Der WWF übt harsche Kritik an einem Bericht des Bundesrechnungshofs zur Elbvertiefung, der der Umweltorganisation vorliegt. Darin fordert die Behörde einen umfassenderen Ausbau des Flusses zwischen Hamburg und der Nordsee und spricht von einer ökologischen Überkompensation der letzten Vertiefung. „Dieser Bericht ist skandalös. Die ökologische Inkompetenz des Rechnungshofs ist erschreckend“, so WWF-Expertin Beatrice Claus. Die Umweltfolgen der Elbvertiefung von 1999 waren nach Angaben des WWF drastischer als erwartet und sind bis heute nicht ausreichend kompensiert. Der Bericht ignoriere, dass ein weiterer Eingriff die ökologische Krise der Elbe verschärfen würde.
Der WWF fordert eine engere Kooperation der Nordseehäfen, um den Containerboom in den Griff zu bekommen und Steuerzahler und Umwelt zu entlasten. „Es ist schon erstaunlich, dass der Rechnungshof die wirtschaftlichste Lösung nicht in Betracht zieht“, so Claus. Die geplante Elbvertiefung könnte mit geschätzten Kosten von 400 Millionen Euro deutlich teurer werden als erwartet. In Folge der letzten Vertiefung waren allein die jährlichen Baggerkosten im Hamburger Hafen um das Vierfache.....
Geschrieben von DBU / M. Siedler – Aqua-Globe-Project am Dienstag, 29. Januar 2008. Bisher wurde dieser Artikel 65 mal aufgerufen
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Eine Rohrdommel zwischen im Wind wogenden Schilfhalmen? Ein idyllisches Bild, aber leider bekommt es kaum noch jemand zu sehen. Denn in ganz Europa sterben die Schilfgürtel an den Seeufern ab und mit ihnen ein einzigartiger Lebensraum: Insekten, Vögel und Fische büßen immer mehr Schutz- und Bruträume ein, was die Ökosysteme der Feuchtgebiete und Gewässer stark beeinträchtigt. Die Biologische Station Krickenbecker Seen in Nettetal-Hombergen geht gegen den Schilfschwund an, will in den nächsten vier Jahren innerhalb des Vogelschutzgebiets Maas-Schwalm-Nette knapp zehn Hektar trockengelegtes Niedermoor dauerhaft fluten und wieder mit Schilf bepflanzen. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) fördert das Projekt mit insgesamt 273.000 Euro.
Auf einer Größe von fast 14 Fußballfeldern will der Verein die Humusauflage entfernen, die Fläche dauerhaft fluten und mit Schilf bepflanzen. DBU-Generalsekretär Dr. Fritz Brickwedde: “Ziel ist die Entwicklung eines geschlossenen Schilfgürtels, der vom Aussterben bedrohten Vogelarten wie der Rohrdommel wieder einen Lebensraum bietet.“ Damit entstünden zusätzliche Laichplätze beispielsweise für Fische, Frösche und Kröten sowie mehr Platz für....