Ökosysteme können ein gewisses Maß an äußeren Schwankungen tolerieren und ausgleichen. Doch wann kippen sie um? Der Frankfurter Meeresbiologie Michael Türkay untersucht das Zusammenspiel mariner Ökosysteme und hat Organismen ausgemacht, die als Indikatoren und "Frühwarnsysteme" dienen können.
Die Ozeane gehören zu den am wenigsten erforschten Regionen unseres Planeten. Dabei spielen sie für den Wärme- und Energiehaushalt der Erde eine wichtige Rolle. Der Mensch fischt und badet vor allem in den Flachmeeren. Dort ist auch die Schifffahrt am dichtesten. Doch obwohl die Flachmeere nur etwa 5 Prozent des Ozeanbodens ausmachen, wirken sich menschliche Einflüsse empfindlich auf alle Meeresbewohner aus, bis in die dunkle, kalte und nahrungsarme Tiefsee. Was wir über das Zusammenspiel der vielfältigen marinen Ökosysteme und ihre Funktion als Frühwarnsysteme wissen, berichtet der Meeresbiologie und Professor an der Goethe-Universität Michael Türkay in der neuen Ausgabe des Wissenschaftsmagazins "Forschung Frankfurt", das dem internationalen Jahr des Planeten Erde gewidmet ist.
"Tiere und Pflanzen des Meeresbodens bestimmen Küstenformen und stabilisieren sie gegenüber den Gewalten des Wassers", weiß Michael Türkay. Seit über 30 Jahren befährt er auf Forschungsschiffen die Weltmeere, steht knöcheltief....
Klima ändert sich schneller und dramatischer als bisher angenommen!
Geschrieben von SPIEGEL ONLINE am Dienstag, 31. Januar 2006. Bisher wurde dieser Artikel 116 mal aufgerufen
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Die Folgen des Klimawandels sind möglicherweise noch dramatischer als bislang angenommen. Zu diesem Schluss kommt eine umfassende Sammlung von Studien britischer Forscher. Großbritanniens Premier Tony Blair äußerte sich im Vorwort des Berichts höchst besorgt.
"Die hier dargestellten Ergebnisse machen deutlich, dass die Risiken des Klimawandels deutlich größer sein könnten, als wir dachten", schreibt Blair im Vorwort zu dem Bericht mit dem Titel "Avoiding Dangerous Climate Change". Beunruhigend ist der jetzt publizierte Konferenzband vor allem deshalb, weil er bisherige Ergebnisse über die Auswirkungen der globalen Erwärmung geradezu harmlos aussehen lässt.
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