Der WWF fordert einen Fangstopp für den bedrohten Roten Tunfisch (auch Blauflossen Tun oder Atlantischer Tun genannt) im Mittelmeer. Der Bestand des beliebten und teuren Speisefisches, der vor allem in japanischen, europäischen und US-amerikanischen Edelrestaurants angeboten wird, steht vor dem Kollaps. „Nach Jahren rücksichtsloser Ausbeutung ist ein Moratorium die einzige Chance, um den Roten Tun noch zu retten“, erklärte Dr. Sergi Tudela vom WWF-Mittelmeerprogramm am Rande der heute beginnenden Tunfisch-Konferenz in der marokkanischen Stadt Marrakesch. Dort tagen bis zum 24. November die 46 Vertragsstaaten der Kommission zum Schutz des Atlantischen Tunfischs (ICCAT), zu denen auch die EU zählt.
Wissenschaftler empfehlen seit Jahren Fangquoten von etwa 15.000 Tonnen pro Jahr. Die ICCAT-Staaten hatten die zulässigen Mengen jedoch immer etwa doppelt so hoch angesetzt. Wegen der massiven illegalen Fischerei lag der tatsächliche Fang allein im letzten Jahr bei etwa 60.000 Tonnen. Vor allem die Türkei, Italien, Kroatien, Libyen, Frankreich und Spanien......
Geschrieben von Viktoria Thumann / Greenpeace am Dienstag, 18. Dezember 2007. Bisher wurde dieser Artikel 73 mal aufgerufen
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Jedes Jahr beraten die EU-Fischereiminister über die Fangquoten des nächsten Jahres. Jedes Jahr fallen die Quoten zu hoch aus. Seit Montag geht es in Brüssel um die Saison 2008. Doch diesmal erwartete die Fischereiminister eine Überraschung. Greenpeace-Aktivisten hatten aus Protest gegen die zerstörerische EU-Fischereipolitik die Eingänge des EU-Ratsgebäudes zugemauert: "Wegen Überfischung geschlossen."
Mit einer 30 Meter langen und 2,50 Meter hohen Steinmauer hatten 200 Aktivisten aus 14 europäischen Ländern die Eingänge des Gebäudes verschlossen. Gegen 11 Uhr....