Der WWF fordert einen Fangstopp für den bedrohten Roten Tunfisch (auch Blauflossen Tun oder Atlantischer Tun genannt) im Mittelmeer. Der Bestand des beliebten und teuren Speisefisches, der vor allem in japanischen, europäischen und US-amerikanischen Edelrestaurants angeboten wird, steht vor dem Kollaps. „Nach Jahren rücksichtsloser Ausbeutung ist ein Moratorium die einzige Chance, um den Roten Tun noch zu retten“, erklärte Dr. Sergi Tudela vom WWF-Mittelmeerprogramm am Rande der heute beginnenden Tunfisch-Konferenz in der marokkanischen Stadt Marrakesch. Dort tagen bis zum 24. November die 46 Vertragsstaaten der Kommission zum Schutz des Atlantischen Tunfischs (ICCAT), zu denen auch die EU zählt.
Wissenschaftler empfehlen seit Jahren Fangquoten von etwa 15.000 Tonnen pro Jahr. Die ICCAT-Staaten hatten die zulässigen Mengen jedoch immer etwa doppelt so hoch angesetzt. Wegen der massiven illegalen Fischerei lag der tatsächliche Fang allein im letzten Jahr bei etwa 60.000 Tonnen. Vor allem die Türkei, Italien, Kroatien, Libyen, Frankreich und Spanien......
Scheitert der Kampf gegen die Todeszonen in der Ostsee?
Geschrieben von WWF am Mittwoch, 14. November 2007. Bisher wurde dieser Artikel 224 mal aufgerufen
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Der WWF befürchtet ein Scheitern der heute in der polnischen Stadt Krakau beginnenden Ostseeschutz-Konferenz. Das ursprüngliche Ziel, einen umfassenden ökologischen Rettungsplan für das Baltische Meer zu verabschieden, sei nur noch mit einem Kraftakt zu erreichen. Die neun Staaten der Helsinki-Konvention („HELCOM“) riskierten damit eine ökologische Katastrophe in dem stark belasteten Meer, warnt der WWF. Ein Sechstel des Meeresbodens habe sich in Folge von Überdüngung und Algenblüten bereits in sauerstoffarme „Todeszonen“ verwandelt. Zu den größten Gefahren für die Ostsee zählen laut WWF auch die Plünderung der Fischbestände, giftige Altlasten wie zum Beispiel zehntausende Fässer Quecksilber vor der schwedischen Küste und der rasant zunehmende Schiffsverkehr....