Wer demnächst in seinem Sommerurlaub am Meer eine Muschelschale findet, wird wohl kaum wissen, dass er damit ein einzigartiges Klimaarchiv in den Händen hält. Univ.-Prof. Dr. Bernd Schöne jedoch offenbaren die harten Kalkschalen einen Blick tief in die Vergangenheit unserer Erde und vor allem einen Einblick in das Klima vergangener Zeiten. "Aktuell können wir anhand von Muschelschalen die Klimageschichte der vergangenen 500 Jahre mit jährlicher Auflösung rekonstruieren und zum Beispiel nachweisen, dass sich die Nordsee im Verlauf der letzten hundert Jahre wohl unter dem Einfluss des Menschen um ein Grad erwärmt hat", erklärt der Mainzer Paläontologe. "Unsere Wissenschaft, die Mollusken-Sclerochronologie, ist recht jung und steckt noch in den Kinderschuhen. Schon bald werden wir aber zeigen können, welchen Klimaschwankungen die Nordsee und der Nordatlantik im Laufe der vergangenen Jahrtausende unterlagen und was genau sich mittlerweile verändert hat." Der Wissenschaftler, Leiter der Angewandten und Analytischen Paläontologie an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, hofft, längerfristig noch weiter in der Erdgeschichte zurückgehen zu können. An den Muscheln selbst sollte dies nicht scheitern: Die ersten Muscheln, die heute als Fossilien zu finden sind, entstanden vor 500 Millionen Jahren.
Muscheln sind ein einzigartiges Klimaarchiv: Die Schalen bilden.....
Geschrieben von Greenpeace am Mittwoch, 23. Januar 2008. Bisher wurde dieser Artikel 243 mal aufgerufen
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Illegale Fischerei ist eine der größten Gefahren für die Artenvielfalt in den Weltmeeren. Und ein Riesengeschäft. Auch auf der Ostsee machen Piratenfischer Jagd auf die Fischbestände. Besonders der Dorsch leidet darunter.
"Illegale Fischerei ist auch in unseren Breiten ein großes Problem", sagt Greenpeace-Meeresexperte Thilo Maack mit Blick auf die Situation des Dorsches in der Ostsee. Pro Jahr dürfen Europas Fischer laut EU-Fangquotenregelung 40.000 Tonnen des begehrten Speisefisches aus dem Binnenmeer holen. Dass es bei dieser Menge nicht bleibt, ist jedoch unbestritten: Das Institut für Ostseefischerei in Rostock schätzt, dass 35 bis 45 Prozent zusätzlich durch illegale Aktivitäten entnommen werden. Nach Angaben....