht nur übel, er ist auch hoch giftig. Beim Menschen kann Schwefelwasserstoff in hohen Konzentrationen innerhalb kurzer Zeit zum Tod führen. Auch der Küstenfischerei – die etwa 90 Prozent der gesamten weltweiten Fischerträge erwirtschaftet - droht Gefahr durch das giftige Gas. Die Überdüngung der Küstengewässer führt dazu, dass sich dort regelmäßig Sulfid bildet. Dieses kann die Fischbestände drastisch reduzieren.
Bakterien spielen dabei eine unredliche Rolle – schließlich werden sie unter anderem für die Enstehung des tödlichen Sulfids verantwortlich gemacht. Bakterien können aber auch als Retter in der Not auftreten, hat nun eine internationale Gruppe von Forschern vom Max-Planck-Institut für Marine Mikrobiologie in Bremen, dem National Marine Information & Research Centre aus Namibia, dem Institut für Ostseeforschung Warnemünde und der Abteilung für Mikrobielle Ökologie der Universität Wien festgestellt. Deren überraschendes Ergebnis: Vor der Küste Namibias entgifteten die Mikroorganismen eine Fläche von etwa 7000 Quadratkilometern - fast dreimal so groß wie Luxemburg.
Geschrieben von Current Biology / spektrumdirekt am Dienstag, 26. Februar 2008. Bisher wurde dieser Artikel 53 mal aufgerufen
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Antarktischer Krill kommt nicht nur in den oberen Wasserschichten des Ozeans vor, sondern sogar bis in 3000 Meter Tiefe. Wissenschaftler um Andrew Clarke vom British Antarctic Survey schossen bei der Erforschung antarktischer Tiefseeregionen mit Hilfe eines Roboter-U-Bootes Bilder der garnelenähnlichen Kleinkrebse bei der Futteraufnahme.
Bisher wurde angenommen, dass diese nur in den oberen 150 bis 200 Metern des antarktischen Meeres leben...
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