Geschrieben von Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde am Donnerstag, 7. Februar 2008. Bisher wurde dieser Artikel 58 mal aufgerufen
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Am Samstag, den 9. Februar verlässt das Forschungsschiff Maria S. Merian seinen Heimathafen Rostock in Richtung Las Palmas auf Gran Canaria. Rund 10 Tage braucht es für die Strecke. Die 22-köpfige wissenschaftliche Besatzung unter der Leitung von Dr. Falk Pollehne, Meeresbiologe am IOW, wird erst dort an Bord gehen. Ihre Arbeitsgeräte haben die Wissenschaftler jedoch bereits in diesen Tagen verladen. Von Las Palmas startet die Merian am 19. Februar und wird für den Abschnitt bis Namibia rund 3 Wochen benötigen.
Das wissenschaftliche Thema der Fahrt dreht sich um die Frage, welche Rolle Auftriebsgebiete (das sind Meeresregionen, in denen aufgrund von Strömungen nährstoffreiches, kaltes Tiefenwasser an die Oberfläche kommt und hier meist zu einer explosionsartigen Entwicklung des Lebens führt) im globalen Stickstoffkreislauf spielen. Untersucht werden dabei ozeanische Gebiete mit unterschiedlicher Sauerstoffversorgung - angefangen mit einer Auftriebsregion vor der Küste Mauretaniens mit einem nur geringen Sauerstoffdefizit in Bodennähe, über den so genannten "Angola-Dom", in dem der Sauerstoff bereits deutlich reduziert ist, bis hin zu den Auftriebsgebieten vor Namibia, in denen ausgeprägter Sauerstoffmangel am Boden zu Faulschlamm-Bildung führt. In diesen verschiedenen Seegebieten werden die Wissenschaftler an Bord der Merian untersuchen, wie Bakterien und Algen unter wechselnden Sauerstoffbedingungen mit dem jeweiligen Nährstoffangebot umgehen....