Die Chemikalie TMDD führt die Rangliste der Fremdstoffe in deutschen Flüssen an. Doch niemand weiß, woher das Tensid kommt und wie gefährlich es ist. Wissenschaftler fordern jetzt eine gezielte Analyse der Risiken und warnen vor weiteren, bislang unbekannten Gefahrstoffen in Flüssen.
Es ist eine jener Substanzen, deren Name nicht einmal Chemikern flüssig über die Lippen kommt. Deshalb bevorzugen auch sie für 2,4,7,9-Tetramethyl-5-decin-4,7-diol lieber das geschmeidige Kürzel TMDD. Umweltanalytiker bringen die bisher praktisch unbekannte Industriechemikalie jetzt ins Licht der Öffentlichkeit. Still und leise kontaminiert sie offenbar heimische Fließgewässer und entwickelt sich zum Problem. TMDD ist "der Spitzenreiter", bemerkt Wilhelm Püttmann, Professor für Umweltanalytik an der Universität in Frankfurt am Main. "Es ist der Stoff, von dem wir annehmen können, dass er heute unter allen gelisteten und analysierten Fremdstoffen mit den höchsten Konzentrationen vertreten ist." Wenn er denn überhaupt gemessen wird.
Welche Gefahr TMDD für die Umwelt darstellt, ist bis heute nur unzureichend geklärt.....
Geschrieben von sienceticker am Montag, 18. Februar 2008. Bisher wurde dieser Artikel 104 mal aufgerufen
Sollten Sie einen defekten Link in unseren Artikeln finden, benachrichtigen Sie uns bitte unter
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie es sehen können
Die internationale Schifffahrt erzeugt mehr Abgase als bisher geschätzt. Im Vergleich zum Luftverkehr seien die Emissionen aus Tankern und Containerschiffen doppelt so hoch, heißt es in einem aktuellen Bericht der “International Maritime Organization” (IMO), eines Sonderorganisation der Vereinten Nationen. Die IMO liefert jenen Kritikern Argumente, die die Einbindung der Schifffahrt in globale Umweltschutzaktivitäten fordern.
Der Frachttransport über See erzeugt laut IMO-Bericht einen jährlichen Kohlendioxid-Ausstoß von 1,12 Milliarden Tonnen. Das sind rund vier Prozent der weltweiten Emissionen. Bisherige Schätzungen gingen dagegen von unter zwei Prozent aus. Zum Vergleich: Der Flugverkehr kommt weltweit auf rund 650 Millionen Tonnen Kohlendioxid....
Artikel weiterlesen auf sienceticker (Internet-Link)