Höhere Temperaturen in der Arktis und damit verbundene Veränderungen der Meereisbedeckung lassen immer mehr Eisbären hungern. Die mächtigen Räuber können weniger Robben fangen, da das Meereis früher abschmilzt und aufbricht. Daher müssen die Eisbären deutlich längere Fastenzeiten in Kauf nehmen. Das haben kanadische Zoologen um Seth Cherry von der Universität von Alberta in Edmonton herausgefunden, als sie die Nährstoffversorgung von Eisbären auf dem Packeis der Beaufortsee nördlich der kanadischen Küste anhand der Blutwerte untersuchten. In den vergangenen zwanzig Jahren stieg die Zahl der hungernden Eisbären in den Frühlingsmonaten April und Mai von zehn auf fast dreißig Prozent.
Die Forscher betäubten 436 im nördlichen Kanada freilebende Eisbären mit Pfeilen, bevor sie sich ihnen näherten, um Blutproben zu nehmen. Das Blut analysierten sie auf die Inhaltstoffe Harnstoff und Kreatinin, dessen Verhältnis beschreibt, ob der Eisbär gerade fastet. Eine erste Stichprobe in den...
Geschrieben von Manfred am Freitag, 11. Mai 2007. Bisher wurde dieser Artikel 206 mal aufgerufen
Sollten Sie einen defekten Link in unseren Artikeln finden, benachrichtigen Sie uns bitte unter
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie es sehen können
Im Norwegischen Polarinstitut in Tromsö läuten die Alarmglocken. Immer mehr Untersuchungen belegen starke Klima- und Umweltveränderungen in der Arktis und der anschliessenden Barentssee.
Die Berichte belegen zudem einen Rückgang von Fischarten, die vom Plankton leben. Der Bestand des lachsähnlichen Kleinfisches Lodde sei "unter eine kritische Grenze gesunken"; der Fang sei bereits gestoppt worden, heisst es. Auch beim kommerziell so wichtigen Dorsch, der unter anderem von der Lodde lebe, mache sich ein Einbruch im Bestand bemerkbar...