Auf einer hochkarätig besetzten Tagung, die jetzt im Bremer MARUM stattfand, beschäftigten sich mehr als drei Dutzend Klimaforscher mit den Tiefenströmungen des Weltmeeres. Im globalen Klimageschehen kommt dabei dem Atlantischen Ozean eine Schlüsselrolle zu. Ziel des Workshops war es, das Material für einen "eiszeitlichen Ozeanatlas" zusammen zu tragen. Er soll möglichst viele der Datensätze enthalten, mit denen Klimaforscher das Geschehen im eiszeitlichen Weltmeer rekonstruieren können. Im Blickpunkt der Bremer Tagung stand die Frage, wie die Tiefseeströmungen auf große klimatische Veränderungen reagieren. Diskutiert wurde dies am Beispiel der letzten Eiszeit, die ihren Höhepunkt vor rund 21.000 Jahren erreichte. Der Hintergedanke der Forscher: Wer die Auswirkungen vergangenen Klimaereignisse versteht, kann sich ein besseres Bild über zukünftige Szenarien verschaffen. Denn klar ist: Der tiefgreifende Klimawandel, den wir derzeit erleben, wird sich auch auf das globale System der Ozeanströmungen auswirken.....
Das Spiel mit dem Klima - Klimaschutz kann gelingen, auch wenn jeder nur an sich selbst denkt
Geschrieben von Dr. Annette Kirk - Max-Planck-Institut für Meteorologie am Mittwoch, 20. Februar 2008. Bisher wurde dieser Artikel 76 mal aufgerufen
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Wenn wir unseren CO2-Ausstoß bis 2050 nicht um 50% senken, dann werden Teile der Welt möglicherweise unbewohnbar. Das stellt die Menschen vor ein soziales Dilemma: Wenn alle in den Klimaschutz investieren, dann lassen sich zumindest die dramatischen Folgen des "gefährlichen Klimawandels" vermeiden. Aber für jeden einzelnen Investor besteht dabei die Gefahr, dass zu viele andere nicht oder zu wenig investieren. Und das bedeutet: Er verliert seinen Einsatz und die Folgen treten trotzdem ein. Wie lassen sich Menschen angesichts einer solchen Situation zum gemeinsamen Klimaschutz bewegen? Die Wissenschaftler aus den Max-Planck-Instituten für Evolutionsbiologie und Meteorologie simulierten das Dilemma in einem Experiment. Ihre Versuchspersonen erreichten nur dann ein gemeinsames Klimaschutzziel, wenn jede einzelne überzeugt war, dass ein Versagen mit hoher Wahrscheinlichkeit persönliche Folgen haben würde.
Es ist die "tragedy of commons", die Tragödie des Allgemeinguts, dass es hoffnungslos von allen ausgebeutet wird. Es ist für alle kostenlos, deshalb geht kaum einer besonders rücksichtsvoll damit um. Das trifft zum Beispiel bei der Überfischung der Meere zu, aber auch beim globalen Klima...