Die Chemikalie TMDD führt die Rangliste der Fremdstoffe in deutschen Flüssen an. Doch niemand weiß, woher das Tensid kommt und wie gefährlich es ist. Wissenschaftler fordern jetzt eine gezielte Analyse der Risiken und warnen vor weiteren, bislang unbekannten Gefahrstoffen in Flüssen.
Es ist eine jener Substanzen, deren Name nicht einmal Chemikern flüssig über die Lippen kommt. Deshalb bevorzugen auch sie für 2,4,7,9-Tetramethyl-5-decin-4,7-diol lieber das geschmeidige Kürzel TMDD. Umweltanalytiker bringen die bisher praktisch unbekannte Industriechemikalie jetzt ins Licht der Öffentlichkeit. Still und leise kontaminiert sie offenbar heimische Fließgewässer und entwickelt sich zum Problem. TMDD ist "der Spitzenreiter", bemerkt Wilhelm Püttmann, Professor für Umweltanalytik an der Universität in Frankfurt am Main. "Es ist der Stoff, von dem wir annehmen können, dass er heute unter allen gelisteten und analysierten Fremdstoffen mit den höchsten Konzentrationen vertreten ist." Wenn er denn überhaupt gemessen wird.
Welche Gefahr TMDD für die Umwelt darstellt, ist bis heute nur unzureichend geklärt.....
Geschrieben von Max-Plank-Istitut für marine Mikrobiologie am Mittwoch, 11. April 2007. Bisher wurde dieser Artikel 123 mal aufgerufen
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Ein europäisches Forschungsprojektprojekt, das die Funktion von Küstensanden (COastalSAnds)als biokatalytische Filter untersucht.
Durchlässige sandige Sedimente sind typisch für die flachenKüstenzonen der Nord- und Ostsee,sie finden sich auch in an-deren flachen Küstengebieten der Welt.Wellen und bodennaheStrömungen drücken Wasser durch die oberen Sandschichten.Dabei transportieren sie gelöste Stoffe wie Sauerstoff und Nähr-stoffe und auch kleine Partikel wie Planktonalgen und Bakteriendurch das Sediment.Diese Filtration beeinflusst die Qualität desWassers wie auch die Biogeochemie des Sediments.Nährstoffegelangen dabei zu den im Sand lebenden Kleinstlebewesen undzu großen Bodenbewohnern.Obwohl man wusste,dass dieserFiltrationsprozess sehr wichtig für Küsten-Ökosysteme seinmuss,gab es bisher keine quantitativen Messungen.Unklar warauch,wie stark diese Filtration den Umsatz der sedimentärenorganischen Stoffe beeinflusst….