Glasfasern als Lichtleiter sind offenbar keine Erfindung der letzten Jahrzehnte. Schwämme (Porifera), die entwicklungsbiologisch ältesten, mehrzelligen Tiere, sind in der Lage, mit Hilfe von amorphen Silikatstrukturen Licht weiterzuleiten. Schon vor über zehn Jahren erregten Funde photosynthetisch aktiver Organismen im Inneren von Schwämmen Aufmerksamkeit. Bis dahin war noch nicht zu erklären, wie diese Organismen im Inneren von Schwämmen ohne Licht überleben konnten. Bereits damals stellten die Meeresbiologen Elda Gaino und Michele Sara aus Genua (Italien) die These auf, dass eventuell Licht ins Innere der Schwämme geleitet wird. Marine Zoologen der Universität Stuttgart und des Leibniz-Instituts für Meereswissenschaften an der Universität Kiel haben nun im Rahmen des Forschungsprojektes BIOTECmarin den Nachweis erbracht, dass.....
Geschrieben von Dr. Gesine Steiner / Museum für Naturkunde - Berlin am Donnerstag, 28. Juni 2007. Bisher wurde dieser Artikel 116 mal aufgerufen
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Wissenschaftler des Museums für Naturkunde in Berlin machten eine ungewöhnlichen Entdeckung, die sie nun in der Zeitschrift Biology Letters veröffentlichten: Das Team aus Garnelen-, Schwamm- und Schneckenforschern fand in einem See auf der indonesischen Insel Sulawesi eine bisher unbekannte Lebensgemeinschaft zwischen einem Schwamm und einer Garnele. Naturschwämme sind recht luftige Gebilde mit vielen kleinen Hohlräumen. Jeder kennt sie, ob aus dem Tauchurlaub oder aus der eigenen Badewanne. Garnelen kennt ebenfalls jeder, sei es vom eigenen Teller oder aus dem Heimaquarium. So weit so gut, aber was haben Schwämme mit Garnelen zu tun?....