Schwefelwasserstoff ist berüchtigt für seinen Gestank nach faulen Eiern. Aber Schwefelwasserstoff riecht nicht nur übel, er ist auch hoch giftig. Beim Menschen kann Schwefelwasserstoff in hohen Konzentrationen innerhalb kurzer Zeit zum Tod führen. Auch der Küstenfischerei – die etwa 90 Prozent der gesamten weltweiten Fischerträge erwirtschaftet - droht Gefahr durch das giftige Gas. Die Überdüngung der Küstengewässer führt dazu, dass sich dort regelmäßig Sulfid bildet. Dieses kann die Fischbestände drastisch reduzieren.
Bakterien spielen dabei eine unredliche Rolle – schließlich werden sie unter anderem für die Enstehung des tödlichen Sulfids verantwortlich gemacht. Bakterien können aber auch als Retter in der Not auftreten, hat nun eine internationale Gruppe von Forschern vom Max-Planck-Institut für Marine Mikrobiologie in Bremen, dem National Marine Information & Research Centre aus Namibia, dem Institut für Ostseeforschung Warnemünde und der Abteilung für Mikrobielle Ökologie der Universität Wien festgestellt. Deren überraschendes Ergebnis: Vor der Küste Namibias entgifteten die Mikroorganismen eine Fläche von etwa 7000 Quadratkilometern - fast dreimal so groß wie Luxemburg.
Geschrieben von Europäische Kommission in Deutschland am Dienstag, 4. September 2007. Bisher wurde dieser Artikel 228 mal aufgerufen
Sollten Sie einen defekten Link in unseren Artikeln finden, benachrichtigen Sie uns bitte unter
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie es sehen können
Die EU-Kommission hat heute Fangmöglichkeiten und begleitenden Maßnahmen für bestimmte Fischbestände in der Ostsee für 2008 vorgeschlagen. Hintergrund ist der besorgniserregende Dorschbestand. Außerdem haben wissenschaftliche Gutachten ergeben, dass sich die Überlebensrate von Junglachsen verschlechtert hat. Positiv hat sich hingegen der Zustand des Heringsbestands der mittleren Ostsee entwickelt. EU-Fischereikommissar Joe Borg dazu: „Ich ersuche die Mitgliedstaaten, mit der Industrie und der Kommission enger zusammenzuarbeiten, damit der Mehrjahresplan in vollem Umfang angewendet wird. Dies ist für die Wiederauffüllung der Dorschbestände und für die Zukunft der betreffenden Fangflotten in der Ostsee von größter Bedeutung....