In die Tiefsee gelangt kein Tageslicht. Es gibt jedoch viele verschiedene Tiefseelebewesen, die selbst Licht erzeugen und als Signal einsetzen, diese Fähigkeit wird Biolumineszenz genannt. Die Lichtreize sind nicht sehr hell, daher sind die Augen der Tiefseefauna auf höchste Empfindlichkeit optimiert. Tiefseefische, die sich visuell orientieren, haben daher spezielle Augenformen entwickelt. Diese haben jedoch den großen Nachteil, dass das Gesichtsfeld stark eingeschränkt ist. Nun hat Prof. Hans-Joachim Wagner vom Anatomischen Institut der Universität Tübingen zusammen mit Forschern aus England und den USA während einer Fahrt mit dem deutschen Forschungsschiff "Sonne" bei einem "Gespensterfisch" (Dolichpteryx longipes Abb. unten links) einen neuartigen Augentyp entdeckt: Es ist der erste bekannt gewordene Fall, in dem ein Wirbeltier das Prinzip einer abbildenden Spiegeloptik nutzt. Die Forschungsergebnisse werden am 24. Dezember 2008, 18 Uhr, von der Fachzeitschrift Current Biology online veröffentlicht.
Augen erreichen eine maximale Empfindlichkeit, wenn sie eine möglichst....
Geschrieben von IFM-GEOMAR am Donnerstag, 7. Dezember 2006. Bisher wurde dieser Artikel 126 mal aufgerufen
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Im Ozean gibt es noch viel zu entdecken, denn viele Lebensräume sind hier weitgehend unerforscht. Allerdings ist es sehr selten, eine neue Art von Kalk bildenden Foraminiferen zu finden, die am Meeresboden des oberen Ozeans lebt. Weltweit ist dies zuletzt vor genau zehn Jahren geschehen. Der Grund: Diese einzelligen Organismen sind schon seit Jahren sehr gut untersucht.....