Höhere Temperaturen in der Arktis und damit verbundene Veränderungen der Meereisbedeckung lassen immer mehr Eisbären hungern. Die mächtigen Räuber können weniger Robben fangen, da das Meereis früher abschmilzt und aufbricht. Daher müssen die Eisbären deutlich längere Fastenzeiten in Kauf nehmen. Das haben kanadische Zoologen um Seth Cherry von der Universität von Alberta in Edmonton herausgefunden, als sie die Nährstoffversorgung von Eisbären auf dem Packeis der Beaufortsee nördlich der kanadischen Küste anhand der Blutwerte untersuchten. In den vergangenen zwanzig Jahren stieg die Zahl der hungernden Eisbären in den Frühlingsmonaten April und Mai von zehn auf fast dreißig Prozent.
Die Forscher betäubten 436 im nördlichen Kanada freilebende Eisbären mit Pfeilen, bevor sie sich ihnen näherten, um Blutproben zu nehmen. Das Blut analysierten sie auf die Inhaltstoffe Harnstoff und Kreatinin, dessen Verhältnis beschreibt, ob der Eisbär gerade fastet. Eine erste Stichprobe in den...
Geschrieben von Sigrid Totz / Greenpeace am Mittwoch, 30. Januar 2008. Bisher wurde dieser Artikel 227 mal aufgerufen
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Frischer Wind und unruhige See hätten die Aktion fast verhindert. Doch am Dienstagnachmittag um halb vier hing das Banner. Am Leuchtturm Roter Sand in der Außenweser prangte die Greenpeace-Botschaft "Tu Watt, Ole - JA zum Weltnaturerbe Wattenmeer". Der Protest richtet sich gegen die Kehrtwende des Hamburger Ersten Bürgermeisters: Ole von Beust boykottiert die Anerkennung des Wattenmeeres als Weltnaturerbe.
"Es wäre ein Skandal für Hamburg und eine Schande für Deutschland, wenn sich die UNESCO aufgrund einer Hamburger Laune gegen die Aufnahme des Wattenmeeres als Weltnaturerbe entscheiden würde", sagt Jörg Feddern, Meeresbiologe und Greenpeace-Experte. "Das Wattenmeer ist in seiner ökologischen Bedeutung viel zu kostbar, um Spielball wirtschaftlicher und politischer Einzelinteressen zu werden....