Was wäre die Menschheit ohne das Meer und seine Reichtümer? Zumindest die Versorgung mit Nahrung wäre noch eingeschränkter. Ungeachtet dessen greifen wir das fundamentale Kapital der Ozeane an und zerstören die Kreißsäle und Kinderkrippen der Fische in Mangrovenwäldern wie Korallenriffen - obwohl wir von den Zinsen besser leben könnten.
Wie wertvoll Mangroven sein können, mussten die Bewohner von Wanduruppa schmerzlich am ersten Weihnachtstag des Jahres 2004 erfahren: Die von einem Seebeben vor Sumatra ausgelösten Tsunamis rissen in dem kleinen Dorf auf Sri Lanka zwischen 5000 und 6000 Menschen ins Meer oder erschlugen sie durch Baumstämme und Schutt, die von den starken Wellen umher geschleudert wurden. In den Jahren zuvor hatten die Menschen Wanduruppas ihre umliegenden Mangrovenwälder abgeholzt, um Garnelenzuchtteiche anzulegen oder Baumaterial und Brennstoff zu gewinnen. Die meterhohen Fluten aus dem Indischen Ozean konnten dadurch ungehindert ins Dorf rauschen und ihrern Tribut fordern.....
Geschrieben von Spiegel Online am Dienstag, 19. Februar 2008. Bisher wurde dieser Artikel 209 mal aufgerufen
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Es ist eine teuflische Verkettung, über die wenig diskutiert wird: Der zunehmende Wassermangel auf der Erde wird zur ernsten Gefahr für die Energieversorgung von Entwicklungs- und Industrienationen. Forscher in den USA suchen nun nach Auswegen aus der doppelten Versorgungskrise.
Peter Gleick ist überzeugt, dass die anderen etwas übersehen. Etwas Entscheidendes, das ebenso brisant sein könnte wie die globale Erwärmung. Das der Welt direkt vor Augen steht - und vielleicht gerade deshalb nicht erkannt wird.
"Wasser und Energie sind untrennbar miteinander verbunden", ruft Gleick seinem Publikum bei der Jahrestagung des US-Forschungsverbands AAAS in Boston zu. "Und fast nie werden sie von der Politik gemeinsam behandelt. Das wird zwangsläufig zur Zerrüttung der Wasser- und der Energieversorgung führen."
Mit dieser Einschätzung ist Gleick nicht allein. Mit ihm auf dem AAAS-Podium sitzen Vince Tidwell von den regierungseigenen Sandia National Laboratories, Lisa Epifanie vom US- Energieministerium und Michael Webber vom Center for International Energy & Environmental Policy im texanischen Austin. Vier Fachleute, eine Meinung....
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