Der WWF übt deutliche Kritik an dem vom Bundesamt für Seeschifffahrt (BSH) vorgelegten Plan zur Raumordnung in Nord- und Ostsee. Anlässlich der ersten Anhörung zu dem Entwurf am gestrigen Dienstag in Rostock erklärt WWF-Experte Uwe Johannsen: „Statt zwischen Umwelt- und Wirtschaftsinteressen zu vermitteln, räumt die Behörde der Schifffahrt und anderen Nutzungen absoluten Vorrang ein. Die ökologische Krise der deutschen Meere kann so nicht gelöst werden.“
Mit dem Raumordnungsplan will Deutschland als eines der ersten Länder in Europa einen Rahmen für die Meeresnutzung jenseits der 12- Seemeilen-Zone – der so genannten „Ausschließlichen Wirtschaftszone“ – schaffen. An dem Konzept hat das BSH drei Jahre lang in enger Abstimmung mit der Bundesregierung gearbeitet. Das Papier sollte ursprünglich wirtschaftliche Eingriffe und Umweltschutz besser koordinieren und Konflikte mindern. Denn spätestens mit dem Bau der geplanten Offshore-Windparks und dem zunehmenden Schiffsverkehr wird es eng auf dem Meer....
Geschrieben von Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung am Freitag, 16. November 2007. Bisher wurde dieser Artikel 86 mal aufgerufen
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Ein neu entwickeltes Bodendruck-Messsystem soll Tsunamis schon kurz nach ihrer Entstehung auf der hohen See erkennen, um Vorwarnzeiten zu optimieren und Fehlalarme zu vermeiden. Wissenschaftler der Arbeitsgruppe „Marine Messsysteme“ des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung in der Helmholtz-Gemeinschaft leiten das Teilprojekt und haben das Messsystem im November 2007 in der Tiefsee vor den Kanarischen Inseln erfolgreich getestet. Damit ist ein weiterer Meilenstein bei der Entwicklung des Tsunami-Frühwarnsystems...